„John Wick 3: Kapitel 3“ – Keanu Reeves‘ Amoklauf erreicht neue Dimensionen!

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Ich habe mich neulich nach dem Rohrkrepierer „Replicas“ tatsächlich gefragt, um Keanu Reeves mit Kultrollen wie in „Speed“, „Matrix“ oder eben auch „John Wick“ nicht nur Glück mit den Filmen hatte, aber eigentlich nicht wirklich über schauspielerisches Talent verfügt. Die Frage beantwortet natürlich auch „John Wick 3“ nicht, schließlich überzeugt Reeves hier nicht in erster Linie mit gehaltvollem Schauspiel, sondern eher mit originell inszenierten Arten, seine Gegner ins Jenseits zu befördern. Was mich beim ersten Teil noch gut bei Laune hielt, schien bei „John Wick 2“ schon etwas an Originalität zu verlieren, doch spätestens wenn der Auftragskiller hier Bücher und Pferde einsetzt, um seine Feinde zu killen, dann macht das doch wieder Laune. Zudem nutzt der dritte Teil wieder mehr Zeit, um die interessante Schattenwelt der Auftragskiller weiter auszuschmücken. So schafft es Regisseur Chad Stahelski, der übrigens bei „Matrix“ noch Reeves‘ Stuntdouble war, auch beim dritten Mal genug absurde Ideen für Kämpfe und Tötungen aus dem Ärmel zu schütteln, dass die Reihe auch noch einen vierten Aufguss vertragen kann.

Inhalt

Da John Wick (Keanu Reeves) eine der wichtigsten Regeln seiner Killergemeinschaft gebrochen hat, bleibt ihm nur eine Stunde Zeit, bis er von allen aufgrund eines hohen Kopfgelds als Zeilobjekt deklariert wird. Doch auch sein alter Freund, der Hotelchef Winston (Ian McShane), gerät in den Fokus einer Richterin (Asia Kate Dillon) ihres Syndikats. John Wick kann dank seiner Fähigkeiten zwar zahlreichen Angreifern den Garaus machen, doch er weiß, dass er seine Schuld tilgen muss, um langfristig überleben zu können. Über seine alte Bekannte Sofia (Halle Berry) versucht er an den Leiter der Organisation zu kommen, doch die ist nicht gerade erfreut, ihn zu sehen.

Review

Ganz klar, wer bei den ersten beiden Teilen nicht auf seine Kosten kam, für den ist auch der dritte Teil nichts. Aber allen, die die Reihe schon beim zweiten Teil schwächeln sahen, sei gesagt, im dritten Teil ist noch genug Wumms, um John Wick und seinem Weg voller Leichen weiter zu folgen. So fügen sich neben den Rückkehrern Ian McShane und Laurence Fishburne auch die Neuzugänge Anjelica Houston, Asia Kate Dillon und vor allem Halle Berry gut in das Franchise ein, Berry bekommt hier auch alle Möglichkeiten, sich mal richtig auszutoben. Die Handlung ist auch hier eher nebensächlich, vernachlässigt aber nicht so wie der zweite Teil das immer noch sehr originelle Konstrukt der Killerwelt und ihrer Regeln.

Ich persönlich glaube nicht, dass das Franchise über einen vierten Teil hinausgehen müsste, aber ein weiteres Mal wäre ich schon noch dabei.

Fazit

Wer glaubt, dass er beim Daily Business eines Killers schon alles gesehen hat, den belehrt „John Wick 3“ eines Besseren und feuert auch im dritten Anlauf eine echte Monsterladung an originellen Kampfchoreografien und Tötungsszenarien ab. Wer nach dem zweiten Teil noch am Ball geblieben ist, wird auch hier auf seine Kosten kommen.

Bildergalerie


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