„The Happytime Murders“ – Muppets für Erwachsene!

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Dass man mit Sex und Gewalt rund um Muppet-ähnliche Puppen einen amüsanten Streifen für Erwachsene drehen kann, hat Peter Jackson mit „Meet The Feebles“ schon 1991 vorgemacht, damals noch mit sehr kleinem Budget. Wenn nun Brian Henson, Sohn des „Muppets“-Erfinders Jim Henson, selber auf dem Regiestuhl Platz nimmt und in gewisser Weise sogar auf den „echten“ Fundus der „Muppets“ zugreifen kann, dann hätte da echt was draus werden können. Doch schon die Besetzung von Komödienniete Melissa McCarthy ließ nichts Gutes mehr hoffen. Das Ergebnis verliert sich dann leider außer ein paar originellen Einfällen in völlig platten Gags voller Sex und Gewalt.

Inhalt

Einst waren Puppe und Privatdetektiv Phil Philips (Bill Barretta) und die Polizisten Connie Edwards (Melissa McCarthy) Partner, jetzt können sie sich nicht mehr ausstehen. Doch als ein Mörder anfängt, Stars aus der alten TV-Show „The Happytime Gang“ zu ermorden, zu den auch Phils Bruder und seine menschliche Ex-Freundin Jenny (Elizabeth Banks) gehören, müssen die beiden wieder zusammenarbeiten, doch sowohl bei den Puppen als auch bei den Menschen gibt es eine Menge Ablehnung den anderen gegenüber, die die Ermittlungen nicht leichter machen.

Review

Da klingt am Anfang ein wenig Rassismus-Thematik an, dann kommen ein paar witzige Ideen wie in Connies Körper eingepflanzte Puppenniere, die sie anteilig auch zur Puppe macht und so einige andere originelle Einfälle. Aber darauf geht der Film bald nicht näher ein, denn wenn man stattdessen zwei Puppen wild vögeln und den Typen danach minutenlang Puppensperma versprühen lassen kann, dann scheint das dem Film doch wichtiger zu sein. So dümpelt die Handlung weiter vor sich hin, obwohl Sex und Gewalt maximal ausgespielt werden, sind wenige wirklich amüsante Momente dabei, die den Film zu etwas Besonderem werden lassen.

Durch die Klage der „Sesamstraße“ bekam der Film vorab die perfekte Werbung, machte mit dem dämlichen Untertitel „Kein Sesam, nur Straße!“ noch mal klar, dass man hier bewusst am Saubermann-Image der Kinderserie kratzen wolle, aber das Ergebnis ist leider nur Mittelmaß und bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Und um das noch mal klarzustellen, man hätte auch mit gelungenen Gags unter der Gürtellinie überzeugen können, aber das hat hier eben nicht hingehauen.

Fazit

Brian Henson hat es leider nicht geschafft, mit den „Muppet“-Puppen eine guten Erwachsenenfilm zu drehen, zu mau ist die Handlung und zu platt sind die Gags. Da hätte man mehr draus machen können.

Bildergalerie


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