„Men in Black: International“ – Lieber aus dem Gehirn blitzdingsen!

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Der erste Film der „Men in Black“ mit Will Smith und Tommy Lee Jones von 1997 war ein Geniestreich, doch die Fortsetzung von 2002 ging voll in die Hose. Als man dann aber weitere zehn Jahre später mit „Men in Black 3“ einen gelungenen, dritten Versuch startete, wurde jeder eines besseren belehrt, der das Franchise schon abgeschrieben hatte. Nachdem lange Zeit ein Crossover mit „21 Jump Street“ im Gespräch war, entschied man sich jetzt lieber für eine Fortsetzung mit neuen Darstellern. Das klappt aber irgendwie überhaupt nicht. Trotz der prominenten Neuzugänge Chris Hemsworth, Tessa Thompson, Liam Neeson, Rafe Spall und Rebecca Ferguson schafft es der Film überhaupt nicht, Spannung aufzubauen oder Charme zu vermitteln. Auch der Humor kommt nicht in Gange und wirklich originelle neue Ideen hat „Men in Black 4“ auch nicht zu bieten. Einzig Tessa Thompson macht ihre Sache wirklich gut, trotzdem lohnt sich der Film gerade für Fans der alten Filme nicht wirklich. Kann man schauen, muss man aber nicht. Weiterlesen

„John Wick 3: Kapitel 3“ – Keanu Reeves‘ Amoklauf erreicht neue Dimensionen!

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Ich habe mich neulich nach dem Rohrkrepierer „Replicas“ tatsächlich gefragt, um Keanu Reeves mit Kultrollen wie in „Speed“, „Matrix“ oder eben auch „John Wick“ nicht nur Glück mit den Filmen hatte, aber eigentlich nicht wirklich über schauspielerisches Talent verfügt. Die Frage beantwortet natürlich auch „John Wick 3“ nicht, schließlich überzeugt Reeves hier nicht in erster Linie mit gehaltvollem Schauspiel, sondern eher mit originell inszenierten Arten, seine Gegner ins Jenseits zu befördern. Was mich beim ersten Teil noch gut bei Laune hielt, schien bei „John Wick 2“ schon etwas an Originalität zu verlieren, doch spätestens wenn der Auftragskiller hier Bücher und Pferde einsetzt, um seine Feinde zu killen, dann macht das doch wieder Laune. Zudem nutzt der dritte Teil wieder mehr Zeit, um die interessante Schattenwelt der Auftragskiller weiter auszuschmücken. So schafft es Regisseur Chad Stahelski, der übrigens bei „Matrix“ noch Reeves‘ Stuntdouble war, auch beim dritten Mal genug absurde Ideen für Kämpfe und Tötungen aus dem Ärmel zu schütteln, dass die Reihe auch noch einen vierten Aufguss vertragen kann. Weiterlesen

„Astrid“ – Ergreifendes Biopic über die Jugend von Astrid Lindgren!

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Was wäre die Kindheit ohne die Bücher und Kinderfilme über Pippi, Ronja, Michel, Lotta, Karlsson, Tjorven, Kalle oder Madita? Niemand sonst hat so viele großartige Kindergeschichten geschrieben wie die Schwedin Astrid Lindgren. Wenn man weiß, dass sie selber wie in Bullerbü aufgewachsen ist, erwartet man auch von der Geschichte ihrer Jugend eine Sammlung witziger Momente, behütet und voller Abenteuer auf dem Land, zusammen mit der Familie und vielen anderen Kindern. Doch die Wahrheit sah ganz anders aus. Nach diesem Film hat man nicht nur eine andere Sicht auf Lindgren selber, die so viele Schicksalsschläge, Entbehrungen und Enttäuschungen durchleben musste, sondern auch auf ihre Bücher und deren Charaktere. Und auch wenn Lindgren schon als Kind voller Fantasie und Kreativität war, so waren es doch ganz andere Umstände, die letztendlich den Grundstein für die vielen tollen Bücher legten. Für alle, denen ihre Geschichten wie mir sehr am Herzen liegen, kann ich diesen Film nur empfehlen. Aber unbedingt darauf einstellen, dass „Astrid“ keine fröhliche Kindergeschichte ist. Aber natürlich auch kein Film ohne amüsante Momente. Diese Vielschichtigkeit wird vor allem durch Haupstdarstellerin Alba August einfach grandios übertragen. Weiterlesen

„Aladdin“ – Will Smith macht einen auf Dschinni!

