„Dumbo“ – Tim Burtons seltsame Neuauflage von Disneys Elefant!

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Gerade erst habe ich beim Realremake von „Aladdin“ bemängelt, dass die „realen“ Neuauflagen der Zeichentrickklassiker zu sehr 1:1 nachgedreht werden, da kommt Tim Burton um die Ecke, der zuletzt mit „Die Insel der besonderen Kinder“ und „Big Eyes“ mal wieder ganz passable Filme abgeliefert hatte, und stülpt der ohnehin nicht gerade tollen Handlung von Disneys 1941er „Dumbo“ so einen absurden Handlungsmurks über, dass ich zugeben muss, von den sehr an der Vorlage bleibenden Versionen doch mehr gehabt zu haben. Auch wenn Burton Danny DeVito und Michael Keaton nach „Batmans Rückkehr“ mal wieder kombiniert und mit Eva Green, Colin Farrell, Alan Arkin und in einer sehr kleinen Nebenrolle sogar Lars Eidinger ein paar gute Darsteller in die Zirkusmanege schickt, will hier gar nichts passen. Fans des Originals erkennen zwar an vielen Stellen die wohl als Hommage gedachten Szenen mit Bezug zum Original, bis zu den rosa Elefanten, aber alles soweit verfremdet, dass Dumbo trotz großer Augen mit extremem Kindchenschema irgendwie nie wie der zentrale Charakter wirkt und gleichzeitig die Kinder, ihr Vater und die Zirkusgang auch nicht so richtig als zentrales Element funktionieren wollen. Optisch ist Burtons Stil wie immer eine Augenweide und der fliegende Babyelefant ist auch sehr gut animiert, aber einen Klassiker, von dem sich wohl kaum einer überhaupt eine Neuauflage gewünscht hätte, dann mit einer derart verschrobenen neuen Handlung noch weniger interessant zu machen, ist dann auch schon eine Kunst. Weiterlesen

„Aladdin“ – Will Smith macht einen auf Dschinni!

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Nach den zuletzt soliden, wenn auch größtenteils überflüssigen Realverfilmungen der Disney-Klassiker „Die Schöne und das Biest“ und „Das Dschungelbuch“ stand die Neufassung von „Aladdin“ nicht zuletzt aufgrund der Besetzung von Will Smith als blauem Wunderlampengeist noch vor dem Start in der Kritik. Doch verblüffenderweise ist Smith mit das größte Highlight des Films. Da er gar nicht erst versucht, die Zeichentrickversion von Robin Williams zu kopieren, kann er dem Dschinni seine ganz eigene Note und vor allem einen anderen Humor verpassen, der tatsächlich immer wieder zündet. Ansonsten schafft es auch Regisseur Guy Ritchie nicht, eine Realversion zu drehen, die den Zeichentrick-Klassiker überbietet. „Aladdin“ ist bunt, actionreich und kurzweilig, zudem bekommt er hinsichtlich der Story ein wenig mehr Tiefe, aber eben nicht genug, um wirklich anders zu sein. Auch die neuen Songs fügen sich zwar gut ein, toppen aber nicht die bekannten Ohrwürmer. Disney wird zwar diese Linie noch weiter fahren, aber Disney-Fans werden trotz zahlreicher anderer ähnlicher Projekte wohl noch lange warten müssen, bis eine Realverfilmung mal einen der Klassiker toppen kann. Weiterlesen

„Friedhof der Kuscheltiere“ – Nur bedingt überzeugende Neufassung!

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„Friedhof der Kuscheltiere“ ist sicher einer der besten Romane von Stephen King, doch zur 1989er Verfilmung von Mary Lambert gehen die Meinungen weit auseinander. Während einige sie für eine der besten King-Verfilmungen halten, hadern viele mit dem schlechten Hauptdarsteller und der mitunter etwas billigen Effekte. Nach dem Erfolg der tatsächlich gelungenen Neuauflage von „ES“ und dem neuen King-Boom in TV und Kino machte es also Sinn, auch „Pet Sematary“ eine Neuauflage zu gönnen. Hier macht man zwar mit Hauptdarsteller Jason Clarke alles richtig, aber irgendwie kann der Film sich nicht über die alte Verfilmung hinweg setzen. Weder der Grusel- noch der Gewaltfaktor überzeugen mehr und auch die kleinen Änderungen können nicht so richtig überzeugen. Wer die alte Verfilmung nicht kennt, wird vermutlich auch hier mit dem Einschlafen ein paar Probleme haben, wer aber weiß, was passiert, der wird hier leider nicht mehr abgeholt als damals. Weiterlesen

„Hellboy – Call of Darkness“ – Durchwachsene Neuauflage!

