„Daddy’s Home 2“ – Ämusante Fortsetzung mit Weihnachtsfeeling!

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Wenn eine komplizierte Familiensituation noch komplizierter werden soll, holt man einfach eine zusätzliche Generation dazu, das hat schließlich schon bei „Meine Frau, unsere Kinder und ich“ gut funktioniert. Das dachte man sich auch bei der Fortsetzung der Komödie „Daddy’s Home – Ein Vater zuviel“, wo das Mega-Weichei von Stiefvater in Form von Will Ferrell mit dem coolen biologischen Vater Mark Wahlberg um die Gunst des Nachwuchses buhlte. Auch wenn Will Ferrells bekannt kindische Performance insgesamt wieder etwas grenzwertig war, funktionierte der Humor letztendlich aufgrund des guten Zusammenspiels mit Mark Wahlberg dann doch irgendwie. Jetzt kehren wir in die Welt der „Co-Daddies“ zurück und dürfen nicht nur John Lithgow als ebenfalls sehr überdrehten Vater von Ferrells Charakter und Mel Gibson (!) als sarkastisch fiesen Dad von Wahlberg mit im Team begrüßen. Zusammen bietet die Großfamilie einen Weihnachtstrip, der teilweise schon fast eine Konkurrenz zu den Griswolds in „Schöne Bescherung“ darstellt.

Inhalt

Eigentlich haben sich Brad (Will Ferrell) und Dusty (Mark Wahlberg) gut damit arrangiert, dass Dustys biologische Kinder von ihm und Brad, dem neuen Mann ihrer Mutter, aufgezogen werden, auch wenn der überfröhliche und übervorsichtige Brad und der draufgängerische Dusty beide oft recht unterschiedliche Vorstellungen haben. Doch an Weihnachten sollen alle Familienmitglieder zusammen feiern, da sind sich alle einig, doch dann gesellen sich zu dem problemgeladenen Trupp um Brad und Dustys Exfrau Sara (Linda Cardellini) mit den beiden Kindern von Dusty und ihrem gemeinsamen Kind auf der einen und Dusty mit seiner neuen Lebensgefährtin und ihrer Tochter auf der anderen Seite noch zwei weitere Väter hinzu. Während Brads ebenso spießig und überdreht daherkommender Vater (John Lithgow) sich trotz Abwesenheit seiner Frau in die Weihnachtsstimmung einbringen will, lässt Dustys machomäßiger Fiesling von Vater (Mel Gibson) keine Chance aus, um alle gegeneinander auszuspielen.

Review

Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Fortsetzung dieses Klamauks tatsächlich mehr als der erste Teil unterhalten könnte. Das liegt aber an drei unterschiedlichen Aspekten. Zum einen spielt Will Ferrell zwar weiterhin nah am Limit des nervlich zu ertragenden, bekommt aufgrund der Vielzahl an Charakteren aber dann doch etwas weniger Möglichkeiten zu überdrehen, und wenn er es tut, fügt es sich doch gut in die Handlung ein. Zweitens ist Mel Gibson einfach großartig, obwohl er so ein Macho, so ein Angeber und so ein intriganter Sack ist, muss man ihn einfach mögen. Er und John Lithgow geben der Handlung einen Neuanstrich, der dem Film wirklich gut tut. Und zuletzt passt der Film einfach großartig in die Vorweihnachtszeit, es geht um Familie, um den hoffnungslosen Versuch, das vorprogrammierte Familienfestdesaster nicht zu seinem solchen werden zu lassen. Natürlich geht hier alles daneben und letztendlich eben irgendwie doch nicht, denn irgendwie haben sich alle Väter, Opas, Partner, Kinder und Stiefkinder eben doch lieb und wollen die Konflikte gar nicht.

„Daddy’s Home 2“ bietet eine tolle Ladung Slapstick, einen wirklich amüsanten Cast und nicht zuletzt einen schönen Schwung Weihnachtsfeeling. Ein netter Klamaukfilm, der mal nicht nur weh tut.

Fazit

Will Ferrell und Mark Wahlberg unterhalten erneut als Co-Daddies, aber dieses Mal zusammen mit ihren Vätern in Form von John Lithgow und Mel Gibson. Das funktioniert prächtig und macht den Film zu einem schönen Weihnachtsfamilienfilm.

Bildergalerie


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