„The Favourite“ – Intrigenspiel am englischen Königshof

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Historenfilme gelingen nicht immer, doch die frechen und fiesen Machenschaften um Königin Anne im 18. Jahrhundert sind absolut sehenswert. Das liegt nicht nur an der tollen Optik und der grandiosen Ausstattung des Films, nicht nur an der überdrehten Handlung, deren politische Hintergründe auch heute noch recht aktuell wirken, sondern ganz klar an der überragenden Leistung von Olivia Colman, Emma Stone und Rachel Weisz. Das Intrigenspiel und die immer niederträchtigeren Ränkespiele um die Gunst und den Einfluss auf die Königin spielen die drei mit einer solchen Hingabe, dass es eine Freude ist. Dabei gelingt es sogar, keine der drei als wirkliche Identifikationsfigur den anderen voran zu stellen, bei allen wechselt man zwischen Zustimmung, Mitgefühl und Abneigung immer wieder hin und her. Die vielen Oscar-Nominierungen sind absolut verdient, ein echtes Highlight zum Start des Kinojahres! Weiterlesen

„Battle of the Sexes“ – Em(m)anzipation auf dem Tennisplatz!

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Kurz nachdem mit „Borg/McEnroe“ eine der wohl spannendsten Rivalitäten im Tennis im Kino überzeugen konnte, folgt mit „Battle of the Sexes – Gegen jede Regel“ ein weiterer Wettstreit auf dem Tennisplatz, bei dem es nicht nur um den Sieg eines der Spieler, sondern um einen für ein ganzes Geschlecht ging. Emma Stone und Steve Carrell spielen die erfolgreiche Tennisspielerin Billie Jean King und den ehemaligen Tennisstar Bobby Riggs, der 1973 in einem Match beweisen wollte, dass Frauen auf dem Tennisplatz zwar eine gute Figur machen, aber auch ein Mann, dessen beste Zeiten schon weit zurück liegen, es problemlos mit ihnen aufnehmen kann. So zeigt der Film nicht nur ein weiteres spannendes Kapitel aus der Welt des Tennissports, sondern auch einen wichtigen Punkt auf dem Weg zur Gleichstellung der Frauen im Sport und in der Gesellschaft. Weiterlesen

„Babylon Berlin“ – Geniales, deutsches Serien-Monstrum!

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Erst kürzlich habe ich „Stranger Things“ zur besten Serie der Welt gekürt, dann kam „Babylon Berlin“ um die Ecke! Die millionenschwere deutsche Serie über das Berlin Ende der 1920er Jahre kann sich nicht nur optisch mit den besten Serien aus den USA messen, die Handlung ist nicht nur überragend spannend, abwechslungsreich und überraschend, die Thematik ist einfach etwas Besonderes, schließlich bietet die Serie einen grandiosen Einblick in die politischen und gesellschaftlichen Zustände während der Weimarer Republik in Berlin und damit einen interessanten Einblick in die deutsche Vergangenheit. Was das Regie-Trio Tom Tykwer, Hendrik Handloegten und Achim von Borries aus dem Romanstoff herausgeholt haben, ist wirklich einzigartig! Tolle Schauspieler, eine fesselnde Handlung, die zugleich Kriminalthriller und doch auch Geschichtsunterricht ist, garniert mit einer unfassbar realistischen Optik! „Babylon Berlin“ ist ein wahres Serien-Monstrum und die jetzt verfügbaren ersten beiden Staffeln mit jeweils acht Folgen sollten für jeden in unserem Land Pflichtprogramm sein! Weiterlesen

„Die Verführten“ – Sofia Coppolas neues Drama!

