„Pan“ – Total verhunztes Peter-Pan-Prequel!

nur miesschlechtfast mittelmäßigmittelmäßigfast gutgutfast sehr gutsehr gutfast einzigartigfast einzigartig   3,50 (2 Stimmen)
Loading...

Die Geschichte von „Peter Pan“ ist in den USA sehr beliebt, doch schon Steven Spielberg konnte 1991 mit seinem Sequel „Hook“ nur bedingt punkten. Das hatte aber deutlich mehr Stil als „Pan“, denn die hier neu erfundene Vorgeschichte fällt nicht nur mit seiner misslungenen Handlung durch, sie will auch so gar nicht zur eigentlichen „Peter Pan“-Handlung passen. Am besten bleibt man da doch eher beim Disney-Klassiker von 1953 oder der Neuverfilmung von 2003, die sich am entsprechenden Bühnenstück orientierte. „Pan“ zeigt wieder einmal, dass die Zeiten vorbei sind, in den Popcornkino, bunte Effekte und ein millionenschweres Budget ein Garant für gute Unterhaltung und einen Erfolg an den Kinokassen waren.

Peter ist zur Zeit des Zweiten Weltkriegs im Waisenhaus, als er plötzlich zusammen mit anderen Kindern von Piraten in einem fliegenden Schiff entführt und in ein weit entferntes, fantastisches Land entführt wird. Dort hat der böse Blackbeard fast alle Bewohner versklavt und lässt sie in Minen für sich arbeiten. Als Peter während eines Sturzes plötzlich fliegen kann, fangen die Bewohner von Neverland an, wieder auf die Freiheit zu hoffen, den laut einer Prophezeiung soll ein fliegender Junge Blackbeard besiegen. Peter hingegen hofft darauf, in der seltsamen Welt endlich seine Eltern zu finden.

Spätestens wenn die Minenarbeiter „Smells Like Teen Spirit“ und „Blitzkrieg Bop“ anstimmen, beginnt der Film endgültig abzustürzen. Trotz einer interessanten Grundidee, einer fantastischen Welt, bombastischen Effekten und Schauspielern wie Hugh Jackman, Amanda Seyfried und Rooney Mara kann „Pan“ an keiner Stelle überzeugen, zu wenig Sinn macht die Handlung, zu wenig will sich der Film in die Welt von „Peter Pan“ einordnen und zu wenig funktionieren die Charaktere. Hier macht nichts wirklich Sinn und zudem auch nichts Spaß, Hugh Jackman hatte zwar sehr viel Spaß an seiner Rolle, ist aber der vermutlich am peinlichsten aussehende Pirat, der jemals auf der großen Leinwand zu sehen war.

Die Geschichte von „Peter Pan“ und Neverland bietet eigentlich recht viel Potential, wie man hier trotz dieser Möglichkeiten so danebenhauen kann, will sich mir einfach nicht erschließen. Vielleicht sollte ich demnächst doch mal wieder „Hook“ schauen, vielleicht weiß ich den dann doch wieder etwas mehr zu schätzen.

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


Verwandte Artikel

Ein Kommentar

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.