„Coco“ – Pixars spaßiger Ausflug in die Welt der Toten!

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Das ehemalige Animationsaushängeschild Pixar hatte zuletzt 2015 mit „Alles steht Kopf“ mal wieder einen echten Geniestreich hingelegt, danach konnten „Findet Dorie“, „Arlo & Spot“ sowie „Cars 3“ nur bedingt als großer Wurf bezeichnet werden. Das ändert sich jetzt mit „Coco – Lebendiger als das Leben“, der mit herrlich schrägem Humor und einer gefühlvollen Geschichte über den Tod und die Musik mal wieder einen Nerv trifft. Die Geschichte über einen Jungen aus Mexiko, der so gerne Musiker wäre, dessen Familie aber aufgrund einer alten Familiengeschichte Musik komplett aus ihrem Leben verbannt hat, und den es am Tag der Toten aus Versehen in deren verrückte Welt verschlägt, kann mit vielen amüsanten Ideen und einer tollen Mischung aus Witz und Gefühl mal wieder auf voller Länge überzeugen.

Inhalt

Miguels Familie stellt seit Generationen Schuhe her und allen Familienmitgliedern ist jeglicher Kontakt zu allem, was mit Musik zu tun hat, untersagt, seit Miguels Ur-Ur-Großvater seine Frau und ihre Tochter für seine Musikerkarriere sitzen ließ. Doch Miguel will Musiker werden und es allen bei einem Talentwettbewerb beweisen. Doch als er die Gitarre seines ebenfalls lange verstorbenen Idols dafür ausborgen will, versetzt ihn diese Tat plötzlich in die Welt der Toten. Hier bereiten sich alle auf den Tag der Toten vor, den einen Tag, an dem sie das Reich der Lebenden besuchen dürfen, wenn man sich denn an sie erinnert. Miguel muss nun nicht nur einen Weg zurück in seine Welt finden, er will zudem beweisen, dass seine musikalische Veranlagung alles andere als ein Zufall ist. Doch viel Zeit bleibt ihm nicht, denn nach Sonnenaufgang müsste er für immer dort bleiben.

Review

Pixar muss gar nicht mehr mit revolutionären Techniken überzeugen, wie auch bei „Alles steht Kopf“ muss nur die richtige Geschichte her. Dabei erscheint einem die in Mexiko angesiedelte Geschichte zunächst nicht unbedingt vertraut mit all ihren traditionellen Riten. Doch das macht den Film gerade aus. Denn obwohl man sich vielleicht nicht sofort wiedererkennt, sind die zentralen Botschaften zu Familie, Musik und Zusammenhalt absolut universell, das Setting mit der Welt der Toten bietet so aber auch genug fantastischen Charakter, um nicht zu bodenständig daher zu kommen.

Doch schon die verschrobenen Charaktere in der Welt der Lebenden machen Spaß, Miguels Familie voller Schuster und Musikhasser ist schon eine Gruppe für sich, Miguel sofort ein Sympathiecharakter, dessen Begeisterung für Musik trotz seiner Familiengeschichte ein wichtiges Stück von ihm selbst ist, dass er eben nicht einfach unterdrücken kann. Ganz klar dreht der Film dann in der Welt der Toten erst richtig auf. Der morbide Charme der vielen Skelette, deren Existenz letztendlich davon anhängt, ob man sich in der Welt der Lebenden noch an sie erinnert, was auch dort zu einer Art Zweiklassengesellschaft geführt hat, nimmt einen schnell in Beschlag.

Dabei ist „Coco“ gar kein echter Überflieger, die Mischung aus einer gefühlvollen Grundhandlung, gemischt mit vielen verrückten Einfällen, tollen Musikeinlagen und gut platzierten Gags ist einfach rund. „Coco“ ist ein schöner Film für die Vorweihnachtszeit, ein Familienfilm, eine schöne Geschichte über das Leben und den Tod.

Fazit

Pixar schafft es endlich wieder, aus einer mexikanischen Tradtion, einem Schwung Familiengefühl, einer schönen Prise Musik und ganz viel morbiden Einfällen einen tollen Animationsfilm für die ganze Familie abzuliefern.

Bildergalerie


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