„Aquaman“ – DC-Wassermann macht auf Marvel!

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Eigentlich hatte DC eine ähnliches Kino-Universum wie Marvel schaffen wollen, doch der düstere Stil mit dem finalen Tiefpunkt „Justice League“ erzielte keineswegs den gewünschten Erfolg. Nachdem ausgerechnet „Wonder Woman“ der erste Lichtblick wurde, wollte man bei „Aquaman“ auch einen anderen Weg einschlagen. So kommt der Wassermann aus Atlantis bunt und actionreich daher, immer mit einem coolen Spruch auf den Lippen und viel Platz für Situationskomik. Kommt einem bekannt vor? Stimmt! Irgendwie nähert sich DC mit diesem Film extrem nah an das MCU an, was einerseits dafür sorgt, dass der Film deutlich mehr Unterhaltungspotential bietet, andererseits verliert DC damit das letzte Potential, etwas eigenes zu erschaffen. So macht „Aquaman“ zwar unterm Strich deutlich mehr Spaß und bietet nette Unterwasser-Action und coole Meereswesen, aber irgendwie schafft es auch dieser Film nicht, dass einem der Held nicht mehr egal ist. „Aquaman“ plätschert bunt vorbei, nimmt einen nett mit und ist danach genauso schnell wieder vergessen.

Inhalt

Nachdem er mit anderen Superhelden die Welt gerettet hat, nutzt Arthur Curry alias Aquaman (Jason Momoa) seine Fähigkeiten für diverse Rettungskationen. Als Sohn seines menschlichen Vaters Tom Curry (Temuera Morrison) und als Erstgeborener seiner Mutter Atlanna (Nicole Kidman), Königin von Atlantis, hätte er eigentlich den Anspruch auf den dortigen Thron, doch da er darauf keinen Wert legt, regiert dort sein Halbbruder Orm (Patrick Wilson). Als dieser jedoch bewusst einen Krieg mit der „Oberwelt“ provozieren will, versuchen die Atlanterin Mera (Amber Heard) und Vulko (Willem Dafoe), der Arthur in seiner Kindheit auf Wunsch von dessen Mutter trainierte, diesen davon zu überzeugen, seinen Anspruch geltend zu machen, um so die Menschen vor dem Angriff der Meeresvölker zu beschützen. Gleichzeitig mischt sich Black Manta (Yahya Abdul-Mateen II) ein, ein Pirat, der mit Aquaman noch eine Rechnung offen hat und dank atlantischer Technik zu einem gefährlichen Gegner wird.

Review

Ja, der Film hat ganz klar nicht so genervt wie „Man of Steel“, „Batman V Superman“ oder „Justice League“. Ein wenig Unterwasseraction hier, ein wenig „Indiana Jones“ da, garniert mit fetzigen Monstern und einem Macho-Helden, der immer einen coolen Spruch auf den Lippen hat. Aber genau da liegt schon ein kleines Problem, Jason Momoa kommt eben vorrangig als Macho rüber, wirkliche Tiefe bringt er nicht mit, DC schafft es so wieder nicht, dass einem ein DC-Held oder sein Schicksal wirklich was bedeutet. „Thor“ ist auch ein Schnacker, „Iron Man“ und „Doctor Strange“ sind absolute Egomanen und trotzdem ist einem ihr Schicksal nicht egal. Bei „Aquaman“ plätschert man einfach mit, das macht wie gesagt auch in vielen Momenten Spaß, aber so richtig mitreißen tut es dann doch nicht. Da helfen auch Stars wie Amber Heard, Willem Dafoe, Patrick Wilson, Nicole Kidman oder Dolph Lundgren nicht. Vielleicht wird das in einem zweiten Teil besser, wenn man nicht wie hier auf zwei halbherzige Bösewichte setzt, sondern einen ebenbürtigen Gegner schafft.

Wenn man aber ein paar Logiklücken ignoriert, kann man aber schon nett unterhalten werden. Der ewige Vergleich zwischen Marvel und DC ist sicher auch unfair und man kann schon positiv bewerten, dass hier endlich nichts mehr von Zack Snyders düsterem Pathos-Geseiere zu spüren ist. Trotzdem ist auch „Aquaman“ wohl nicht der endgültige Start für den großen Erfolgen des DC-Filmuniversums, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

Fazit

„Aquaman“ kommt nicht so düster daher wie seine Vorgänger der „Justice League“, aber trotzdem ist das bunte Unterwasserabenteuer immer noch nicht der große Wurf für DC.

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