„Ant-Man and the Wasp“ – Großes und Kleines in rasanter Form!

nur miesschlechtfast mittelmäßigmittelmäßigfast gutgutfast sehr gutsehr gutfast einzigartigfast einzigartig   5,50 (2 Stimmen)
Loading...

Nachdem man im MCU mit dem großen Knaller am Ende von „Avengers 3“ erst mal allein gelassen wurde, schickt Marvel nach einem soliden, aber wenig denkwürdigen ersten Teil seinen „Ant-Man“ noch mal in allen erdenklichen Größen auf die Leinwand. Die Handlung spielt bis auf eine Postcredit-Szene vor dem Kampf mit Thanos und steht wie schon der erste Teil bis auf ein paar Bezüge zu den Ereignissen in „Captain America: Civil War“ ziemlich eigenständig da. Allerdings bietet auch der zweite Teil kaum eine wirkliche Story und konzentriert sich fast ausschließlich auf Humor, Action und amüsante Einfälle mit vergrößerten oder verkleinerten Personen und Gegenständen, die immerhin sehr anschaulich in Szene gesetzt wurden. Somit ist „Ant-Man and the Wasp“ ein MCU-Film zum Luftholen, aber so auch einer der unwichtigsten aus dem Franchise.

Inhalt

Scott Lang (Paul Rudd) ist sein erstes Abenteuer mit den Avengers nicht gut bekommen, er wurde verhaftet und unter Hausarrest gestellt, zudem haben sich auch Dr. Hank Pym (Michael Douglas) und seine Tochter Hope (Evangeline Lilly) von ihm abgewendet, der er ihre Technik ohne Absprache genutzt und für alle sichtbar eingesetzt hat. Doch kurz vor Ablauf seines Hausarrests empfängt Scott plötzlich seltsame Botschaften aus dem subatomaren Raum, die in Verbindung zu Hopes vor vielen Jahren verschollener Mutter Janet (Michelle Pfeiffer) zu stehen scheinen. Zusammen mit Pym und Hope startet er eine gefährliche Rettungsmission, muss aber den Schein des Hausarrests wahren, böse Gangster abschütteln und sich gleichzeitig mit einem mysteriösen Wesen namens Ghost (Hannah John-Kamen) herumschlagen. Zum Glück kann er erneut als Ant-Man mit einem Spezialanzug seine Größe beliebig verändern und bekommt erneut Unterstützung von der inzwischen auch deutlich besser ausgestatteten Hope alias Wasp.

Review

Wer den ersten Teil schon mochte, der wird hier auch nicht enttäuscht. Nach viel Pathos und Tiefgang in „Avengers 3“ tut ein recht unbeschwerter Film wie dieser dem MCU durchaus auch gut, aber obwohl die Spielereien mit den Größen und die Gags durchaus funktionieren und Spaß machen, fällt eben doch auf, dass dem Film eine wirklich tragende Grundhandlung fehlt und er letztendlich eigentlich nur so vor sich hinplätschert. Wer nicht mehr erwartet, der kann sich trotzdem gut zurücklehnen und einfach die Show genießen, die durchaus amüsanten Momente von Paul Rudd und vor allem Michael Peña mitnehmen und sich über die wohl abgedrehteste Verfolgungsjagd mit ständig wechselnden Größenverhältnissen freuen. Der Cast spielt solide, aber auch nicht herausragend, die Neuzugänge Michelle Pfeiffer, Laurence Fishburne und Hannah John-Kamen bekommen leider keine wirklich interessanten Parts, um wirklich in dem Film zu bewegen. Man weiß ja schon, dass Marvel in den nächsten Filmen noch mehr Gebrauch von digital verjüngten Charakteren machen wird, so wird diese Karte auch hier wieder ausgespielt, um Michael Douglas, Michelle Pfeiffer und Laurence Fishburne in eine einige Jahrzehnte jüngere Version zu verwandeln.

Wer übrigens gehofft hatte, die entscheidenen Hinweise zum heiß erwarteten „Avengers 4“ zu erhalten, wird größtenteils enttäuscht. Der Film holt am Ende zwar die Zeitlinie ein und bietet auch ein paar dezente Andeutungen, wie Ant-Man daran beteiligt sein könnte, den von Thanos angerichteten Schaden wieder gut zu machen, aber eben nicht wirklich direkt. Das Warten und Rätseln geht also erst mal weiter.

Also heißt es hier auch wieder nur: Kopf aus, Zurücklehnen und die Fahrt genießen!

Fazit

Auch der zweite Teil von „Ant-Man“ gehört nicht unbedingt zu Highlights des MCU, bietet aber trotzdem genug Humor, Action und verrückte Einfälle, um genug unterhalten zu können.

Bildergalerie


Verwandte Artikel

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.