„Insidious 4: The Last Key“ – Schockt nicht mehr!

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Gerade Horrorfilme sind dafür bekannt, dass ein Erfolgsrezept bis zur Endlosigkeit fortgesetzt wird, auch wenn die Klasse des Originals bei weitem nicht mehr erreicht wird. Das gilt auch für das „Insidious“-Franchise, nach einem wirklich außergewöhnlichen ersten Teil, der es sogar unter unsere TOP 10 der gruseligsten Horrorfilme aller Zeiten schaffte, folgt nach einer soliden Fortsetzung, einem bereits völlig überflüssigen Prequel ein weiterer Ableger, der wieder das Medium Elise und ihre Geisterjägerfreunde in den Focus setzt. Da sich der Film auch mit der Kindheit von Elise beschäftigt, fügt er sich zwar grundsätzlich gut in die Reihe ein, aber wirklich brauchen tut den Film keiner. So bieten die düstere Atmosphäre, die Schockmomente und fiesen Wesen aus der übernatürlichen Welt kaum noch etwas Neues. EIn wenig Poltergeist-Feeling kommt zwar hier und da auf, aber insgesamt merkt man, dass der Film noch mal versucht, mit dem erfolgreichen Namen Kasse zu machen, aber eigentlich keine wirkliche Daseinsberechtigung hat. Weiterlesen

„Dark“ – Erste deutsche Netflix-Produktion ist düster!

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„Babylon Berlin“ hat gerade erst gezeigt, dass auch in Deutschland Serien in internationalem Format gedreht werden können, da präsentiert auch Netflix seine erste deutsche Produktion, die ebenso ein internationaler Erfolg werden dürfte. „Dark“ mag zwar in Grundzügen an „Stranger Things“ erinnern, hat aber trotz entführter Kinder, Mystery-Grusel und seiner 80er-Komponente eigentlich gar nichts mit der US-Serie gemeinsam. Denn hier ist alles düster, alle Charaktere haben dunkle Geheimnisse, Sympathieträger sucht man fast vergebens und sowas wie auflockernder Humor wurde ersatzlos gestrichen. Stattdessen gibt es ein wirklich konfuses Puzzle über mehreren Zeitebenen, ein mysteriöses Höhlensystem, ein Atomkraftwerk und dazu sehr viele Lügen. Die Mysteryserie versteht es, einen mit seinem Mindfuck-Konstrukt bis zum Finale bei der Stange zu halten, mit einer einzigartig düsteren Optik und tollen Bildern und einem wahrhaft depressiven Sound. Die Serie erinnert in vielerlei Hinsicht an „Donnie Darko“, der Zeitreise-Aspekt hier ist zudem sehr interessant und spannend und letztendlich sogar ziemlich rund. „Dark“ mag mit seiner Düsternis zwar insgesamt schon etwas übertrieben, ist aber in jedem Fall sehenswert! Weiterlesen

„Rillington Place“ – Tim Roth als brutaler Serienkiller!

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Es hat schon immer perverse Serienmörder gegeben, mit „Rillington Place – Der Böse“ widmet sich die BBC mit ihrem Serien-Dreiteiler dem Briten John Reginald Christie, der in den 1940ern eine Reihe düsterer Morde begangen hatte. Mit Tim Roth hat man den perfekten Kandidaten für die Darstellung des schmuddeligen, perversen Mörders gefunden. Er spielt diesen so überzeugend, dass ich dem ekelhaften Treiben schon nach dem ersten Teil nur noch wiederwillig weiter zuschauen wollte. Zudem zieht sich die Handlung mitunter etwas und wird durch seinen seltsam unchronologischen Aufbau nicht unbedingt besser. Die Serie ist überzeugend düster, die Darsteller gut, aber trotzdem nicht unbedingt was für jeden Geschmack. Weiterlesen

„1922“ – Netflix überzeugt mit weiterer King-Verfilmung

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Gerade erst letzten Monat hatte Netflix mit der Adaption von Stephen Kings „Das Spiel“ ganz weit die Nase vorn, da wird mit „1922“ aus der Novellensammlung „Zwischen Nacht und Dunkel“ gleich die nächste runde Verfilmung einer Vorlage des Horrormeisters nachgereicht. Auch dieser Film hat eine vergleichsweise überschaubare Handlung über einen Farmer, der zusammen mit seinem Sohn seine Frau umbringt und dann selber von einem Unglück ins nächste gerät, doch wer Stephen King kennt, der weiß, dass dieser oft aus den einfachsten Ideen die originellsten Wendungen entwickelt. Der Cast um Thomas Jane, Molly Parker und Dylan Schmid ist perfekt besetzt, die Optik großartig und die Gruselmomente wirklich ungemütlich in Szene gesetzt. Netflix zeigt mal wieder, dass man mit King-Vorlagen, die man in der Lauflänge eines Films fast originalgetreu wiedergeben kann, ein gutes Ergebnis erzielen kann. Weiterlesen

„Planet der Affen: Survival“ – Düsterer dritter Teil des Reboots!

