„Der Grinch“ – Grüner Weihnachtshasser mit Ottos Stimme!

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Ich war als Kind ein großer Fan von Otto Waalkes, aber schon bei „Ice Age“ war ich nicht so begeistert von seiner unverkennbaren Synchronstimme. Nun könnte man sagen, dass bei „Horton hört ein Hu“, einer wirklich besonderen Verfilmung eines der Werke von Dr Seuss, die Stimme von Christoph Maria Herbst auch unverkennbar gewesen wäre, aber das ist bei „Der Grinch“ doch noch was anderes, denn wenn der grüne Weihnachtshasser das typische Otto-Lachen erklingen lässt, merkt man, dass der deutsche Verleih ganz bewusst einen neuen „Otto“-Film vermarkten wollte, was in meinen Augen hinsichtlich Benedict Cumberbatch als originale Synchro so gar nicht passen will. Aber auch der Film selber kommt neben einigen amüsanten Einfällen nicht wirklich aus dem Mittelmaß heraus. Wenn man die Stimme von Otto erträgt, kann man den Film nett wegschauen, ein neuer Weihnachtsklassiker ist es aber nicht geworden.

Inhalt

Der Grinch (Otto Waalkes) ist ein grünes Wesen, das außerhalb der Stadt lebt und vor allem die Weihnachtszeit hasst. Da diese von den in der Stadt lebenden Hus aber besonders zelebriert wird, will der grüne Griesgram dieses Jahr den fröhlichen Leuten eins auswischen und ihr fröhliches Fest boykottieren. Doch dabei klappt nicht alles so wie geplant. Vor allem ein kleines Mädchen und ihre Freunde kommen mit einem anderen Plan dem Grinch in die Quere.

Review

Die Realverfilmung von Jim Carrey aus den 90ern war sicher speziell, aber die neue animierte Version stellt leider keine perfekte Umsetzung dar. Zwar wissen die Macher von „Ich – Einfach unverbesserlich“ ganz klar, wie man Situationskomik gezielt einsetzt, aber trotzdem entwickelt sich „Der Grinch“ nicht zur großen Lachgarantie. Es sind vor allem die kleinen Bosheiten des Grinchs und natürlich die Tiere in seinem Umfeld, die für amüsante Momente sorgen, aber insgesamt ist nicht wirklich viel von dem Film bei mir hängen geblieben. Was aber wie bereits angsprochen auch daran gelegen haben mag, dass sich Ottos Stimme für mich die ganze Zeit wie ein Fremdkörper angefühlt hat. Wenn man bei einem Film, bei dem die Macher ganz bewusst die düstere, grollende Stimme von „Sherlock“ Benedict Cumberbatch einsetzen, dann ist ein gackernder Otto kein passendes Gegenstück, egal wie tief und missmutig er zu sprechen versucht. Man wartet nur auf den Moment, wo der Grinch „Drunt im Tal ja da sitzt das kleine Grinchili“ anstimmt.

Vielleicht gönne ich mit irgendwann zu Weihnachten mal die Originalfassung und gebe dem Film eine zweite Chance. So schaue ich lieber noch mal „Horton hört ein Hu“ und freue mich über Liebhabtier Katie!

Fazit

Eine nette Neuverfilmung, die in meinen Augen durch die zu besetzte Stimme von Otto mehr verliert als sie gewinnt. Als Weihnachtsfilm für nebenbei in Ordnung, in der deutschen Version eindeutig zu viel Otto und zu wenig eigenständiger Grinch!

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