„Voldemort: Origins of the Heir“ – Eben nur ein Fanfilm!

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Ausgehungert klammert sich die „Harry Potter“-Fangemeinde an jede Kleinigkeit, so wird auch ein Fanfilm aus Italien derzeit über alle Maßen gehypt. Der knapp einstündige Film soll zeigen, wie Tom Riddle zum bösen Voldemort wird. Der Film ist handwerklich in Ordnung, was aber bei den heutigen Möglichkeiten nicht mehr der Maßstab ist, die Handlung hingegen zieht sich, wirklich spannend kommt der Film auch nicht daher und dass er wichtige Antworten liefern würde, ist auch nicht der Fall. Da kann man fast froh sein, dass die Macher aufgrund eines Rechtsstreits mit den Rechteinhabern der Filmreihe mit dem Film keinen Profit machen dürfen. Das wäre bei den anscheinend inzwischen völlig anspruchslosen Potter-Fans wohl auch hier kein Problem gewesen. Dann lieber auf den zweiten Teil der meiner Meinung nach auch völlig überbewerteten Reihe um die „Phantastischen Tierwesen“ warten, diesen Fanfilm durchzuhalten ist doch etwas anstrengend.

Inhalt

Tom Riddle gehört in Hogwarts einem Club von Erben der Hausgründer an, doch wirklich einfügen kann er sich nicht, immer wieder geraten die anderen mit dem arroganten Zauberschüler aneinander. Jahre später wird die Gryffindor-Nachkommin Grisha McLaggen in Russland gefangengenommen, als sie versucht, in den Besitz eines Tagebuchs von Riddle zu kommen. Bei einem Verhör erzählt sie von dem brutalen Mord an der Hufflepuff-Erbin Hepzibah Smith und ihrem Hauself, für den sie Tom Riddle verantwortlich macht. Doch der verfolgt einen ganz anderen Plan.

Review

Ja, es gibt sich bewegende Fotos und Plakate, kurze Ausflüg nach Hogwarts und in die Winkelgasse, die Horkrux-Thematik und viele andere Informationen aus den Büchern werden aufgegriffen, aber letztendlich ist der Film eher anstrengend als spannend und auch nicht wirklich informativ, denn der seltsame Hausgründer-Nachkommen-Club und das versteckte Tagebuch in Russland wollen sich irgendwie nicht wirklich in die Potter-Reihe einfügen. Dass die Darsteller erwartungsgemäß nicht besonders gut spielen, war zu erwarten, dass aber alle wohl auch kein Englisch sprachen und mehr recht als schlecht nachsynchronisiert werden mussten, sodass fast kein gesprochenes Wort auch nur ansatzweise lippensynchron wirkt, macht wirklich keinen Spaß.

Letztendlich habe ich trotz Gemecker Respeckt davor, dass Fans einen solchen Film überhaupt auf die Beine stellen können und optisch ist das auch alles ganz in Ordnung, der Hype um diesen kleinen Fanfilm ist aber mehr als übertrieben. Aus der Thematik hätte man echt viel rausholen können, das Ergebnis löst die vorher gemachten Versprechen aber nicht wirklich ein.

Wer sich trotzdem noch ein Bild davon machen will, kann den kompletten Film bei YouTube ansehen:

Voldemort: Origins of the Heir – An unofficial fanfilm (HD + Subtitles)

Fazit

Ein netter Fanfilm zur Vergangenheit von „Harry Potter“-Bösewicht Voldemort, der aber leider auch nur das Niveau eines Fanfilms hat und so den darum gemachten Hype absolut nicht verdient.

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