„Zoolander 2“ – Ben Stiller versaut auch diese Fortsetzung!

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Ich werde mich immer fragen, warum Ben Stiller ganz plötzlich nicht mehr lustig war. Da „Zoolander“ für mich immer einer seiner besten Filme war, habe ich dann doch darauf gehofft, dass er in dieser späten Fortsetzung endlich wieder zu alter Klasse auflaufen könnte. Doch weit gefehlt, die Gags wollen bis auf wenige Ausnahmen nicht zünden und die Handlung kann in keiner Form überzeugen. Neben Stiller können auch Owen Wilson und Will Ferrell dieses Mal nur bedingt punkten, die einzigen skurrilen Momente haben Gaststars wie Benedict Cumberbatch oder Kiefer Sutherland, Neuzugang Penelope Cruz kann hingegen mal wieder komödiantisch so gar nichts liefern. Schade, als Fan des ersten Teils lieber den noch mal schauen, als ihn sich durch Teil 2 kaputt machen zu lassen.

Derek Zoolander hat sich nach dem Tod seiner Frau und der Trennung von seinem Sohn zurück gezogen. Doch als eine Verschwörung in der Modelwelt im Gange ist, holt man ihn und auch Hansel wieder zurück auf die Bühne. Während sich die beiden Idioten zusammen mit der Polizistin Valentina Valencia auf der Suche nach einem Killer machen, versucht Zoolander Kontakt zu seinem Sohn aufzunehmen, der aber nicht mal ansatzweise seinen Vorstellungen entspricht.

Nach dem Intro mit Justin Bieber weiß man noch nicht, ob der Film was werden kann, dann tauchen die beiden Hauptcharaktere auf und weder Sprüche noch ihr Verhalten wollen auch nur ansatzweise den alten Humor wieder aufleben lassen. „Die Daten sind IN dem Computer!“, „Meerjungmann!“ – es gibt so viele absurde Szenen im ersten Teil, die einem sofort einfallen und zum Lachen bringen können, hier sucht man vergeblich nach ähnlichen Gags. Dass Kiefer Sutherland von Owen Wilson ein Kind erwartet, ist nicht lustig, wie Sutherland den Blödsinn mitmacht, schon eher. Das gilt auch für den grandiosen Benedict Cumberbatch, der als geschlechtsloses Model so absurd daher kommt, dass er auch in den ersten Teil gepasst hätte. Der Rest plätschert vor sich hin, die Gastauftritte von Billy Zane, Sting und einigen Persönlichkeiten aus der Modelwelt verpuffen, auch das Vater-Sohn-Thema hat nur wenige amüsante Momente. Wie am Ende aller meiner letzten Stiller-Reviews will ich auch hier weiter daran glauben, dass noch Lustiges in ihm steckt, aber so langsam traue ich mich nicht mehr, ihm beim Versagen überhaupt noch weiter zuzuschauen.

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