„Anna und die Apokalypse“ – Das High-School-Zombie-Musical!

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Die Masse an Zombie-Filmen ist unzählbar, da wundert es einen wirklich, wenn man zwischendurch echt noch eine Perle unter ihnen entdecken kann. Doch die unterhaltsame Mischung von „Anna and the Apocalypse“ ist wirklich ein kleines Highlight. Wer hier jetzt nur eine witzige Parodie erwartet, der wird verblüfft sein, wie hart und unerbittlich es hier bisweilen zugeht. Was natürlich nicht heißt, dass der Film nicht lustig ist. Es sind nicht nur die tollen Songs mit Ohrwurmcharakter, sondern gerade die Art und Weise, wie sie in die eigentlich alles andere als fröhliche Handlung eingebunden werden. Wenn Anna fröhlich trällernd zur Schule geht und wegen ihrer Kopfhörer gar nicht wahrnimmt, welches Grauen sich um sie herum abspielt, dann ist das einfach großartig. Generell sind die Charaktere toll, interessant und ehrlich. Eine Gruppe liebenswerter Freaks, bei denen man tatsächlich leidet, wenn der Film auch hier und da überraschend einen Sympathiecharakter opfert. Das macht den Film erstaunlich unvorhersehbar. Ein echter Geheimtipp für alle, die Musicals und Zombiefilme lieben, endlich gibt es die perfekte Symbiose! Weiterlesen

Kurz kritisiert 23: Von Wölfen, Monstern und Gaunern

Während die letzten Stunden des Jahres 2018 ablaufen und sich draußen die Leute langsam warmböllern, mache ich mich an einen letzten großen Rundumschlag mit vielen Filmen aus dem Filmjahr 2018, zu denen ich kurz vor der FlimmerWAHL 2018 noch ein paar Worte loswerden möchte. Dabei sind „Mogli“, „Bird Box“, „Die Legende von Buster Scruggs“, „Bad Times at the El Royale“, „Operation Overlord“, „Der Nussknacker und die vier Reiche“, „Fünf Freunde im Tal der Dinosaurier“, „Gänsehaut 2“, „Mandy“, „Slender Man“, „Papillon“, „Alpha“ und „Mein Name ist Somebody“. Weiterlesen

„Aquaman“ – DC-Wassermann macht auf Marvel!

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Eigentlich hatte DC eine ähnliches Kino-Universum wie Marvel schaffen wollen, doch der düstere Stil mit dem finalen Tiefpunkt „Justice League“ erzielte keineswegs den gewünschten Erfolg. Nachdem ausgerechnet „Wonder Woman“ der erste Lichtblick wurde, wollte man bei „Aquaman“ auch einen anderen Weg einschlagen. So kommt der Wassermann aus Atlantis bunt und actionreich daher, immer mit einem coolen Spruch auf den Lippen und viel Platz für Situationskomik. Kommt einem bekannt vor? Stimmt! Irgendwie nähert sich DC mit diesem Film extrem nah an das MCU an, was einerseits dafür sorgt, dass der Film deutlich mehr Unterhaltungspotential bietet, andererseits verliert DC damit das letzte Potential, etwas eigenes zu erschaffen. So macht „Aquaman“ zwar unterm Strich deutlich mehr Spaß und bietet nette Unterwasser-Action und coole Meereswesen, aber irgendwie schafft es auch dieser Film nicht, dass einem der Held nicht mehr egal ist. „Aquaman“ plätschert bunt vorbei, nimmt einen nett mit und ist danach genauso schnell wieder vergessen. Weiterlesen

„Bumblebee“ – „Transformers“-Prequel mit viel Herz!

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Über inzwischen fünf Teile hetzte Michael Bay jetzt die Hasbro-Roboter zum Transformieren auf die Leinwand und zündete eine Effektorgie nach der nächsten. Selbst Fans wurden nicht bedingungslos unterhalten und alle anderen konnten oft nur den Kopf schütteln. Ein Spin-Off bzw. ein Prequel mit dem Fokus auf Bumblebee erschien völlig überflüssig, Trailer unterstützen diese Annahme, doch das Ergebnis entpuppt sich tatsächlich als der bisher wohl gelungenste „Transformers“-Film. Regisseur Travis Knight schlug bewusst einen völlig neuen Weg ein und drehte einen sympathischen Roboterfilm, der in jeder Minute mehr Herz hat als die komplette Filmreihe von Michael Bay. Dass der Film sich so wohlig anfühlt, ist auch der Verdienst der sympathischen Hauptdarstellerin Hailee Steinfeld. Weiterlesen

„Der Grinch“ – Grüner Weihnachtshasser mit Ottos Stimme!

