„Tomb Raider“ – Alicia Vikander ist nicht Angelina Jolie!

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Man kann vor allem über den zweiten alten „Tomb Raider“-Film geteilter Meinung sein, aber dass Angelina Jolie damals die perfekte Besetzung für die gut bestückte Actionabenteurerin Lara Croft war, bezweifelt wohl keiner. Mit Alicia Vikander versucht dieses Reboot nun eine ganz neue Richtung, die aber leider nur bedingt funktioniert. Die talentierte schwedische Schauspielerin ist bisher mit eher anspruchsvollen Rollen wie in „The Danish Girl“ oder „Ex Machina“ aufgefallen, daher war auch hier zu erwarten, dass auch hier schnell ein lukratives Mainstream-Angebot locken würde. Vielleicht ist Vikander als Schauspielerin für die Rolle einfach zu gut, so rennt und kämpft sie sich zwar souverän durch die Handlung, aber irgendwie fehlt einem doch die Abgebrühtheit, die Jolies Darstellung damals auszeichnete. Wenn Lara Croft hier in der letzten Einstellung endlich zum ersten Mal beidhändig ausgestattet mit dicken Waffen und einem riesigen Vermögen in der Tasche präsentiert, will einen das Franchise schon locken, dass es im nächsten Teil so richtig zur Sache gehen könnte, das zeigt aber noch mal, dass es das hier eben leider noch nicht getan hat. Wer einen vollbusigen Actionstar in einer rasanten „Indiana Jones“-Handlung erwartet, wird hier doch eher enttäuscht.

Inhalt

Die junge Lara Croft (Alica Vikander) könnte ein riesiges Vermögen und die Leitung eines großen Firmenimperiums erhalten, wenn sie ihren seit sieben Jahren verschollen Vater (Dominic West) endlich für tot erklären würde, stattdessen hält sie sich aber mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Als sie sich dann doch zum Unterzeichnen der Papiere drängen lässt, findet sie im Nachlass ihres Vaters Hinweise auf dessen mögliche letzte Mission zu einem mystischen Grab in Japan. Dort angekommen gerät sie mehrfach in lebensgefährliche Situationen, denen sie nur dank ihrer Intellgenz und Schnelligkeit entkommen kann. Immerhin erfährt sie etwas über den Verbleib ihres Vaters und seine Beweggründe, doch Lara muss sich entscheiden, ob sie seinem Pfad wirklich folgen will.

Review

Die Computerspiele der „Tomb Raider“-Reihe um die Action-Archäologin Lara Croft sind seit den 90ern absolute Klassiker, auch die beiden Verfilmungen mit Angelina Jolie waren große Erfolge. Ein Reboot war daher nur eine Frage der Zeit und da den originalen Spielen auf auf Computerseite so einige Neuanfänge und Änderungen folgten, war zu erwarten, dass man auch im Kino neue Wege gehen würde. Mit Alicia Vikander konnte man zwar eine talentierte, vielversprechende Hauptdarstellerin gewinnen, doch so richtig will sie sich nicht in die Rolle der Lara Croft einfügen. Auch die Handlung setzt zwar auf einige rasante Momente, die auch gerne mal im Stil der Spiele inszeniert werden, der Plot selber kann einen allerdings weder fesseln noch wirklich überraschen. So kann man „Tomb Raider“ zwar nett anschauen, hat ihn aber sehr schnell wieder verdrängt, nichts will sich wirklich einprägen. Das darf man keinesfalls Vikander ankreiden, sie keucht und rennt und springt, so viel sie kann, wirkt aber leider zu mädchenhaft, bei Lara Croft erwartet man eben doch eine toughe Frau.

Auch wer jetzt auf mystische Dinge und Abenteuerfeeling wie bei „Indiana Jones“ hofft, wird nicht so richtig fündig. Alle Mysterien rund um eine japanische Totengöttin werden Stück für Stück als nicht ganz so mythisch entlarvt, ein wenig Übernatürliches hätte hier vielleicht auch mehr Spaß gemacht. Der Film scheint bewusst nur als Prolog für ein kommendes Franchise funktionieren zu wollen, das den Grundstock für ein paar krasse Action-Fortsetzungen legt, aber das hätte gar nicht not getan, viel lieber hätte man gleich in die Vollen gehen sollen.

Fazit

Alicia Vikander mag vielleicht die bessere Schauspielerin sein, trotzdem bleibt Angelina Jolie die bessere Lara Croft, so kann das „Tomb Raider“-Reboot leider nicht so richtig an Fahrt gewinnen und lässt einen mit einer müden Hoffnung auf einen besseren zweiten Teil zurück.

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