„Where To Invade Next“ – Michael Moore erobert Europa!

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wheretoinvadenextDie Filme von Michael Moore muss man immer mit Vorsicht genießen, da er mit seinen „Wahrheiten“ auch oft etwas über das Ziel hinausschießt. Trotzdem muss man anerkennen, dass er einem tatsächlich Missstände in den USA vor Augen führt wie kaum ein anderer. Sein neuer Film ist nach dem gleichen Muster gestrickt. Moore ist in Europa unterwegs und sucht nach Ideen, die er zur Rettung der sozialen Probleme in den Staaten einsetzen könnte. Er gewährt so einen interessanten Einblick in mutige und zugleich fortschrittliche Herangehensweisen an Arbeit, Bildung, Strafverfolgung, Aufklärung, Emanzipation und Vergangenheitsbewältigung, die in extremstem Gegensatz zu denen in den USA stehen.

Um Lösungen für die gravierenden sozielen Probleme der USA zu finden, begibt sich Michael Moore auf eine Eroberungsreise nach Europa und bekommt dort einen Einblick in das italienische Arbeitsleben, die französische Ernährung oder das finnische Bildungssystem und das norwegische Strafsystem, die aufgrund ganz innovativer Ideen vieles für die eigene Bevölkerung änderten und gleichzeitig ihr Land voranbrachten. Moore vergleicht die besten Ideen mit den rückständigen Herangehensweisen in den USA.

Michael Moore setzte sich bereits mit dem Waffenwahn in „Bowling For Columbine“, mit den 9/11-Hintergründen in „Fahrenheit 9/11“, mit dem maroden Gesundheitssystem in „Sicko“ und mit der korrupten Wirtschaft in „Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“ auseinander und führte seinen Zuschauern die Probleme der USA vor Augen. Hier zeigt er jetzt, dass das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ fast in jeder Beziehung weit von einem Land der Gleichberechtigung und der sozialen Gerechtigkeit entfernt ist. So wie einen die Ideen der anderen Länder begeistern, so schockiert einen, wie erschreckend die Zustände in den Staaten tatsächlich sind.

Wenn man natürlich sieht, was Moore über Deutschland berichtet, so sind gerade die Infos zur Arbeitswelt sicher nicht überall so anwendbar, und entsprechend sind auch die Schilderungen der Ideen aus den anderen Ländern sicher Extrembeispiele, aber trotzdem ist man selbst als Deutscher verblüfft, wie weit manche Länder auch uns noch voraus sind. In den USA ist vermutlich nicht mehr viel zu retten, aber auch hierzulande sollte man sich mal vor Augen führen, welche mitunter gar nicht so komplizierten Veränderungen so deutliche Verbesserungen für die Bevölkerung und das soziale System bringen könnten.

Auch, wenn man die „Fakten“ sicher nicht alle glauben darf, hat Michael Moore mal wieder einen sehr interessanten Film gemacht, der einen doch sehr zum Nachdenken anregt.

Bildergalerie

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