Kurz kritisiert 24: Von Büchern, Bühnen und Toten

Es ist echt verblüffend, wie viele Biopics derzeit im Kino laufen, zu „Bohemian Rhapsody“, „Rocketman“, „Astrid“, „Stan & Ollie“, „Tolkien“, „Vice“, „Brexit“ und „Aufbruch zum Mond“ habe ich ja schon ausführlicher meine Meinung gesagt, aber im ersten Schwung der noch offenen Kurzkritiken will ich kurz noch was zu Filmen über Hape Kerkeling („Ich bin dann mal weg“, „Der Junge muss an die frische Luft“), „Mary Shelley“, Sidonie-Gabrielle „Colette“, „Maria Stuart“, „White Boy Rick“, Bertolt „Brecht“ und seinen „Dreigroschenfilm“, Lyndon B. Johnson („LBJ“), Fritz Honka („Der goldene Handschuh“), Ted Bundy („Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile“) und Vincent „Van Gogh“ sowie die DDR-Ballonflucht („Ballon“) und die Verfolgung von Bonnie & Clyde („The Highwaymen“) loswerden. Weiterlesen

Neue Dokus: „Die Kennedy-Saga“ und „Das Wunder der Jahreszeiten“

Wieder mal sind zwei neue Dokumentationen auf DVD erschienen, die wir euch kurz vorstellen möchten. Die sechsteilige Reihe „Die Kennedy-Saga“ bietet einen interessanten Einblick in das Leben und die Intrigen rund um eine der wohl bekanntesten Familien Amerikas. Die vierteilige Naturdoku „Das Wunder der Jahreszeiten“ ist ein wirklich tolles Erlebnis, das einen rund um den Globus zu ganz besonderen Ereignissen im Jahreszyklus der Tierwelt führt. Beide Dokumentationen sind seit dem 28. Juni 2019 im Handel erhältlich. Weiterlesen

„Vice – Der zweite Mann“ – Christian Bale als Dick Cheney!

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Christian Bale ist bekannt dafür, dass er körperlich alles gibt, um in einer Rolle zu überzeugen. Das zeigt er auch wieder in „Vice“, denn als der ehemalige US-Vizepräsident Dick Cheney ist er fast nicht wieder zu erkennen. Doch nicht nur seine geniale Darstellung oder die von Amy Adams, Steve Carrell oder Sam Rockwell machen den Film sehenswert, er gibt auch einen erschreckenden Einblick in die politischen Geschehnisse unter Einfluss Cheneys, nicht zuletzt unter George W. Bush Jr., die die US-Politik bis heute auf fast schon gruselige Weise beeinflusst haben. Regisseur Adam McKay überschreitet dabei oft die Grenzen typischer dramaturgischer Abläufe, was an vielen Stellen originell, an anderen aber auch mal deplatziert wirkt. Aber auch, wenn wegen der Geheimniskrämerei rund um Cheney vieles nicht eindeutig belegt werden kann, sollte man die gezeigten Geschehnisse auf jeden Fall gesehen haben, auch um mehr über die heutigen Ereignisse in der US-Politik zu verstehen. Weiterlesen

„Die Verlegerin“ – Spielberg und die Freiheit der Presse!

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Es ist sicher kein Zufall, dass Steven Spielberg zusammen mit den Stars Tom Hanks und Meryl Streep gerade jetzt einen Film in die Kinos bringt, in dem es um den Presseskandal in den 70ern, als die Washington Post und andere Verlage brisantes Material zum Vietnamkrieg in die Finger bekamen und die US-Regierung versuchte, die Veröffentlichung zu verhindern. Wenn auch nicht unbedingt Intelligenz an erster Stelle steht, so zeigt auch dieser Film deutlich die Parallelen zwischen Donald Trump und Richard Nixon, wenn es darum geht, die gegebene Macht zu überschreiten und sich mal eben über alle Grundsätze der Pressefreiheit hinweg zu setzen. „The Post“ ist ein spannender Zeitungsthriller und nicht zuletzt fast schon ein Prequel zu „Die Unbestechlichen“, dem Film über die Watergate Affäre mit Robert Redford und Dustin Hoffman. Bevor Spielbergs nächstes Popcorn-Event „Ready Player One“ in wenigen Wochen in die Kinos kommt, zeigt er noch mal, wie gut er auch „kleine“ Filme in Szene setzen kann. Weiterlesen

