„Christopher Robin“ – Winnie Puuh und das Erwachsenwerden!

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Wenn ich nicht erst vor kurzem „Goodbye Christopher Robin“, ein Biopic über die traurige Wahrheit über den „echten“ Christopher Robin, gesehen hätte, dann hätte mich diese seichte Disney-Produktion vielleicht mehr überzeugen können. So bleiben „Christopher Robin“ zwar einige wirklich putzige Momente und ein paar schöne Botschaften über das Erwachsenwerden und den Umgang mit geliebten Menschen bzw. Wesen. Der Film ist nett, für Kinder streckenweise vielleicht etwas zu depressiv, aber so richtig ins Gedächtnis spielt er sich nicht. Da können auch Ewan McGregor, Haylay Atwell und Mark Gatiss nicht viel rausholen. Für Kinder, die mit „Pu dem Bären“ groß geworden sind, werden hier vielleicht ein paar Erinnerungen wach, aber auch wenn es im letzten Drittel mal etwas schneller durch London geht, hat man das Gefühl, das kürzlich bei „Paddington 2“ in besserer Form gesehen zu haben.

Inhalt

Als Kind musste er ins Internat und ließ so den Bären Winnie Puuh und dessen Freunde im Hundertmorgenwald zurück. Jetzt ist Christopher Robin (Ewan McGregor) erwachsen, vernachlässigt für einen miesen Job und einen gemeinen Chef (Mark Gatiss) sogar seine Frau Emily (Hayley Atwell) und seine Tochter Madeline (Bronte Carmichael), von denen er sich immer mehr entfremdet. Winnie Puh hingegen wartet seit einigen Jahrzehnten auf die Rückkehr seines Freundes, als er plötzlich einen Weg in die reale Welt findet. Während Christopher Robin zunächst überhaupt nicht mit der trotteligen, langsamen Art des Bären klar kommt und nur versucht, ihn wieder in den Hundertmorgenwald abzuschieben, wird ihm mit der Zeit immer mehr bewusst, wie wenig vom Glück und Spaß seiner Kinderzeit überhaupt übrig geblieben ist.

Review

„Christopher Robin“ ist ein typischer Disneyfilm mit ein wenig Tiefgang, putzigen Tieren und einem wohligen Happyend voller Familienfreude, Freundschaft und gewonnener Weisheit. Der Weg dahin ist nicht zuletzt aufgrund der mitunter doch etwas anstrengenden Art von Winnie Puuh doch etwas zäh, wenn auch mit einigen sympathischen Einfällen gespickt. Irgendwie ist einem aber klar, worauf es hinausläuft, es gibt keine wirklichen Überraschungen, der Film läuft so gradlinig durch wie er danach vermutlich auch vergessen wird. Die besten Momente hat wohl noch der depressive Esel „I-Aah“.

Und was hat das Biopic jetzt damit zu tun? Wenn man weiß, wie bitter das Leben des „echten“ Christopher Robin verlaufen ist, der am Ruhm und den Fankult um den Bären fast zerbrochen ist, dann kann man diese nette Version eben nicht so richtig ernst nehmen. Für Erwachsene etwas zu kitschig und einfach, für Kinder etwas zu traurig und langweilig, „Christopher Robin“ kann man sehen, muss man aber nicht.

Fazit

Fans von Winnie Puh wird vermutlich auch bei dieser Disney-Fortsetzung des Kinderbuchklassikers das Herz aufgehen, alle anderen können sich nett berieseln lassen, aber vermutlich nicht wirklich begeistern.

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