„Rocketman“ – Berauschendes Elton-John-Biopic!

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Es ist vielleicht unfair, immer „Bohemian Rhapsody“ als Vergleich heranzuziehen, aber es ist schon bitter, wie grandios einem „Rocketman“ vor Augen führt, was man beim Queen-Biopic so alles hätte besser machen können. Denn die Geschichte von Elton John bietet nicht nur eine wirklich einzigartige schauspielerische und gesangliche Leistung von Taron Egerton, der Film ist eine emotionale Achterbahnfahrt, ein mitreißendes Musical, ein tragikomisches Drama, ein künstlerisches Experiment, kurzum ein echtes Highlight! Ich bin selten so geflasht aus dem Kino gekommen, sodass ich gleich im Anschluss meine Eindrücke loswerden muss. Man muss nicht viel über Elton John wissen und nicht mal viele seiner Songs kennen, um hier voll auf seine Kosten zu kommen. Regisseur Dexter Flechter und Hauptdarsteller Taron Egerton setzen dem großen Musiker das Denkmal, das er verdient hat. Absolut sehens- und hörenswert! Weiterlesen

„Anna und die Apokalypse“ – Das High-School-Zombie-Musical!

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Die Masse an Zombie-Filmen ist unzählbar, da wundert es einen wirklich, wenn man zwischendurch echt noch eine Perle unter ihnen entdecken kann. Doch die unterhaltsame Mischung von „Anna and the Apocalypse“ ist wirklich ein kleines Highlight. Wer hier jetzt nur eine witzige Parodie erwartet, der wird verblüfft sein, wie hart und unerbittlich es hier bisweilen zugeht. Was natürlich nicht heißt, dass der Film nicht lustig ist. Es sind nicht nur die tollen Songs mit Ohrwurmcharakter, sondern gerade die Art und Weise, wie sie in die eigentlich alles andere als fröhliche Handlung eingebunden werden. Wenn Anna fröhlich trällernd zur Schule geht und wegen ihrer Kopfhörer gar nicht wahrnimmt, welches Grauen sich um sie herum abspielt, dann ist das einfach großartig. Generell sind die Charaktere toll, interessant und ehrlich. Eine Gruppe liebenswerter Freaks, bei denen man tatsächlich leidet, wenn der Film auch hier und da überraschend einen Sympathiecharakter opfert. Das macht den Film erstaunlich unvorhersehbar. Ein echter Geheimtipp für alle, die Musicals und Zombiefilme lieben, endlich gibt es die perfekte Symbiose! Weiterlesen

„Mamma Mia 2: Here We Go Again“ – Nur mäßig mitreißend!

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Der erste Teil von „Mamma Mia“ war damals schon nicht unbedingt dramaturgisch ein Hit, aber mit zehn Jahren Abstand muss ich zugeben, dass der Film nicht zuletzt dank der fetzigen Interpretationen der ABBA-Songs doch irgendwie Spaß macht. So habe ich tatsächlich ein wenig Vorfreude für den zweiten Teil empfunden, Kopf ausschalten und schön zwei Stunden von den Songs der schwedischen Popband mitreißen lassen. Doch der zweite Teil kann das Feeling des ersten Teils so gar nicht einfangen, was an vielen Problemen liegt. Zum einen waren die echten Hits von ABBA schon im ersten Teil aufgebraucht worden, sodass man hier eher in der zweiten Riege zugriff. Aber auch die Arrangements sind zwar origineller, aber eben nicht so poppig wie im ersten Teil, sodass irgendwie nicht so zum Mitschunkeln und Mitsingen animiert wird. Und eigentlich darf man hier nicht auf die Story achten, aber den Großteil die damalige Geschichte von Donna, wie sie die drei potentiellen Väter ihrer Tochter kennengelernt, zu erzählen, ist eben nicht nur nicht neu, sondern widerspricht auch an vielen Stellen dem ersten Teil. Ein plumper Versuch, Cher als Großmutter einzubauen, geht auch daneben. So hat der Film zwar ein paar nette Momente, aber ist eben bei weitem kein Good-Feeling-Movie geworden wie der erste Teil. Weiterlesen

„Greatest Showman“ – Der High School Musical Circus!

