„Venom“ – Tom Hardy und der Alien-Symbiont!

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Für Comicfans ist Venom vermutlich mehr als die maue Alienversion aus Sam Raimis „Spiderman 3“, aber für mich war die Erwartungshaltung schon vorab nicht so groß. Doch dann brach der Film nach dem Start alle Besucherrekorde und ich hoffte doch auf solide Unterhaltung mit toller Action. Aber Marvel ist eben nicht Marvel, und Sony scheint abseits des MCU bei weitem nicht den Level des Franchises erreichen zu können. „Venom“ hat zwei einen überdrehten Tom Hardy, der wirklich alles gibt, aber gegen die wenig originelle, langweilige Handlung voller überzogener CGI-Action kann auch er nicht anspielen. Was die Leute gerade so massenweise ins Kino zieht, weiß ich nicht. Das MCU hat sicher auch hier und da seine Schwächen, ist diesem Marvel-Nebenprodukt aber weit überlegen.

Inhalt

Reporter Eddie Brock (Tom Hardy) ist bekannt dafür, dass er üble Machenschaften aufdeckt, doch als er Dr. Carlton Drake (Riz Ahmed) von der Life Foundation bei einem Interview und Rückfragen zu einer fehlgeschlagenen Weltraummission in die Enge treibt, kostet ihn das nicht nur den Job sondern auch noch seine Beziehung mit Anne (Michelle Williams). Doch dann bekommt er einen anonymen Tipp, dass die Life Foundation mit Unschuldigen lebensgefährliche Experimente mit außerirdischen Symbionten durchführt. Doch als Eddie sich ein Bild davon machen will, wird er selber von Venom, einem der Symbionten übernommen.

Review

Wie schon bei den letzten DC-Filmen fragt man sich auch hier, wieso es immer noch Filmemacher gibt, die vergessen haben, dass man auch bei Comicverfilmungen aus dem 08/15-Schema ausbrechen kann und mehr als nur billige Action, ein paar maue Sprüche und übertriebene Effekte bieten kann. Leider lässt sich auch „Venom“ auf diese Dinge reduzieren. Obwohl „Deadpool“ und „Logan“ gezeigt haben, dass Comic-Filme nicht unbedingt jugendfrei sein müssen, nutzt „Venom“ trotz der brutalen Vorlage auch diese Möglichkeit nicht. Hier wird zwar auch Leuten der Kopf angebissen und Ähnliches, aber letztendlich dann doch wieder so harmlos, dass eine Jugendfreigabe nie gefährdet war.

Dabei sind Tom Hardy und Michelle Williams nun nicht unbedingt schlechte Schauspieler, sie können aber eben auch nicht mehr bieten, als man ihnen an Möglichkeiten gibt. Das macht bei Tom Hardy, gerade bei seinen Zwiegesprächen mit dem Symbionten, schon hier und da Spaß, aber auch der Humorfaktor kann insgesamt nicht wirklich überzeugen.

Vielleicht hätte der Film in den 90ern noch überzeugen können, heute ist er im Vergleich mit seiner wirklich riesigen Konkurrenz alles andere als ein Highlight. Keine originellen Ideen, keine Momente, Gags oder Actionszenen, die wirklich im Gedächtnis bleiben. „Venom“ ist ein durchschnittlicher Comicfilm, den man schauen kann, aber es ganz sicher nicht muss. Aber eine Fortsetzung wird uns wohl nicht erspart bleiben.

Fazit

„Venom“ hätte eine coole, brutale Comicverfilmung abseits des MCU werden können, doch außer einem überdrehten Tom Hardy hat der Film nichts zu bieten, was man in einem anderen Comicfilm nicht schon deutlich besser gesehen hätte.

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