„Hellboy – Call of Darkness“ – Durchwachsene Neuauflage!

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Lange Zeit hatte man auf einen dritten „Hellboy“-Film von Guillermo del Toro mit Ron Perlman als rotem Höllenklops gehofft, so war ich auch sehr sketpisch, was ich von Neil Marshalls Reboot erwarten soll, auch wenn ich David Harbour in „Stranger Things“ mochte. Aber da liegt eins der Hauptprobleme des Films: Perlman ist für mich einfach der perfekte Hellboy, Harbour gibt dem Charakter zwar ganz klar eine völlig neue Note und spielt wirklich gut, aber irgendwie war er für mich einfach nicht der richtige. Und auch wenn die Handlung mehr auf Horror setzt und hinsichtlich Gewalt teilweise ganz neue Maßstäbe setzt, war mir das Mystery-Setting von del Toro irgendwie lieber. Wer meine Begeisterung für die beiden alten Filme jedoch nicht teilt, der sollte dem Reboot auf jeden Fall eine Chance geben, der Film ist durchaus unterhaltsam, aber ich hätte mir doch lieber eine weitere Fortsetzung der alten Reihe gewünscht.

Inhalt

Während des Zweiten Weltkriegs hat Professor Broom (Ian McShane) einen Halbdämon aus der Hölle großgezogen, der nun für dessen Geheimorganisation böse Monster ausschaltet: Hellboy (David Harbour). Doch als die mittelalterliche Hexe Nimue (Milla Jovovich), damals nach dem Aussenden der Pest von König Artus mit Excalibur zerstückelt, ihre Einzelteile wieder zusammengesetzt bekommt und die Vernichtung der Menschheit plant, bedeutet das für Hellboy nicht nur einen heftigen Kampf, sondern auch eine Auseinandersetzung damit, auf welche Seite er eigentlich gehört.

Review

David Harbour ist als Hellboy schon eine coole Socke, doch der restliche Cast bleibt hinter den Möglichkeiten zurück. Ian McShane spielt gewohnt gut, bekommt aber zu wenig Screentime, Milla Jovovich darf böse zicken, aber so richtig ernst nimmt man sie nicht und vor allem Sasha Lane und Daniel Dae Kim sind als Hellboys Mitstreiter bei weitem nicht so interessant wie seine Partner in den alten Filmen.

Es ist vermutlich unfair, ein Reboot immer vorrangig an den Klassikern zu messen, aber gerade den ersten alten „Hellboy“ mag ich bis heute. Somit keine leichte Ausgangsposition, die der Film auch nicht umgehen kann, indem er ganz offensichtlich versucht, anders zu sein als seine Vorgänger. Doch das macht ihn nicht sofort besser. So bleibt leider alles im mittelmäßigen Bereich, die Handlung verheddert sich immer wieder und kann einen nie wirklich packen, die Effekte überzeugen nur bedingt und die Charaktere können sich auch nicht wirklich etablieren. Das wirkliche Highlight ist tatsächlich David Harbour in der Titelrolle, der sich aber wie gesagt trotzdem nicht aus dem großen roten Schatten von Ron Perlman heraus bewegen kann.

Ob eine Fortsetzung da noch einiges richten kann, ist schwer zu sagen. Ich brauche keinen weiteren „Hellboy“-Film aus dieser Reihe, würde ihm aber trotzdem noch eine Chance geben.

Fazit

Das Reboot kann trotz einem gut aufgelegten David Harbour als rotem Höllenjungen nicht darüber hinweg täuschen, dass wir von einem dritten Teil der Reihe mit Ron Perlman vermutlich mehr gehabt hätten.

Bildergalerie


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