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Dass Hugh Jackman nicht nur als „Wolverine“ Krallen ausfahren, sondern auch singen kann, hat er bereits in „Pan“ und vor allem in „Les Misérables“ unter Beweise gestellt, so gibt er gesangstechnisch auch in „Greatest Showman“ alles. Doch das poppige, bunte und durchaus optisch aufwendig inszenierte Musical über den legendären Zirkus-Erfinder P.T. Barnum krankt an vielen anderen Stellen. Gerade wer die tatsächliche Vita von Barnum durchliest, muss sich fragen, warum bei einer so interessanten Geschichte und einem ebenso vielschichtigen Mann so eine oberflächliche, kitschige und jeglicher Logik entsagende Handlung zusammengematscht wurde. Selbst der Hauch Sozialkritik verpufft total, die wahllos bzw. eher sinnlos herausgepickten Elemente aus Barnums Leben werden mit zwar eingängigen und grundsätzlich hörbaren Popsongs sowie gut arrangierten Tanzszenen optisch und akustisch nett aufbereitet, die Handlung selber ist aber unglaublich langweilig, ohne jeglichen Tiefgang und nicht zuletzt durch die Songs an den unwichtigsten Stellen elendig in die Länge gezogen. Man kann auch Musicals deutlich anspruchsvoller gestalten, die Dramaturgie findet hier leider eher auf dem Niveau der „High School Musical“-Filme statt. Schade! Weiterlesen

„La La Land“ – Die großartige Rückkehr des Musicals!

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Klar, es hat immer Musikfilme und Musicals gegeben, aber so wirklich im Gedächtnis sind mir in den letzten Jahren keine geblieben. Und plötzlich kommt „La La Land“, singt und spielt sich mit Emma Stone und Ryan Gosling ganz tief ins Herz und kann dabei auch noch optisch überzeugen. Das musikalische Meisterwerk wurde daher nicht umsonst mit zahlreichen Golden Globes ausgezeichnet, auch bei den Oscars ist bei den Nomierungen einiges drin. Weit weg vom typischen Popcornkino, mit dem Potential zum Geheimtipp, der durch die Medienpräsenz nun doch keiner mehr ist. Ein toller Film über Musik, Hollywood und die Liebe! Weiterlesen

„Into The Woods“ – Disneys Märchen-Mix-Musical!

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Wenn Disney sich einen Berg alter Märchen schnappt, dazu einen Schwung bekannter Schauspieler wie Meryl Streep, Johnny Depp, Emily Blunt, Anna Kendrick oder Chris Pine packt und alles zu einem Musical verwurstet, erwartet man unbeschwertes Geträller und eine seichte Handlung. Doch „Into The Woods“ ist für Disney schon fast etwas zu düster und die Songs klingen eher nach „Sweeney Todd“ und nicht nach dem typischen Disney-Singsang. Allerdings ist die Handlung so konfus und die Musik dermaßen nervtötend, dass man sich schon fast singende Eisköniginnen und trällernde Vögel auf die Leinwand wünscht. Weiterlesen

„Jersey Boys“ – Eastwood verfilmt „Four Seasons“-Musical

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Die Band „The Four Seasons“ hat heute vielleicht nicht mehr den größten Bekanntheitsgrad und doch kennt wohl jeder Songs wie „Big Girls Don’t Cry“, „Sherry“ oder „Rag Doll“. Die Geschichte einer der erfolgreichsten Bands der 60er wurde bereits als Musical inszeniert, auf dessen Basis jetzt kein Geringerer als Clint Eastwood einen Film gemacht hat. Der ist zwar gut inszeniert und kann mit den tollen Songs der Bands punkten, aber ein wirkliches Highlight in Eastwoods Regie-Karriere ist er nicht. Wer auf Musiker-Biopics und den Sound der 60er steht, sollte sich den Film aber trotzdem nicht entgehen lassen. Weiterlesen

„Les Misérables“ – Toll inszeniert, aber die Musik…

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Es ist nicht so, dass ich Musicals nicht mag, aber normalerweise prägt sich die Musik ein und reißt einen mit, hier wird fast drei Stunden am Stück gesungen und der Stil erinnert eher an „Sweeney Todd“ als an „Hairspray„, das ist über diese Lauflänge dann doch sehr anstrengend. Allerdings beeindrucken Stars wie Hugh Jackman, Russel Crowe, Anne Hathaway und Amanda Seyfried mit ungeahnten Gesangstalenten und können auch schauspielerisch überzeugen. Der Film kommt zudem beeindruckend bildgewaltig daher, ohne die anstrengende Musik wäre er ein Geniestreich geworden. Weiterlesen