„Black Mirror“ – Beeindruckende Sammlung dystopischer Kurzfilme!

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Mit „Black Mirror“ folgt eine weitere wirklich sehenswerte Serie, deren vierte Staffel gerade herausgekommen ist. Interessant an der Sammlung dystopischer Geschichte ist, dass die inzwischen 19 Folgen weder zusammenhängend noch chronologisch daher kommen, jede Folge funktioniert wie ein eigenständiger Film. Was die Serie so großartig macht, ist die Erzählweise der völlig unterschiedlichen Episoden. Fast immer folgt man dem Schicksal von einer oder mehrerer Personen durch eine schwere Lebensphase mit der Hoffnung, dass Ihnen eine neuartige Technlogie helfen könnte, sich aber oft eher als Fluch entpuppt. Die Erzählweise ist eher düster, der Stil immer zwischen Drama und Science-fiction. Beeindruckenderweise schafft es aber fast jede Folge, einen immer wieder zu überraschen und die Sicht auf die Dinge und die Personen mitunter vollständig umzukrempeln. Hier wird versucht Kinder per Chip zu überwachen, mit dem künstlichen Abbild eines Verstorbenen zu telefonieren oder sich dessen Bewusstsein in seinen Kopf zu übertragen, in einer von Likes bestimmten Gesellschaft zu überleben oder den brutalen Anweisungen von Cyberkriminellen zu folgen. Jede Geschichte ist interessant und brilliant und erschreckenderweise erstaunlich nah an der Realität. Weiterlesen

FlimmerORIGINS, Teil 2: Der Filmfehler steckt im Detail!

Kommen wir zum zweiten Teil unserer Zeitreise in die Ursprünge meiner Flimmer-Vergangenheit. Nachdem wie im ersten Teil beschrieben 1990 meine Begeisterung für Blockbuster geweckt worden war, feierte 1991 ein Film names „Jäger des verlorenen Schatzes“ seine Premiere im Free-TV. Und auch wenn dieser Film bis heute zu meinen Lieblingsfilmen zählt, brachte er noch etwas anderes mit sich, wovon ich mich bis heute nicht erholt habe: Eine zauberhafte Steinwand, die sich logischerweise schon mehrfach geschlossen haben musste, aber mit jeder neuen Einstellung wieder weit genug oben war, damit am Ende der legendäre Held mit dem Hut doch noch darunter durch rutschen konnte. Seit diesem Film springen mich Film- und Logikfehler immer direkt an, sodass ich seit damals keine Chance mehr hatte, einen Film ohne kritische Hintergedanken zu sehen. Weiterlesen

„Detroit“ – Packendes Drama über die Rassenunruhen 1967!

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Mit Klassikern wie „Near Dark“, „Strange Days“ oder „Gefährliche Brandung“ machte sich Regisseurin Kathryn Bigelow schon früh einen Namen, doch seit ihrer Zusammenarbeit mit dem Journalisten Mark Boal präsentiert sie nach „Tödliches Kommando“ und „Zero Dark Thirty“ mit „Detroit“ bereits ihr drittes politisches Drama, das sich nicht nur durch die akribische Recherche und den Drang zur exakten Wiedergabe der Ereignisse, sondern auch durch eine wirklich packende Erzählweise auszeichnet. Der Film spielt während der Rassenuhruhen 1967 in Detroit und konzentriert sich in erster Linie auf einen brutalen Polizeieinsatz in einem Hotel. Obwohl es sich hier um einen Film mit historischem Background handelt, wirkt er schon fast wie ein Horrorfilm, so erschreckend ging es damals zu und so unberechenbar setzten die rassistischen Polizisten ihre Macht ein. Trotzdem schafft es Kathryn Bigelow erneut, möglichst neutral zu bleiben und die Unsicherheit und Wut auf beiden Seiten des Konfliktes gut zu veranschaulichen. Weiterlesen

FlimmerWAHL 2017 – Wählt eure TOPs und FLOPs!

Das Filmjahr 2017 ist vorbei und wie wir habt ihr sicher auch so manche Highlights aber auch Rohrkrepierer gesehen. Dann seid ihr herzlich eingeladen, bei unserer FlimmerWAHL 2017 mit abzustimmen.

