„The ABC Murders“ – John Malkovich als Hercule Poirot!

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Zuletzt war es Kenneth Branagh, der mit seiner Neuauflage von Agatha Christies Klassiker „Mord im Orient-Express“ den Kultdetektiv Hercule Poirot fürs Kino wiederbelebte, doch die BBC schlägt mit seinem Dreiteiler zum Krimi „Die Morde des Herrn ABC“ eine völlig andere Richtung ein. John Malkovich spielt Poirot als alten Mann, in England gestrandet, von der Polizei gehasst und lange Zeit nach dem letzten erfolgreichen Fall. Der Detektiv ist alt, müde und doch mit dem gleichen Ehrgeiz und Spürsinn wie früher. Die Neuauflage ist düster und brutal, das typische Schmunzeln für den schrulligen Ermittler bleibt hier völlig aus, das macht die Mini-Serie durchaus interessant. Zudem gibt es ein Wiedersehen mit „Ron Weasley“ Rupert Grint, der hier den jungen Polizeichef vom Scotland Yard spielt. Weiterlesen

„Spuk in Hill House“ – Grandiose Horror-Drama-Serie!

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Mit „The Haunting of Hill House“ ist Netflix mal wieder ein echter Serien-Geniestreich gelungen. Das Setting mit dem verfluchten und von Geistern heimgesuchten Haus rund um die Familie Crain kommt einem schon alleine aufgrund des erfolgreichen Kinofilms „Das Geisterschloss“ von 1999 sehr vertraut vor. Doch die Serie geht ihre eigenen Wege. Dabei verblüfft es, dass trotz der wirklich gruseligen Ereignisse und mitunter echt heftigen Schockmomente die Serie eigentlich ein Drama ist, welches das traurige Schicksal einer Familie aus unterschiedlichen Zeitperspektiven betrachtet. Neben der gelungenen Atmosphäre, der gruseligen Optik und den tollen Darstellern lebt die Geschichte vor allem von ihren Zeitsprüngen, die wirklich erst ganz am Ende ein großes Bild ergeben und einen auf dem Weg dahin immer wieder in die Irre führen. Ganz klar ein echtes Serienhighlight! Weiterlesen

„Jennifer“ – Was Besseres von norddeutschen Frisören!

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Alleine der Titel „Jennifer – Sehnsucht nach was Besseres“ ist schon großartig, aber die norddeutsche Comedyserie ist von ihrer ganzen Art her wohl echt in erster Linie was für uns Nordlichter. Das hat nicht nur mit der Darstellung der Provinz Schleswig-Holsteins was zu tun, sondern auch mit der unverkennbar norddeutschen Schnauze, die für Kenner ganz klar aus der Feder von Andreas Altenburg und Harald Wehmeier stammt, die für den Radiosender NDR2 schon Perlen wie „Stenkelfeld“, „Frühstück bei Stefanie“ oder „Die Freeses“ verantwortlich waren. Einfache Leute, einfache Probleme und doch große Ambitionen, neben den prominenten Nebendarstellern Olli Dittrich und Klaas Heufer-Umlauf ganz klar von Hauptdarstellerin Katrin Ingendoh getragen. Weiterlesen

„Robin Hood“ – Ganz klar kein Treffer ins Schwarze!

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Für mich gibt es eigentlich nur zwei echte „Robin Hood“-Filme, die Version von Disney aus meiner Kindheit und „Robin Hood – König der Diebe“ mit Kevin Costner. Da die letzte und auch nicht gerade gelungene Kinoversion von Ridley Scott mit Russell Crowe auch schon wieder fast ein Jahrzehnt zurück ist, war die Zeit wohl wieder reif für einen weiteren Versuch. Doch wie schon zuletzt „King Arthur“ gelingt eine Wiederbelebung nicht unbedingt, wenn man vorrangig auf wilde Action und geplant coole Sprüche setzt. Taron Egerton kann nicht gegen die langweilige Interpretation des Bogenschützen anspielen und auch Jamie Foxx überzeugt nur bedingt als Little John. Ben Mendelsohn hat als Sheriff von Nottingham noch die besten Momente, und über das maue Spiel von Eve Hewson als Marian müssen wir gar nicht reden. Alles ersäuft in einer Geschichte, die man schon auswendig kennt, aber noch nie so langweilig adaptiert und einer Fülle an nervigen Actionszenen, die mitunter so schnell geschnitten sind, dass man nicht mal richtig erkennt, was eigentlich passiert. Da einem das aber schnell sowieso egal ist, auch nicht weiter schlimm. Hoffen wir mal, dass niemand die Drohung wahr macht, dass dieser Murks nur der Anfang eines ganzen Franchises sein soll. Weiterlesen