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Ich war als Kind ein großer Fan von Otto Waalkes, aber schon bei „Ice Age“ war ich nicht so begeistert von seiner unverkennbaren Synchronstimme. Nun könnte man sagen, dass bei „Horton hört ein Hu“, einer wirklich besonderen Verfilmung eines der Werke von Dr Seuss, die Stimme von Christoph Maria Herbst auch unverkennbar gewesen wäre, aber das ist bei „Der Grinch“ doch noch was anderes, denn wenn der grüne Weihnachtshasser das typische Otto-Lachen erklingen lässt, merkt man, dass der deutsche Verleih ganz bewusst einen neuen „Otto“-Film vermarkten wollte, was in meinen Augen hinsichtlich Benedict Cumberbatch als originale Synchro so gar nicht passen will. Aber auch der Film selber kommt neben einigen amüsanten Einfällen nicht wirklich aus dem Mittelmaß heraus. Wenn man die Stimme von Otto erträgt, kann man den Film nett wegschauen, ein neuer Weihnachtsklassiker ist es aber nicht geworden. Weiterlesen

„Mortal Engines: Krieg der Städte“ – Großer Bauchklatscher!

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Mit seinen „Herr der Ringe“-Filmen schrieb Peter Jackson Filmgeschichte, entfernte sich aber immer mehr von seinem besonderen Stil zu überladener Effekthascherei und protzigen Spezialeffekten, was zuletzt in der nicht gerade gelungenen „Hobbit“-Trilogie endete. Für „Mortal Engines“ setzte er sich nun nicht selber auf den Regiestuhl, seine Handschrift bei Produktion und Drehbuch ist aber unverkennbar. Irgendwie hatte ich die Hoffnung, dass ein Film über eine postapokalytische Welt, in der ganze Städte sich auf der Suche nach Ressourcen über die Welt bewegen und sich gegenseitig auf die Pelle rücken, die Basis für ein spanndendes Spektakel sein könnte, aber hier ist tatsächlich nichts, was einen in den Bann ziehen will. Irgendwie hält man den Film durch, weiß den ein oder anderen Spezialeffekt zu schätzen, aber weder der Plot, noch die Darsteller und leider auch nicht das postapokalytische Szenario können einen wirklich beeindrucken. Weiterlesen

„Verschwörung“ – Claire Foy ist top, der Film nicht!

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Mit seiner „Millenium“-Trilogie hat der schwedische Autor Stieg Larsson eine echte Kultreihe geschaffen, die zudem als schwedische Filmereihe von „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“ sowie einem US-Remake von „Verblendung“ sehr erfolgreich im Kino liefen. Seinen Erfolg konnte der Autor leider nicht auskosten und sein Tod sorgte auch dafür, dass er die Reihe trotz vorhandener Entwürfe nicht fortsetzen konnte. Das wurde jetzt von einem anderen Autor übernommen, doch wenn Larsson wüsste, was jetzt mit „Verschwörung“ im Kino läuft, würde er sich im Grab umdrehen. Das liegt nicht an Claire Foy als inzwischen dritte Lisbeth Salander, sondern an der völlig übertriebenen Handlung und der noch schlimmeren Umsetzung, die nichts mehr vom ursprünglichen nordischen Charme aufweist, sondern nur noch mit Hollywood-Klischees und einer völlig überzogenen Hauptperson protzt, deren technische und physische Fähigkeiten fast schon in einen Superhelden-Film gepasst hätten. Weiterlesen

„A Star Is Born“ – Musikdrama mit Bradley Cooper und Lady Gaga

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Schon mit seinen Rollen in „Silver Linings“, „American Sniper“ oder „Joy“ zeigte Bradley Cooper, dass er weit mehr drauf hat, als die „Hangover“-Trilogie vermuten ließ. Für eine Neuverfilmung des bereits mehrfach verfilmten Stoffes von „A Star Is Born“ griff er nicht nur vor der Kamera zu Mikrofon und Gitarre, sondern nahm auch noch auf dem Regiestuhl Platz. Das wirkliche Highlight des Films ist allerdings Lady Gaga, die hier nicht nur beachtliche schauspielerische Leistungen offenbart, sondern interessanterweise völlig entgegen ihrem eigentlichen Popstar-Image als bodenständige, natürliche Sängerin überzeugt. Weiterlesen