„The Secret Man“ – Liam Neeson als Watergate-Informant „Deep Throat“

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Die Watergate-Affäre 1972, die letztendlich zum Rücktritt des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon führte, ist ein interessantes Kapitel der US-Geschichte. Letztendlich konnte das Mitwirken des Präsidenten damals nur durch einen Informanten innerhalb des FBIs, der der Presse geheime Informationen preisgab, öffentlich gemacht werden. Dass dahinter Mark Felt, einer der wichtigsten Männer im FBI steckte, wurde erst 2005, kurz vor dessen Tod, bestätigt. „The Secret Man“ widmet sich dem FBI-Urgestein, toll gespielt von einem mal nicht wild um sich ballernden Liam Neeson, in der Phase nach dem Tod von J. Edgar Hoover und während der Watergate-Affäre, bietet aber auch Einblicke in die Vergangenheit des Mannes, der über dreißig Jahre direkt unter Hoover das FBI mit dominierte. Der Film stellt die damaligen Ereignisse sehr interessant und mal aus einer anderen Perspektive dar und bietet so auch einen Einblick in die Beweggründe des eigentlich absolut dem FBI verschworenen Mannes, der durch sein Handeln letztendlich die US-Regierung stürzte. Weiterlesen

„Jackie“ – Natalie Portman als Kennedys Witwe

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Jackie Kennedy hat im Weißen Haus Spuren hinterlassen wie kaum eine andere First Lady. Doch nach dem Attentat auf John F. Kennedy 1963 muss sie nicht nur die Trauer verarbeiten, sondern will auch noch dafür sorgen, dass das Vermächtnis Ihres Mannes gerettet wird. „Jackie“ baut auf einem Interview mit der Witwe eine Woche nach dem Attentat auf und zeigt, wie erschüttert und gleichzeitig wie stark sie wirklich war. Natalie Portman liefert eine ihre besten Rollen ab, zudem kann der Film optisch beeindrucken und setzt so ein weiteres Statement für den Stil der Präsidentengattin und ihre Hingabe zu Kunst und Kultur. Weiterlesen

„Pixels“ – Adam Sandler bekämpft Computerspiel-Klassiker!

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Ja, Adam Sandler ist gewöhnungsbedürftig und auch dieser Film ist alles andere als anspruchsvoll, aber das Revival der Wesen aus den Computerspielen der 80er gibt dem Film doch so etwas wie eine Daseinsberechtigung und sogar eine gewisse Originalität. Die Handlung ist ansonsten natürlich schlicht, die Charaktere nicht besonders helle, aber trotzdem ist der Film doch ganz unterhaltsam. Und Peter Dinklage darf mal völlig entgegen seiner Rolle in „Game of Thrones“ agieren. Für Sandler-Fans ein Muss, für Fans der alten Daddelspiele ein lustiger Zeitvertreib, für alle anderen nur bedingt die richtige Entscheidung. Weiterlesen

„24: Live Another Day“ – Peinliche Serien-Fortsetzung!

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24“ war zusammen mit „Lost“ eine der ersten Serien, die sich mit Kinofilmen messen konnte und das Image von Serien völlig neu definierte, „24“ war aufwendig und spannend inszeniert, auch wenn nach acht Staffeln die Originalität etwas gelitten hatte. Ein Ende der Serie war damals eine sinnvolle Entscheidung, ein Kinofilm, der lange im Gespräch war, auch nicht mehr unbedingt nötig. Wer dann allerdings auf die Idee kam, die Handlung in Serienform wieder aufleben zu lassen, hätte das wohl lieber lassen sollen, denn „24: Live Another Day“ kann einen nicht nur nicht in seinen Bann ziehen, auch die Handlung ist so zusammengebastelt und unspektakulär, dass selbst Extremfans abgeschreckt sein dürften. Weiterlesen