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Lange Zeit hatte man auf einen dritten „Hellboy“-Film von Guillermo del Toro mit Ron Perlman als rotem Höllenklops gehofft, so war ich auch sehr sketpisch, was ich von Neil Marshalls Reboot erwarten soll, auch wenn ich David Harbour in „Stranger Things“ mochte. Aber da liegt eins der Hauptprobleme des Films: Perlman ist für mich einfach der perfekte Hellboy, Harbour gibt dem Charakter zwar ganz klar eine völlig neue Note und spielt wirklich gut, aber irgendwie war er für mich einfach nicht der richtige. Und auch wenn die Handlung mehr auf Horror setzt und hinsichtlich Gewalt teilweise ganz neue Maßstäbe setzt, war mir das Mystery-Setting von del Toro irgendwie lieber. Wer meine Begeisterung für die beiden alten Filme jedoch nicht teilt, der sollte dem Reboot auf jeden Fall eine Chance geben, der Film ist durchaus unterhaltsam, aber ich hätte mir doch lieber eine weitere Fortsetzung der alten Reihe gewünscht. Weiterlesen

„Robin Hood“ – Ganz klar kein Treffer ins Schwarze!

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Für mich gibt es eigentlich nur zwei echte „Robin Hood“-Filme, die Version von Disney aus meiner Kindheit und „Robin Hood – König der Diebe“ mit Kevin Costner. Da die letzte und auch nicht gerade gelungene Kinoversion von Ridley Scott mit Russell Crowe auch schon wieder fast ein Jahrzehnt zurück ist, war die Zeit wohl wieder reif für einen weiteren Versuch. Doch wie schon zuletzt „King Arthur“ gelingt eine Wiederbelebung nicht unbedingt, wenn man vorrangig auf wilde Action und geplant coole Sprüche setzt. Taron Egerton kann nicht gegen die langweilige Interpretation des Bogenschützen anspielen und auch Jamie Foxx überzeugt nur bedingt als Little John. Ben Mendelsohn hat als Sheriff von Nottingham noch die besten Momente, und über das maue Spiel von Eve Hewson als Marian müssen wir gar nicht reden. Alles ersäuft in einer Geschichte, die man schon auswendig kennt, aber noch nie so langweilig adaptiert und einer Fülle an nervigen Actionszenen, die mitunter so schnell geschnitten sind, dass man nicht mal richtig erkennt, was eigentlich passiert. Da einem das aber schnell sowieso egal ist, auch nicht weiter schlimm. Hoffen wir mal, dass niemand die Drohung wahr macht, dass dieser Murks nur der Anfang eines ganzen Franchises sein soll. Weiterlesen

„Halloween“ – Horror-Reboot und späte Fortsetzung!

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„Halloween“ ist einer das großen Horrorklassiker und der messerschwingende Michael Myers eine Ikone. So folgten auf das John Carpenters Original von 1978 bereits einige Fortsetzungen und Neuauflagen. Nun entschied man sich nicht nur für einen weiteren Neustart, sondern gleichzeitig für eine Fortsetzung, denn „Halloween“ ignoriert inhaltlich alle anderen Filme und baut nur auf dem Erstling auf. Doch auch Jamie Lee Curtis kann nicht helfen, dass auch ein Slasher, der versucht, dem Original gerecht zu werden, eben trotzdem nur ein überflüssiger weiterer Slasher ist. Weiterlesen

„Flatliners“ – Völlig überflüssige Neuauflage!

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Der 80er-Klassiker „Flatliners“ mit Kiefer Sutherland, Julia Roberts und Kevin Bacon ist in meinen Augen auch kein Meisterwerk, aber trotzdem für die damalige Zeit interessant, da er sich dem Thema „Leben nach dem Tod“ schon damals auf eine interessante, nicht-religiöse Weise widmete. Jahrzehnte später ist die Technik nun schon um Längen weiter, trotzdem gibt es keine verlässlichen Informationen zu dem Thema, eine perfekte Grundlage, um sich dem Stoff auf eine interessante neue Weise ein weiteres Mal zu widmen. Die Chance wird hier allerdings im großen Stil vertan, die Handlung wird kaum variiert, nur der Horroranteil wird unnötig erhöht. Und wer aufgrund der Nebenrolle von „Original-Flatliner“ Kiefer Sutherland auf eine Fortsetzung und einen Bezug zum alten Film gehofft hat, der wird ebenfalls enttäuscht. Auch „Flatliners“ ist nur ein müder Neuaufguss, der dabei tatsächlich die Chance gehabt hätte, dem Stoff eine neue Richtung zu geben. Weiterlesen

„Stephen Kings ES“ – Geniale Neuauflage des Horrorclowns!

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Für mich war Tim Currys Pennywise die Horrorgestalt meiner Jugend und die „ES“-TV-Verfilmung aus den 90ern mit das Gruseligste, was ich bis dahin gesehen hatte. Noch Jahre später verfolgte mich die Clownsfratze in meinen Träumen, wenn ich den Film erneut sah. Doch dann nahm ich mir die 1000-Seiten-Buchvorlage von Stephen King vor und die alte Verfilmung war plötzlich nur noch billig und harmlos, so viel brutaler, gruseliger, aber auch inhaltlich genialer war die Vorlage. Heute habe ich mich in den ersten Teil der Neuauflage von Andy Muschietti getraut und die hat es wirklich in sich. Nicht nur, dass die Schockszenen und die Verwandlungen von Pennywise eine ganz neue Dimension annehmen, der Film wird der Vorlage deutlich mehr gerecht und kann vor allem mit seinem wirklich grandiosen Kindercast und einer wirklich beängstigend guten Mischung genialer Settings und fieser Akustik überzeugen. Nichts für schwache Nerven, aber absolut sehenswert! Weiterlesen