„Alles Geld der Welt“ – Besser ohne Kevin Spacey!

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Der Film über die Entführung des Enkels von Öltycoon Paul Getty geriet in erster Linie in die Schlagzeilen, weil sich Regisseur Ridley Scott nach den Vorwürfen der sexuellen Belästung bei Kevin Spacey tatsächlich dafür entschied, seinen bereits fertig gedrehten Film zu überarbeiten und alle Szenen mit Spacey neu zu drehen und den Schauspieler durch Christopher Plummer zu ersetzen. Dieser ist eine so gute Besetzung für den arroganten aber auch erhabenen Getty, dass Spacey niemals so gut hätte sein können. Ein Geniestreich ist der Film trotzdem nicht geworden, aber nicht zuletzt dank Plummer, Michelle Williams und Mark Wahlberg durchaus unterhaltsam. Scott schafft es tatsächlich, die zentrale Entführung des Getty-Enkels in den Schatten eines ganz anderen Themas zu stellen, nämlich dem Verhalten von Menschen, die so reich sind, dass jeder Gedanke und auch jede persönliche Entscheidung mit materiellem Kalkül und dem Fokus auf den eigenen Vorteil gefällt wird. Christopher Plummer schafft dabei das Kunststück, den Millardär trotz seiner unfassbaren Reaktionen einen Stolz einzuverleiben, dass man tatsächlich zwischen Verachtung und Respekt zu schwanken beginnt. Weiterlesen

„Barry Seal – Only in America“ – Tom bescheißt alle!

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Dass ich nicht gerade ein Fan von Tom Cruise bin, ist nichts Neues, in diesem Film hat er mir allerdings richtig Spaß gemacht. „Barry Seal“ ist irgendwie eine Mischung aus „Narcos“ und „Blow“, auch hier geht es um Drogenschmuggel in den 80ern, die Geschichte von Barry Seal setzt allerdings allem die Krone auf. Der Pilot arbeitete nämlich in seinen besten Zeiten zeitgleich für die CIA, das Medellin-Kartell und Rebellen aus Nicaragua, eine Konstellation, die zwangsläufig zu sehr viel Geld aber auch sehr vielen Problemen führte. Der Film wurde bewusst locker inszeniert, so schien sich auch Barry Seal nie der Ernsthaftigkeit seines Tuns wirklich bewusst zu sein. Cruise spielt den Piloten erstaunlich facettenreich, der Film ist abwechslungsreich und spannend in Szene gesetzt, aber das Beste ist eben die reale Geschichte selber. Weiterlesen

„Logan Lucky“ – Loser-Version von „Ocean’s Eleven“

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Die Karriere von Regisseur Steven Soderbergh verlief nicht immer glatt, doch „Ocean’s Eleven“ war sicher einer seiner besten Filme, was für die Fortsetzungen allerdings nur noch begrenzt zutraf. Lange Zeit war es ruhiger um ihn geworden, doch jetzt meldet er sich mit „Logan Lucky“ wieder zurück. Die Parallelen zu seinem Kultfilm sind sicher nicht zufällig, allerdings wird der große Coup hier nicht von reichen Schnöseln voller Gimmicks und Fähigkeiten durchgeführt, sondern von einfachen Arbeitern, die letztendlich durch Gerissenheit und Zusammenhalt zum Ziel kommen. Das ist insgesamt sehr amüsant, wenn auch letztendlich nicht übermäßig innovativ. Neben Channing Tatum und Adam Driver hat hier vor allem der erblondete Sträfling Daniel Craig mit seinen Sprüchen die Nase vorn. Ein netter Gaunerfilm für Zwischendurch. Weiterlesen

„Money Monster“ – Geld, Betrug und Fernsehen!

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Bisher konnte sich Jodie Foster nicht als herausragende Regisseurin auszeichnen, auch ihr neuer Film „Money Monster“ ist kein Meisterwerk, aber ein netter Film über die Betrügereien der großen Börsenunternehmen mit dem Geld des kleinen Mannes und dem, was das Fernsehen dazu beiträgt. Dank toller Leistungen von George Clooney, Julia Roberts und Jack O’Connell ist der Film spannend und zugleich sozialkritisch. Ein wenig erinnert „Money Monster“ an „Mad City“, wo ebenfalls ein Normalbürger mit einer Straftat auf Ungerechtigkeiten aufmerksam machen wollte und sein zuerst nur erfolgssüchtiges Gegenüber zum Nachdenken über die eigene Vorgehensweise bringt. Weiterlesen

„Morgen hör ich auf“ – Bastian Pastewka als Geldfälscher

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Auch wenn der Vergleich mit „Breaking Bad“ in erster Linie zu Werbezwecken eingesetzt wird, sind die Parallelen eindeutig erkennbar. Bastian Pastewka versucht hier den ersten Schritt in Richtung ernsthaftes Schauspiel, was ihm auch größtenteils gelingt. Die Serie ist spannend und voll interessanter Wendungen, die Darsteller können überzeugen und doch ist den Machern nicht der große Wurf gelungen. Weiterlesen

„The Wolf of Wall Street“ – Geld, Sex, Drogen & DiCaprio!

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Und auch Leonardo DiCaprio versucht nach zahlreichen erfolglosen Nominierungen wieder sein Glück als bester Hauptdarsteller bei den Oscars, doch die Konkurrenz ist auch in diesem Jahr groß. Aber Spaß macht es auf jeden Fall, DiCaprio in der Rolle des Aktienmillionärs Jordan Belfort zu sehen, dessen Autobiografie voller kranker Dekadenz wild und hemmungslos von Regisseur Martin Scorsese in Szene gesetzt wurde. Ein abgedrehter Charakter in einer Welt mit unverhältnismäßig viel Geld, Sex und Drogen! Man kann Belfort lieben, man kann ihn hassen, mitreißen tut er einen auf jeden Fall, nicht zuletzt dank einem wieder mal einzigartig spielenden Leonardo DiCaprio. Weiterlesen

„In Time“ – Zeit ist Geld!

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Ich fand den Trailer von „In Time“ ansprechend, also schaute ich mir den Film mal an. Die Idee hinter dem Film ist keine wirklich neue: Der Kapitalismus hat gesiegt und lebt sich nun perfide aus – dafür aber mal in einer interessanten Variante mit der Lebenszeit als Währung. Andrew Niccol, der schon mit „Lord of War“ und „Gattaca“ überzeugte, versucht sich nun an einer Zeit-Raum-Geschichte. Weiterlesen