„Deadpool 2“ – Wenig überzeugende Fortsetzung!

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Man kann gerne zugeben, dass der erste Teil von „Deadpool“ eine originelle neue Herangehensweise an die Marvel-Welt und das „X-Men“-Universum geboten hat, auch wenn das ständige Zotengelaber und die Gewalt schon an die Grenzen des Erträglichen gingen. Die Fortsetzung setzt natürlich auch auf den ununterbrocheen Sprüche klopfenden Ryan Reynolds, Gewalt und viel Humor unter der Gürtellinie, aber das ist eben nichts Neues mehr und die Handlung des zweiten Teils kann auch nur bedingt überzeugen. Das ständige Durchbrechen der vierten Wand und die ironischen Abrechnungen mit „Logan“, „Wolverine“ und „Green Lantern“ sorgen sicher für einige herrlich absurde Momente, aber wen der erste Teil schon nicht überzeugen konnte, der wird hier auch nicht zum Fan werden.

Inhalt

Obwohl Deadpool (Ryan Reynolds) seine Superkräfte inzwischen gezielt gegen fiese Schurken einsetzt, wirft ihn ein Schicksalsschlag völlig aus der Bahn. Seine Kumpels Colossus (Stefan Kapicic) und Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand) versuchen ihn zu überzeugen, Mitglied der X-Men zu werden, doch das klappt mit dem Regeln hassenden Deadpool so gar nicht. Als er jedoch den jungen Mutanten Russell (Julian Dennison) kennenlernt, der nicht nur aufgrund seiner Frustration zum Bösewicht zu mutieren droht, sondern auch noch einen Killer aus der Zukunft namens Cable (Josh Brolin) im Genick sitzen hat, will Deadpool ihn unbedingt retten. Dafür gründet er seine eigene Crew, die X-Force, die sich allerdings fast ausschließlich aus Versagern zusammensetzt und so nicht unbedingt hilfreich ist.

Review

Wenn ich mir schon ein paar mehr Zoten und Gewaltszenen wünsche, scheint der zweite Teil von „Deadpool“ einierseits nicht genug originelle Neuansätze zu bieten, sondern nicht mal den Level des ersten Teils zu treffen. So zieht sich die Handlung und auch die Witze treffen nur bedingt ins Schwarze. Am witzigsten ist die Fortsetzung immer dann, wenn die vierte Wand durchbrochen wird, also wenn Deadpool Kommentare bringt, die auf Wissen außerhalb der Filmhandlung basieren, also böse Kommentare über sich als Darsteller Ryan Reynolds oder auch gerne über die X-Men-Schauspieler Hugh Jackman oder Patrick Stewart bringt, oder Josh Brolin auch mal als Thanos betitelt. Selbstverständlich gibt es auch einige richtig gute Sprüche und Gags, aber eben leider nicht in der Mehrheit. Das gilt auch für die Actionszenen, die im ersten Teil noch interessanter choreografiert waren. EIn echtes Highlight sind allerdings die Szenen im Abspann, die gerade mit Reynolds‘ Schauspielsünden auf ihre ganz eigene Art ins Gericht gehen und so quasi sogar einen Fehler in der „X-Men“-Filmreihe korrigieren.

Die eingefleischten Fans werden sicher auf ihre Kosten kommen, aber da mich schon der erste Teil nicht überzeugen konnte, hat das auch der zweite Teil nicht geschafft. Ob das Spin-Off zur „X-Force“ da noch Potential bietet, kann ich dann leider auch nur bezweifeln.

Fazit

Die Fortsetzung des überdrehten Superhelden hat zwar einige gute Gags zu bieten, aber insgesamt schafft der Film es nicht mal, den Level des ersten Teils zu erreichen. Für Fans sicher ein Schenkelklopfer, für alle anderen auch nicht überzeugender als der erste Teil.

Bildergalerie


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Ein Kommentar

  1. Nachdem ich mir jetzt noch mal den gerade auf Blu-ray erschienenen „Super Duper Cut“ des Films angesehen habe, muss ich zugeben, dass ich dieses Mal irgendwie besser unterhalten wurde. Das lag sicher auch an den vielen überdrehten neuen Szenen. Doch damit hat sich der Film mal eben von meiner Flopliste geschlichen!

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