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Sofia Coppola, Tochter des legendären Francis Ford Coppola, startete damals mit „The Virgin Suicides“ und ihrem Meisterwerk „Lost in Translation“ als Regisseurin wirklich stark durch. Doch schon „Marie Antoinette“ konnte nicht mehr mithalten, „Somewhere“ war zwar wieder ganz nett, aber „The Bling Ring“ wieder überflüssig. Ihr neuer „Die Verführten“ hat mit Nicole Kidman, Kirsten Dunst, Elle Fanning und Colin Farrell einen beachtlichen Cast zu bieten, der Film ist solide inszeniert und gespielt, aber trotzdem nichts, was sich wirklich einprägt. Interessant wird er im Vergleich zur 1971er Verfilmung „Betrogen“ mit Clint Eastwood. Weiterlesen

„Rillington Place“ – Tim Roth als brutaler Serienkiller!

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Es hat schon immer perverse Serienmörder gegeben, mit „Rillington Place – Der Böse“ widmet sich die BBC mit ihrem Serien-Dreiteiler dem Briten John Reginald Christie, der in den 1940ern eine Reihe düsterer Morde begangen hatte. Mit Tim Roth hat man den perfekten Kandidaten für die Darstellung des schmuddeligen, perversen Mörders gefunden. Er spielt diesen so überzeugend, dass ich dem ekelhaften Treiben schon nach dem ersten Teil nur noch wiederwillig weiter zuschauen wollte. Zudem zieht sich die Handlung mitunter etwas und wird durch seinen seltsam unchronologischen Aufbau nicht unbedingt besser. Die Serie ist überzeugend düster, die Darsteller gut, aber trotzdem nicht unbedingt was für jeden Geschmack. Weiterlesen

„Wonder Woman“ – Mit cooler Frauenpower zur Rettung von DC!

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Was Marvel kann, das können wir auch, dachte sich DC und siehe da, sie konnten es nicht. Zack Snyder drehte mit „Man of Steel“ und „Batman v Superman“ zwei übertrieben düstere, effektüberladene, melancholische Langweiler voller Pathos und ohne jegliche Selbstironie, trotzdem war er bis vor kurzem auch noch für den Superheldenkombifilm „Justice League“ aktiv. In diesen ganzen Einheitsbrei stolpert fast unbemerkt „Wonder Woman“, ein Charakter, den man kaum ernst nimmt und entsprechend von der Verfilmung auch nicht viel erwartet hat. Doch ausgerechnet dieser Film präsentiert sich tatsächlich als bisher bester Film aus dem neuen DC-Film-Universum. Regisseurin Patty Jenkins schickt Gal Gadot, Connie Nielsen und Robin Wright mit so viel Frauenpower in den Ring, dass ihre männlichen Gegenüber wie Chris Pine oder David Thewlis dem kaum etwas entgegensetzten können. Weiterlesen

Neue Dokus: „9 Monate“ und „In The Club“

Diesen Monat geht es bei unseren Empfehlungen neuer Dokumentationen auch persönlich bedingt um das Thema Schwangerschaft. Zum einen ist Ende Juni die dreiteilige Reihe „9 Monate – Ein Leben beginnt“ auf DVD erschienen, die sich der Entwicklung des Babys im Mutterleib und die Einflüsse auf das spätere Wesen des Menschen konzentriert, zum anderen die Ende Juli erscheinende erste Staffel der BBC-Serie „In the Club – Schwanger und was dann?“, die von den Schicksalen und Lebensumständen mehrerer schwangerer Frauen handelt und die Einflüsse der Schwangerschaft auf deren Leben verdeutlicht. Weiterlesen

„The Danish Girl“ – Eddie Redmayne als Frau im Mann!

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In Zeiten, wo Geschlechtsumwandlungen keine Besonderheit mehr darstellen, ist es interessant, sich dem Beginn der Zeit zu widmen, als zum ersten Mal wissenschaftlich erforscht wurde, warum sich Menschen so fühlen, als wären sie mit dem falschen Geschlecht geboren und wie man operativ helfen kann. „The Danish Girl“ widmet sich dafür dem dänischen Landschaftsmaler Einar Wegener, dessen Wandel zur Frau wirklich beeindruckend von Eddie Redmayne verkörpert wird. Auch wenn er trotz Nominierung dieses Jahr bei den Oscars leer ausging, konnte Alicia Vikander völlig verdient ihren Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle als Wegeners Ehefrau in Empfang nehmen. Weiterlesen