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Nach den fünf Klassikern aus den 70ern und dem misslungenen Remake von Tim Burton in den 90ern wurde das „Planet der Affen“-Franchise 2011 sehr gelungen wiederbelebt. Nachdem der erste Teil „Prevolution“ die Experimente mit den Affen und den dadurch verursachten Ausbruch einer Seuche thematisierte, widmete sich der zweite Teil „Revolution“ der Konfrontation von überlebenden Menschen und intelligenten Affen, der unausweichlich zum Krieg führte. Auch im dritten Teil steht Affe Caesar im Mittelpunkt, großartig von Andy Serkis per Motion Capturing in Szene gesetzt. Der eigentlich friedliche Affe kommt dieses Mal allerdings auch an seine Grenzen, als ein von Woody Harrelson gekonnt böse gespielter Colonel mit seinen Soldaten den Affen endgültig den Garaus machen will. Auch der dritte Teil beeindruckt mit wirklich lebensecht wirkenden Affen und einer bitteren Handlung, in der man sich so gar nicht mehr mit seiner eigenen Rasse identifizieren kann. „Survival“ rundet die neue Trilogie ab und bietet ein Ende, das die Reihe sinnvoll abschließt. Eine weitere Fortsetzung würde vermutlich nicht mehr funktionieren. Weiterlesen

„Okja“ – Geniale und düstere Riesenschweinerei!

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Nach „Snowpiercer“ hat der südkoreanische Regisseur Joon-ho Bong jetzt seinen zweiten Film mit größtenteils US-Schauspielern gedreht, „Okja“ ist allerdings eine Netflix-Produktion, die aber durchaus Kinopotential hätte. „Ein Schweinchen namens Babe“ war gestern, wenn hier ein Mädchen sein Lieblingsschwein retten will, hat das außer dem Knuddelfaktor des tierischen Hauptdarstellers nichts mehr mit dem Kinderfilm gemeinsam. „Okja“ ist eine bitterböse Abrechnung mit der Fleischindustrie, die einem mit dem immer düsterer werdenden Szenario mehrfach den Magen umdreht. Neben den großartig spielenden Stars Tilda Swinton, Jake Gyllenhaal, Paul Dano und Steven Yeun bietet die größte Leistung allerdings die kleine Seo-Hyun Ahn, die so authentisch spielt, das es einem schon weh tut, bei allem, was ihr wiederfährt. Beeindruckend animiert ist aber auch das Riesenschwein Okja, bei dem man mit der Zeit wirklich vergisst, dass es nicht echt ist, wenn es gerade durch einen Supermarkt kracht. Absolut empfehlenswert, eine großartige Netflix-Produktion, die unter die Haut geht. Weiterlesen

„The Purge 2 – Anarchy“ – Potential wieder nicht genutzt!

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Als letztes Jahr „The Purge“ ins Kino kam, konnte der Film mit einem originellen, spannenden Szenario punkten, allerdings mit der Handlung nicht voll überzeugen. Vom zweiten Teil hat man daher auch nicht viel mehr erwartet, allerdings hatte der Zusatz „Anarchy“ ein wenig Hoffnung darauf gemacht, dass man hier mehr über die Hintergründe erfährt und sich auch Widerstand gegen das System formiert, das alles wird aber wieder nur halbherzig angegangen. Damit ist auch Teil 2 mitunter ganz spannend, bleibt aber wieder weit hinter den Möglichkeiten der Grundidee zurück. Aber ein dritter Teil wird sicher kommen, vielleicht nutzt der ja das Potential. Weiterlesen

„True Detective“ – Spannend, verstörend, großartig gespielt!

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Matthew McConaughey wurde gerade erst für seine Hauptrolle in „Dallas Buyers Club“ ausgezeichnet, da setzt er im TV noch einen drauf, seine Darstellung eines depressiven Detectives Rust Cohle ist einfach einzigartig, allerdings ist auch Woody Harrelson als sein Partner Martin Hart perfekt als Gegenpol besetzt. Nicht zuletzt diesem Duo ist es zu verdanken, dass sich „True Detective“ von der Masse an Krimiserien abhebt, allerdings geht auch die Handlung unter die Haut. Selten war eine Serie so spannend, düster und fesselnd. Schade, dass man weiteren Staffeln immer eine andere Besetzung haben wird, diesen Ermittlern hätte man gerne mehr als 8 Folgen zugesehen. Weiterlesen