„Men & Chicken“ – Keine neue dänische Delikatesse!

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Bevor Mads Mikkelsen in Hollywood als Bond-Bösewicht in „Casino Royale“ oder als TV-Serienkiller in „Hannibal“ sein Unheil trieb, war er in seinem Heimatland Dänemark für viele skurille Rollen bekannt, am besten waren die zusammen mit Nikolaj Lie Kaas unter der Regie von Anders Thomas Jensen, von denen „Dänische Delikatessen“ und „Adams Äpfel“ wohl die bekanntesten sein dürften. Jahre später hat sich das Team von damals erneut zusammengetan und mit „Men & Chicken“ einen neuen, sehr absurden Film gedreht. Doch wirklich mit den Klassikern messen kann der sich leider nicht, absurd allein recht eben nicht, wenn der Humor auf der Strecke bleibt.

Die Brüder Gabriel und Elias sind keine Schönheiten, doch als sie herausfinden, dass ihr wirklicher Vater auf einer Insel seltsame Experimente durchgeführt hat und sie dort noch auf drei andere nicht nur ebenso hässliche, sondern auch extrem sonderbare Brüder treffen, will vor allem der mit dem meisten Grips ausgestattete Gabriel herausfinden, was sein Vater eigentlich für Experimente gemacht hat. Die seltsamen Bewohner der Insel und das eigenartige Treiben und die Regeln im Haus seines Vaters machen das aber nicht gerade einfach, vor allem, weil die Brüder Gabriel nicht zu seinem Vater lassen wollen.

Mads Mikkelsen war vermutlich noch nie so verrückt aufgemacht und kann hier mal wieder richtig neben der Spur performen, die Handlung und das Setting sind absolut verrückt, was eigentlich eine perfekte Grundlage für einen weiteren dänischen Klassiker hätte sein müssen. „Men & Chicken“ hat auch jede Menge wirklich toll verrückte Momente, aber irgendwie kann er nicht über die volle Laufzeit überzeugen und sich so nicht wirklich mit „Adams Äpfel“, „Dänische Delikatessen“ oder „Flickering Lights“ messen. Eine tolle Maske, gute Schauspieler, verrückte Situationskomik und eine absurde Grundidee sind gute Zutaten, aber leider doch nicht genug, um einen wirklichen Geniestreich zu landen.

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