Was ihr dafür machen müsst? Einfach bis zum 15. Januar 2018 um 18 Uhr in einem Kommentar zu diesem Artikel bis zu 10 TOPs und FLOPs benennen, weniger gehen natürlich auch, wenn ihr nicht so viele Filme gesehen habt. Alternativ könnt ihr auch auf unserer Facebook-Seite abstimmen. Falls ihr noch mal schauen wollt, welche Filme 2017 so im Kino liefen, schaut doch einfach bei unseren Kino-Startterminen 2017 noch mal nach.

Wir wünschen allen viel Spaß beim Wählen!

„Jumanji“ – Dwayne Johnson und Jack Black im Dschungel!

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„Jumanji“ war 1995 ein neuer CGI-Meilenstein und ist wohl einer der bekanntesten Film des 2013 verstorbenen Schauspielers Robin Williams. Nach über 20 Jahren greift man jetzt erneut auf die damals schon sehr erfolgreiche Idee zurück und bringt mit Dwayne Johnson, Kevin Hart und Jack Black in den Hauptrollen eine Neuauflage und gleichzeitig eine Fortsetzung ins Kino. Diese ist für ein paar Lacher gut, sorgt mit einigen Bezügen zum alten Film für ein wenig Nostalgie, bietet aber ansonsten erwartungsgemäß mittelmäßige Action, nicht ganz überzeugende Effekte und etwas zu viel Klamauk. Letztendlich kann man auch den neuen Spielern auf ihr Dschungelabenteuer folgen, so sehr tut der Film nicht weh, aber man verpasst auch nichts, wenn man ihn nicht gesehen hat. Weiterlesen

„Bright“ – Will Smith als Cop zwischen Orks und Elfen!

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Der mit 100 Millionen Dollar bisher teuerste Netflix-Film wurde zwar in den ersten Tagen extrem oft aufgerufen, doch die Meinungen gehen sehr weit auseinander. Während Kritiker den Copfilm, der in einer alternativen Realität spielt, in der Menschen zusammen mit Fantasiewesen wie Orks, Elfen und Feen leben, fast durchweg durchfallen lassen, ist er bei den Zuschauern relativ beliebt. Woran liegt das? Grundsätzlich ist nicht nur das Szenario interessant, auch wurde die Parallelwelt sehr gut umgesetzt, sodass man schnell in die Handlung eintauchen kann. Die Handlung ist rasant und grundsätzlich auch spannend, zudem wird das Szenario dafür genutzt, um konkret auf Themen wie Rassismus, Korruption oder Konflikte zwischen den Gesellschaftsschichten einzugehen. Doch gerade da fangen die Probleme bereits an, denn diese Themen werden einem zu übertrieben unter die Nase gerieben, auf der anderen Seite werden die Orks durchweg als Ghettobrutalos dargestellt, was die Grundbotschaft fast schon lächerlich wirken lässt. Zudem werden die meisten Charaktere und ihre Intentionen überhaupt nicht näher erläutert, so wird der Film nach kurzer Zeit zu einer zwar rasanten Verfolgungsjagd, die auf den zweiten Blick aber doch recht konzeptlos daherkommt. Weiterlesen

„Star Wars: Die letzten Jedi“ – Unvorhersehbarkeit macht noch keinen guten Film

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J.J. Abrams hatte sich mit „Episode 7“ geschickt, aber feige mit einem halben „Episode 4“-Remake aus der Affäre gezogen. Rian Johnsons „Episode 8“ musste nun aber liefern – und er wurde nicht müde zu betonen, dass sein Film ja ach so clever, frisch und unerwartet sei. Doch nach Sichtung des Films muss man feststellen: Der Film macht stellenweise Spaß, liefert tatsächlich kein Nostalgie-Fest ab und traut sich Eigenständigkeit, erfüllt aber sämtliche selbst auferlegte Ziele keinesfalls. Das blutrot als düsterer Mittelteil mit schockierenden Enthüllungen angekündigte Meisterwerk entpuppt sich leider als ambitionierte, aber lückenhaft geschriebene Blockbuster-Massenware, die eine kluge Ausgestaltung der Handlung, Figuren und Mythologie vermissen lässt. Der Film überspielt mit plumpem Slapstick und Effekten, dass er erzählerisch ziemlich planlos herumeiert und wenig zu bieten hat. „Star Wars“ ist zur Disney-Routine geworden – und langweilig. Weiterlesen