„Das Haus der geheimnisvollen Uhren“ – Netter Fantasy-Grusel!

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Filme, in denen vom Schicksal geplagte Kinder plötzlich in eine übernatürliche Welt eintauchen und dort ihre wahren Stärken entdecken, können nicht erst seit „Harry Potter“ fesseln. Horrorregisseur Eli Roth schickt dieses Mal einen kleinen Jungen in eine Welt voller dunkler Magie los, um zusammen mit Jack Black, der gerade erst letztes Jahr mit „Gänsehaut“ in einem anderen Kinderorrorfilm überzeugte, und Cate Blanchett los, um den fiesen Hexenmeister Kyle MacLachlan zu stoppen. Das ist zwar an vielen Stellen nicht zuletzt dank der guten Schauspieler recht unterhaltsam, insgesamt aber doch irgendwie nicht ganz rund. Hier wurde das Potential bei weitem nicht ausgeschöpft.

Inhalt

Der junge Lewis (Owen Vaccaro) zieht nach dem Tod seiner Eltern zu seinem merkwürdigen Onkel Jonathan (Jack Black) in ein noch merkwürdigeres Haus. Nach einigen mysteriösen Vorkommnissen weihen Jonathan und seine Nachbarin Mrs. Zimmermann (Cate Blanchett) ihn in ein Geheimnis ein: Sie sind Hexenmeister und das Haus wurde vom bösen Hexer Isaac Izard (Kyle MacLachlan) vor seinem Tod mit dunkler Magie belegt hat, die eine Gefahr für die ganze Menschheit darstellen könnte. Doch nachdem Lewis selber große Fortschritte beim Erlernen der magischen Kräfte macht, begeht er einen folgenschweren Fehler.

Review

Dass der Film irgendwie nicht voll funktioniert, liegt nicht an den Darstellern. Jack Black und Cate Blanchett zicken so toll wie ein altes Ehepaar, dass es eine Freude ist. Kyle MacLachlan ist herrlich abgedreht und Owen Vaccaro bietet eindeutig mehr Sympathie- als Nervfaktor. Vielleicht liegt es daran, dass Eli Roth doch eher für harten Horror zuständig ist und nicht so richtig weiß, wie er diesen für eine jüngere Zielgruppe aufbereiten soll. So zieht er dieses Mal vom Grusel her bewusst nicht alle Register, setzt eher auf böse Kürbisköpfe als fiese Monster. Und doch wirken die etwas platten Gags oft recht deplatziert, auch die magischen Möglichkeiten werden etwas inkonsequent ausgespielt.

Der Film versagt aber keinesfalls wie „Das Zeiträtsel“, wird sich aber auch nicht einprägen wie „Hugo Cabret“ oder „Die Geheimnisse der Spiderwicks“. Man kann sich den Film durchaus anschauen, nicht zuletzt wegen Black, Blanchett und MacLachlan, trotzdem merkt man schnell, dass aus den Möglichkeiten mehr rauszuholen gewesen wäre. Eine Fortsetzung ist daher auch nicht notwendig, aus dem Black/Blanchett-Gespann könnte man aber schon noch was machen.

Fazit

Jack Black und Cate Blanchett machen Spaß, der Kinder-Fantasy-Horrorfilm bleibt leider trotzdem hinter seinen Möglichkeiten zurück.

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