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Nach den zuletzt soliden, wenn auch größtenteils überflüssigen Realverfilmungen der Disney-Klassiker „Die Schöne und das Biest“ und „Das Dschungelbuch“ stand die Neufassung von „Aladdin“ nicht zuletzt aufgrund der Besetzung von Will Smith als blauem Wunderlampengeist noch vor dem Start in der Kritik. Doch verblüffenderweise ist Smith mit das größte Highlight des Films. Da er gar nicht erst versucht, die Zeichentrickversion von Robin Williams zu kopieren, kann er dem Dschinni seine ganz eigene Note und vor allem einen anderen Humor verpassen, der tatsächlich immer wieder zündet. Ansonsten schafft es auch Regisseur Guy Ritchie nicht, eine Realversion zu drehen, die den Zeichentrick-Klassiker überbietet. „Aladdin“ ist bunt, actionreich und kurzweilig, zudem bekommt er hinsichtlich der Story ein wenig mehr Tiefe, aber eben nicht genug, um wirklich anders zu sein. Auch die neuen Songs fügen sich zwar gut ein, toppen aber nicht die bekannten Ohrwürmer. Disney wird zwar diese Linie noch weiter fahren, aber Disney-Fans werden trotz zahlreicher anderer ähnlicher Projekte wohl noch lange warten müssen, bis eine Realverfilmung mal einen der Klassiker toppen kann. Weiterlesen

„Rocketman“ – Berauschendes Elton-John-Biopic!

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Es ist vielleicht unfair, immer „Bohemian Rhapsody“ als Vergleich heranzuziehen, aber es ist schon bitter, wie grandios einem „Rocketman“ vor Augen führt, was man beim Queen-Biopic so alles hätte besser machen können. Denn die Geschichte von Elton John bietet nicht nur eine wirklich einzigartige schauspielerische und gesangliche Leistung von Taron Egerton, der Film ist eine emotionale Achterbahnfahrt, ein mitreißendes Musical, ein tragikomisches Drama, ein künstlerisches Experiment, kurzum ein echtes Highlight! Ich bin selten so geflasht aus dem Kino gekommen, sodass ich gleich im Anschluss meine Eindrücke loswerden muss. Man muss nicht viel über Elton John wissen und nicht mal viele seiner Songs kennen, um hier voll auf seine Kosten zu kommen. Regisseur Dexter Flechter und Hauptdarsteller Taron Egerton setzen dem großen Musiker das Denkmal, das er verdient hat. Absolut sehens- und hörenswert! Weiterlesen

„Stan & Ollie“ – Amüsantes und berührendes Biopic!

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Für mich sind „Stan & Ollie“ bzw. „Laurel & Hardy“ oder in Deutschland eher bekannt als „Dick & Doof“ natürlich keine Unbekannten und doch kann ich nicht sagen, dass ich wirklich Filme mit ihnen kenne. Als Kind hätte ich den Humor vermutlich als langweiligen Klamauk abgetan, aber nach diesem Film ist mir deutlich klarer geworden, was für Genies die beiden waren und wie sie den Humor in Filmen weitreichend beeinflusst haben. Denn auch, wenn der Film nur einen Bruchteil der Karriere der beiden abbildet, gewährt einen tollen Einblick in die beiden Charaktere, ihr Talent und auch ihre Partnerschaft bzw. Freundschaft. Dank einmaligem Schauspiel und perfekter Maske vergisst man sehr schnell, dass Steve Coogan und John C. Reilly nicht die echten Stan Laurel und Oliver Hardy sind. Weiterlesen

„Friedhof der Kuscheltiere“ – Nur bedingt überzeugende Neufassung!

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„Friedhof der Kuscheltiere“ ist sicher einer der besten Romane von Stephen King, doch zur 1989er Verfilmung von Mary Lambert gehen die Meinungen weit auseinander. Während einige sie für eine der besten King-Verfilmungen halten, hadern viele mit dem schlechten Hauptdarsteller und der mitunter etwas billigen Effekte. Nach dem Erfolg der tatsächlich gelungenen Neuauflage von „ES“ und dem neuen King-Boom in TV und Kino machte es also Sinn, auch „Pet Sematary“ eine Neuauflage zu gönnen. Hier macht man zwar mit Hauptdarsteller Jason Clarke alles richtig, aber irgendwie kann der Film sich nicht über die alte Verfilmung hinweg setzen. Weder der Grusel- noch der Gewaltfaktor überzeugen mehr und auch die kleinen Änderungen können nicht so richtig überzeugen. Wer die alte Verfilmung nicht kennt, wird vermutlich auch hier mit dem Einschlafen ein paar Probleme haben, wer aber weiß, was passiert, der wird hier leider nicht mehr abgeholt als damals. Weiterlesen

„Brexit – The Uncivil War“ – Hinter dem Referendum!

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Bei Benedict Cumberbatch ist es tatsächlich egal, welche Rolle er verkörpert, er überzeugt bei Serien wie „Sherlock“ genauso wie bei großen Film-Franchises wie als „Doctor Strange“ im MCU oder in „Star Trek“. So auch in diesem Fall! Wenn er als halbglatziger Stratege Dominic Cummings beim britischen Referendum zum EU-Austritt 2016 die „Vote Leave“-Kampagne mit sehr fragwürdigen Mitteln zum Sieg führt, dann ist das einfach nur genial. Doch der Film ist nicht nur inhaltlich sehr interessant, er ist auch gut inszeniert. Und er bietet einen gruseligen Einblick in den Einfluss der sozialen Medien auf die Meinung der Weltbevölkerung und die Politik! Weiterlesen