„Split“ – Shyamalans neuer Thriller mit James McAvoy

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Nach zahlreichen Flops konnte M. Night Shyamalan mit seinem letzten Film „The Visit“ Kritiker und Publikum wieder weitestgehend überzeugen, das dürfte auch mit seinem neuen Thriller „Split“ gelingen, der aber nicht zuletzt von einem großartigen James McAvoy lebt, dessen Darstellung eines schizophrenen Mannes, in dessen Kopf über zwanzig verschiedene Personen leben, wohl eine seiner besten ist. Aber auch Anya Taylor-Joy als entführtes Mädchen kann nach „The Witch“ und „Das Morgan Projekt“ eine weitere gelungene Leistung auf ihrem jungen Schauspielkonto verbuchen.

Als Casey und zwei Freundinnen von einem Mann entführt werden, stellen sie fest, dass dieser offensichtlich unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet, denn er öffnet immer als jemand anders die Tür, auch mal als Frau oder kleiner Junge. Während Casey versucht, zu dem kleinen Jungen eine Beziehung aufzubauen, erfährt sie, dass sie und ihre Freundin offensichtlich entführt wurden, um einer neuen Persönlichkeit als Opfergabe zu dienen, die nur „Die Bestie“ genannt wird. Gleichzeitig versucht eine Therapeutin, die der Mann regelmäßig aufsucht, wieder zu ihrem wohlgesonnenen Charakter durchzudringen, doch der scheint seine Macht an zwielichtigere Persönlichkeiten verloren zu haben. Im Kopf des Mannes tobt ein Konflikt der Charaktere.

Wenn man dem Gedanken folgt, dass sich eine Persönlichkeitsstörung nicht nur im Kopf der Person abspielt, sondern auch physische Auswirkungen hat, dann hat man eine tolle Grundidee für einen Horrorthriller, der einen neuen Weg beschreitet. So kann M. Night Shyamalan endlich wieder überraschen und auf seine ganze eigene Art schocken. Nachdem zuerst Joaquin Phoenix und Leonardo DiCaprio für die Hauptrolle im Gespräch waren, scheint James McAvoy auf keinen Fall die falsche Wahl zu sein, denn er nutzt die Chance, seine Vielseitigkeit zu zeigen, wirklich großartig und überzeugt in den vielen oft grundverschiedenen Persönlichkeiten. Den besten Twist legt der Film aber in den letzten Sekunden hin, wenn er plötzlich eine ganz andere Bedeutung im Filmuniversum des Regisseurs bekommt.

Shyamalan ist also weiterhin am besten, wenn er kleine, gruselige Filme dreht, doch an seine Erfolge „The Sixth Sense“, „Unbreakable“ oder „Signs“ kommt er leider weiterhin nicht wieder heran. Trotzdem darf man gespannt sein, was auf „Split“ folgen wird.

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