„Shazam!“ – DC amüsiert mit kindlichem Superhelden!

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Zu Zeiten von „The Dark Knight“ hatte DC im Comic-Kino ganz klar die Nase vorne, doch seit dem Erfolg des MCU bis zum aktuellen Höhepunkt „Avengers 4“ versauerte das Franchise rund um die „Justice League“, konnte mit „Wonder Woman“ einen kleinen Lichtblick und mit „Aquaman“ solide Unterhaltung bieten, aber das war’s dann auch. Mit „Shazam!“ versucht man nun etwas ganz Neues, denn dieser wohl kaum einem bekannte Superheld ist in Wirklichkeit ein Teenager, der mal eben zum Superhelden gemacht wurde. Und wenn man einem pubertierenden Jungen ohne wirkliches Verantwortungsgefühl solche Kräfte gibt, kann das schon amüsant werden. Überraschenderweise klappt das sogar ziemlich gut, der Film lässt einen vergessen, wieviel düsteren Pathos man bei DC in den letzten Jahren ertragen musste, und stolpert leicht und witzig über die Leinwand. Die kindlichen Gags funktionieren dabei tatsächlich, ohne peinlich zu werden. Und trotzdem gibt es auch ein paar emotionale Momente. Eine schöne Abwechslung im Gegensatz zu ernstem Gekloppe und übertriebenem Slapstick.

Inhalt

Billy Batson (Asher Angel) hat in seinen 14 Lebensjahren schon viele Pflegefamilien in den Wahnsinn getrieben, da er immer noch nach seiner Mutter sucht, von der er als Kind getrennt wurde. Und auch seine neue Pflegefamilie ist zwar sehr nett und in Freddy (Jack Dylan Grazer) findet er dort sogar einen Freund, aber wirklich heimisch fühlt er sich auch dort nicht. Als er aber plötzlich von einem uralten Zauberer (Djimon Hounsou) ungewollt zu einem erwachsenen Superhelden namens Shazam (Zachary Levi) gemacht wird, kann er mit diesen Kräften zuerst nicht viel anfangen und nutzt seine Macht vorrangig für Internetvideo-Posing und Handys mit Energieblitzen aufladen. Doch Dr. Thaddeus Sivana (Mark Strong) ist seit Kind besessen von der Macht, die der Zauberer zu vergeben hat und er macht sich zusammen mit einer Horde Monster auf, Shazams Kräfte zu stehlen. Dafür kommen ihm Billys neue Pflegegeschwister gerade recht.

Review

Vielleicht ist „Shazam!“ tatsächlich gar nicht so überragend, aber er läuft im Gegensatz zu den meisten Comicverfilmungen der letzten Jahre so entspannt durch wie kein anderer. Kein nervig düsterer Unterton, kein bis zur Peinlichkeit überdrehter Humor, keine übertriebene Gewalt – dieser Film ist lustig, unterhaltsam, trotzdem spannend und tatsächlich eine Art Superhelden-Einstiegsfilm für Kinder. Dabei geht die Grundidee, einen 14-jährigen in den Körper eines Erwachsenen mit Superkräften zu stecken, tatsächlich auf. Die Situationskomik funktioniert, erstaunlicherweise trotz des pubertierenden Protagonisten ohne Zoten und Peinlichkeiten, die gefühlvolle Handlung um das Pflegekind, das so gerne eine echte Familie hätte, geht ebenfalls auf, ohne zu schmalzig zu werden. Neben Zachery Levi, der hier sein inneres Kind voll ausleben darf, macht auch Mark Strong als Bösewicht sein Sache sehr gut.

Natürlich ist es nicht ganz fair, die anderen Filme aus dem DCEU mit diesem zu vergleichen, und „Shazam!“ ist ganz klar auch keine Richtlinie für die nächsten Filme von DC, aber gerade in dem Comicuniversum, wo man sich zu tief in die Düsternis vergraben oder wie bei „Aquaman“ zu sehr das MCU kopiert hat, ist dieser Film mal etwas Eigenes, was funktioniert und unterhält. Ein schöner Zeitvertreib in der Masse der Superheldenfilme!

Fazit

Mit der lockeren Superheldenkomödie „Shazam!“ bietet das DCEU eine angehme Abwechslung zur düsteren „Justice League“ und amüsiert dabei sogar, ohne in nervigen Klamauk abzudriften.

Bildergalerie


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