„The Favourite“ – Intrigenspiel am englischen Königshof

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Historenfilme gelingen nicht immer, doch die frechen und fiesen Machenschaften um Königin Anne im 18. Jahrhundert sind absolut sehenswert. Das liegt nicht nur an der tollen Optik und der grandiosen Ausstattung des Films, nicht nur an der überdrehten Handlung, deren politische Hintergründe auch heute noch recht aktuell wirken, sondern ganz klar an der überragenden Leistung von Olivia Colman, Emma Stone und Rachel Weisz. Das Intrigenspiel und die immer niederträchtigeren Ränkespiele um die Gunst und den Einfluss auf die Königin spielen die drei mit einer solchen Hingabe, dass es eine Freude ist. Dabei gelingt es sogar, keine der drei als wirkliche Identifikationsfigur den anderen voran zu stellen, bei allen wechselt man zwischen Zustimmung, Mitgefühl und Abneigung immer wieder hin und her. Die vielen Oscar-Nominierungen sind absolut verdient, ein echtes Highlight zum Start des Kinojahres! Weiterlesen

„Ralph reichts 2: Chaos im Netz“ – Amüsanter Ausflug ins Internet!

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Für mich war „Ralph reichts“ damals einer der ersten wirklich gelungenen Animationsfilme aus dem Hause Disney, der nicht mehr von Pixar stammte. Nach der immer noch tollen Mischung aus Anspielungen an die Computerspielwelt, witzigen Gags und trotzdem viel Gefühl, war ich echt gespannt auf den zweiten Teil. Dieses kann leider nicht komplett das Feeling vom Erstling wieder aufleben lassen, bietet aber die wohl verrückteste Interpretation davon, wie es im Internet aussehen könnte. Die unzählbaren Anspielungen auf eBay, Amazon, Google, das Darknet und zahlreiche andere Internetphänomene kann man vermutlich nicht mal nach mehrmaligem Anschauen entdecken. „Ralph reichts 2“ setzt bei allem einen drauf, das ist manchmal vielleicht etwas zu viel, wird aber trotzdem jeden begeistern, der den ersten Teil auch schon mochte. Und während es im ersten Teil vorrangig nur um Insiderwissen rund um Spiele ging, hat hier natürlich jeder Zuschauer seine ganz eigenen „Aha“-Momente! Ach ja, natürlich geht es auch hier wieder um Freundschaft, in diesen Momenten geht der Film neben all seinen absurden Ideen auch wieder ans Herz. Weiterlesen

„Anna und die Apokalypse“ – Das High-School-Zombie-Musical!

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Die Masse an Zombie-Filmen ist unzählbar, da wundert es einen wirklich, wenn man zwischendurch echt noch eine Perle unter ihnen entdecken kann. Doch die unterhaltsame Mischung von „Anna and the Apocalypse“ ist wirklich ein kleines Highlight. Wer hier jetzt nur eine witzige Parodie erwartet, der wird verblüfft sein, wie hart und unerbittlich es hier bisweilen zugeht. Was natürlich nicht heißt, dass der Film nicht lustig ist. Es sind nicht nur die tollen Songs mit Ohrwurmcharakter, sondern gerade die Art und Weise, wie sie in die eigentlich alles andere als fröhliche Handlung eingebunden werden. Wenn Anna fröhlich trällernd zur Schule geht und wegen ihrer Kopfhörer gar nicht wahrnimmt, welches Grauen sich um sie herum abspielt, dann ist das einfach großartig. Generell sind die Charaktere toll, interessant und ehrlich. Eine Gruppe liebenswerter Freaks, bei denen man tatsächlich leidet, wenn der Film auch hier und da überraschend einen Sympathiecharakter opfert. Das macht den Film erstaunlich unvorhersehbar. Ein echter Geheimtipp für alle, die Musicals und Zombiefilme lieben, endlich gibt es die perfekte Symbiose! Weiterlesen

FlimmerWAHL 2018 – Eure Tops und Flops des Jahres!

Und wieder mal habt ihr entschieden, welche Filme eurer Meinung nach im letzten Jahr die besten und welche die miesesten waren. Hier kommt das Ergebnis der FlimmerWAHL 2018: Unter den TOPs konnte sich „Mission: Impossible 6“ souverän den ersten Platz sichern, „Avengers 3“ erreicht Platz 2 und „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ schnappt sich die dritte Position. Bei den FLOPs habt ihr „Pacific Rim 2“ als schlechtesten Film 2018 abgestraft, gefolgt von „Tomb Raider“ auf Rang 2 und „Meg“ auf dem dritten Platz der Verlierer.

Die kompletten TOP 10 und FLOP 10 der FlimmerWAHL 2018 findet ihr hier: Weiterlesen