„The Death of Stalin“ – Bitterböse Satire!

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Es war schon fast zu erwarten, dass die extrem schwarzhumorige Comicverfilmung über das Machtgerangel nach dem Tod Stalins in Russland nicht unbedingt gut ankommen würde. Denn auch, wenn sich die Vorlage sicher ein paar historische Freiheiten nimmt und die böse überzeichneten russischen Politiker und ihr Intrigenspiel nicht besonders gut dabei wegkommen, steckt in allem schon ein wahrer Kern. Genauso unangenehm dürfte sich vermutlich auch die Darstellung des schonungslosen Umgangs mit dem Volk und die allgegenwärtige Angst davor, plötzlich auf einer Todesliste zu stehen, anfühlen, denn die Satire sorgt nicht selten dafür, dass einem das Lachen im Hals stecken bleibt, so bitter wird die Tyrannei in der Sowjetunion unter Stalin dargestellt. Ob es nun jedoch der richtige Weg ist, dass Russland den Film gleich verboten hat, mag man allerdings auch anzweifeln. Denn letztendlich ist der Film durchaus sehenswert, nicht zuletzt dank der herrlich überzogenen Darbietungen von Steve Buscemi, Jeffrey Tambor, Jason Isaacs und „Monty Python“-Star Michael Palin. Weiterlesen

„Voldemort: Origins of the Heir“ – Eben nur ein Fanfilm!

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Ausgehungert klammert sich die „Harry Potter“-Fangemeinde an jede Kleinigkeit, so wird auch ein Fanfilm aus Italien derzeit über alle Maßen gehypt. Der knapp einstündige Film soll zeigen, wie Tom Riddle zum bösen Voldemort wird. Der Film ist handwerklich in Ordnung, was aber bei den heutigen Möglichkeiten nicht mehr der Maßstab ist, die Handlung hingegen zieht sich, wirklich spannend kommt der Film auch nicht daher und dass er wichtige Antworten liefern würde, ist auch nicht der Fall. Da kann man fast froh sein, dass die Macher aufgrund eines Rechtsstreits mit den Rechteinhabern der Filmreihe mit dem Film keinen Profit machen dürfen. Das wäre bei den anscheinend inzwischen völlig anspruchslosen Potter-Fans wohl auch hier kein Problem gewesen. Dann lieber auf den zweiten Teil der meiner Meinung nach auch völlig überbewerteten Reihe um die „Phantastischen Tierwesen“ warten, diesen Fanfilm durchzuhalten ist doch etwas anstrengend. Weiterlesen

„Jack Ryan: Shadow Recruit“ – Unspektakuläre Neuauflage

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Der neue Jack-Ryan-Thriller ist für den Versuch, nach 12 Jahren den bekannten Analysten für das Kino zu reaktivieren, erstaunlich unspektakulär ausgefallen: wenig Action, wenig Handlung, wenig Komplexität. Mit der alten Figur hat der Film nicht mehr viel zu tun, hat man ihr eine völlig neue Geschichte verpasst. Die Schauspieler sind okay, Kenneth Branagh sogar ganz authentisch als russischer Gegenspieler. Allerdings sind die US-patriotischen Einlagen nicht nur ein wenig störend, sondern in Anbetracht der derzeitigen Spannungen zwischen dem Westen und Russland auch unangenehm brisant, geht es im Film trotz Ende des Kalten Krieges wieder um böse Russen. Weiterlesen

„Stirb langsam 5: Ein guter Tag zum Sterben“ – Mies!

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Es ist doch komisch, dass man Actionfans immer wieder mit dem gleichen Schema ins Kino locken kann, so wird auch Bruce Willis in seiner „Stirb langsam“-Reihe ausgeschlachtet, bis nichts mehr geht. Interessanterweise war der vierte Teil sogar recht kurzweilig geraten, wenn man von einem peinlich übertriebenen Ende absieht, dieser Neuaufguss ist allerdings nur noch was für unkritische Actionfans, denn außer übertriebenem Geballer hat der Film wirklich gar nichts mehr zu bieten. Und um sich an Originalität noch weiter zu unterbieten, kramt man hier mal den bösen Russen mal wieder aus der Mottenkiste heraus. Ach ja, wäre es für John McClane doch tatsächlich mal ein guter Tag zum Sterben gewesen, die Filmreihe hat es jedenfalls nicht überlebt. Weiterlesen

„Die Entstehung großer Kulturen“ – Von Rom zu den Maya!

Wie konnten sich die großen Kulturen der Weltgeschichte entwickeln und wie waren sie zu den heute noch revolutionären Bauwerken und Erfindungen fähig ohne die heutige Technologie? Was trieb sie an und was war letztendlich ihr Untergang? Der History Channel geht in seiner 14-teiligen Serie „Die Entstehung großer Kulturen“ genau diesen Fragen nach und widmet sich dabei nicht nur Ägypten, Rom und China, sondern auch den Azteken, Persern und den Maya sowie Großbritannien, Frankreich, Russland und Italien. Präsentiert von Schauspieler Peter Weller und ausgestattet mit aktuellsten archäologischen Erkenntnissen stellt die Serie eine umfangreiche Informationssammlung dar, kann aber trotz einer Lauflänge von über 700 Minuten auf 6 DVDs nur einen knappen Abriss bieten, da jede Kultur sicher einiges mehr als die zur Verfügung stehende Laufzeit hätten füllen können. Für Interessierte ist „Die Entstehung großer Kulturen“ aber sicher eine Empfehlung, die komplette Serie erscheint am 30. März 2012 im Handel.

„24“ – Rückblick auf 8 Staffeln in Echtzeit mit Jack Bauer

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Zwei Serien waren es, die mich als absoluten Filmfan zu einem Seriensüchtigen gemacht haben: „Lost“ und „24“! Damals waren bereits drei Staffeln der Actionserie mit Kiefer Sutherland auf DVD erschienen, die ich wirklich in wenigen Tagen durchgeschaut hatte. Der Suchtfaktor war groß, die Grundidee mit der Echtzeit gelungen und die Mischung aus Spannung und Action wirklich einzigartig. Jack Bauer ist inzwischen wohl ein Name, den jeder kennt, kaum jemand hat noch nicht von „24“ gehört oder ist der Serie bereits verfallen. Und doch gab es auch hier von Staffel zu Staffel immer mehr Kritikpunkte, in diesem Jahr läuft auch bei uns die finale achte Staffel, die gerade in der zweiten Hälfte noch einmal zur absoluten Höchstform aufläuft und der Serie nach einigen Rückschlägen einen gelungenen Abschluss verpasst. Weiterlesen

„Transsiberian“ – Eisenbahnthriller im Schnee

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In der Osnabrücker Sneak Preview gab es diesmal den Thriller „Transsiberian“ zu sehen. Wobei das Genre allerdings stark wechselt und der Film große Teile lang nur eine Psychologiestudie der Hauptperson ist. Der Film konnte unterhalten und die schönen, leider nicht allzu oft vorkommenden Landschaftsaufnahmen der transsiberischen Eisenbahn im Schnee waren ebenfalls nett anzusehen. Aber leider kränkelt der Film auch an so manchen Dingen, nicht zuletzt an einer nicht zu geringen Portion Vorhersehbarkeit und Unentschlossenheit hinsichtlich des Genres. Weiterlesen