„Chernobyl“ – Verstörende Serie über das russische Atomunglück 1986

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Ich werde nie vergessen, wie ich als Grundschüler von der Schule abgeholt wurde und nicht in den „sauren Regen“ durfte, weil in Tschernobyl irgendwas mit einem Atomkraftwerk passiert war, dessen Strahlung selbst bei uns in Norddeutschland Auswirkungen hatte. Die fünfteilige HBO-Serie widmet sich nun im Detail den Geschehnissen von 1986 in der damaligen Sowjetunion, den wirklich schockierenden Horrorszenarien, die zum Glück abgewendet werden konnten, aber auch den Vertuschungsversuchen der Russen. Dabei verzichtet „Chernobyl“ bewusst auf übertriebenen Pathos oder eine plakative Inszenierung, zeigt aber trotz erschreckender Entscheidungen auf sowjetischer Regierungsseite auch, dass es viele Menschen dort gab, die sich dem System widersetzten und zur Rettung von Abertausenden sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten. Weiterlesen

„Mamma Mia 2: Here We Go Again“ – Nur mäßig mitreißend!

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Der erste Teil von „Mamma Mia“ war damals schon nicht unbedingt dramaturgisch ein Hit, aber mit zehn Jahren Abstand muss ich zugeben, dass der Film nicht zuletzt dank der fetzigen Interpretationen der ABBA-Songs doch irgendwie Spaß macht. So habe ich tatsächlich ein wenig Vorfreude für den zweiten Teil empfunden, Kopf ausschalten und schön zwei Stunden von den Songs der schwedischen Popband mitreißen lassen. Doch der zweite Teil kann das Feeling des ersten Teils so gar nicht einfangen, was an vielen Problemen liegt. Zum einen waren die echten Hits von ABBA schon im ersten Teil aufgebraucht worden, sodass man hier eher in der zweiten Riege zugriff. Aber auch die Arrangements sind zwar origineller, aber eben nicht so poppig wie im ersten Teil, sodass irgendwie nicht so zum Mitschunkeln und Mitsingen animiert wird. Und eigentlich darf man hier nicht auf die Story achten, aber den Großteil die damalige Geschichte von Donna, wie sie die drei potentiellen Väter ihrer Tochter kennengelernt, zu erzählen, ist eben nicht nur nicht neu, sondern widerspricht auch an vielen Stellen dem ersten Teil. Ein plumper Versuch, Cher als Großmutter einzubauen, geht auch daneben. So hat der Film zwar ein paar nette Momente, aber ist eben bei weitem kein Good-Feeling-Movie geworden wie der erste Teil. Weiterlesen

„Borg / McEnroe“ – Shia LaBeouf pöbelt in Wimbledon!

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In den 80ern, als Boris Becker noch als versierter Tennisspieler und nicht nur als tumber Medientrottel bekannt war, war Tennis noch eine der erfolgreichsten Sportarten überhaupt. Nach zahlreichen Sportfilmen war es also auch mal an der Zeit, dass man sich hier ein paar besonderen Charakteren widmen würde. Mit den Erzrivalen Björn Borg, dem ruhigen Kraftprotz aus Schweden, und Jon McEnroe, dem ständig pöbelnden Newcomer aus den USA, hat man sich hier auch zwei wirklich einzigartige Tennisspieler herausgesucht, deren Zusammentreffen in Wimbledon 1980 immer noch eins der packendsten Tennisduelle aller Zeit darstellt. Doch „Borg / McEnroe“ ist nicht nur was für Tennisfans, der Film ist mit Shia LaBeouf und Sverrir Gudnason großartig besetzt und bietet einen interessanten Einblick in die Welt hinter dem Tenniscourt. Weiterlesen

„The Avengers 2: Age of Ultron“ – Etwas enttäuschend!

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Obwohl ich eigentlich kein Comicfan bin, hat mich „The Avengers“ komplett ins Marvel Kino-Universum gezogen, sodass ich seitdem nicht nur die Filme, sondern auch die Serien mitverfolge. Entsprechend hoch war meine Erwartungshaltung bezüglich der Fortsetzung der filmischen Superhelden-Kombi. Diese lässt allerdings trotz Joss Wheadon auf dem Regiestuhl die Ironie und den Humor des Vorgängers vermissen, zu viel Pathos, zu wenig Augenzwinkern, zu viele Charaktere, zu wenig Handlung. Natürlich bleibt buntes, actionreiches Popcornkino, aber dass ausgerechnet das MCU eher ausbremst als voranbringt. Weiterlesen

„Thor – The Dark Kingdom“ – Der Donnergott ist zurück!

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Marvels Kino-Offensive geht weiter, nachdem die Superhelden zusammen in „The Avengers“ die Welt retteten, macht nach „Iron Man“ auch „Thor“ mit seiner eigenen Filmreihe weiter. Dabei gibt es nicht nur ein Wiedersehen mit Chris Hemsworth in der Hauptrolle, auch Natalie Portman und Stellan Skarsgård sind wieder mit dabei. Aber auch Tom Hiddleston als verschlagener Loki sowie Rene Russo und Anthony Hopkins als Thor Eltern sind natürlich wieder mit von der Partie. Im Gegensatz zum ersten Teil darf Thor hier nach Herzenslust seinen Hammer schwingen, auch spielt nicht der Großteil auf der Erde, das macht die Fortsetzung zwar action- und abwechslungsreicher aber nicht unbedingt besser. Weiterlesen

Lars von Triers Kunst-Porno „Nymph()maniac“

Ein Trailer zu Lars von Triers („Melancholia„, „Antichrist„) provokantem Sexdrama „Nymphomaniac“ ist da, der nicht nur durch brisante Thematik, sondern auch durch den starken Cast aufmerksam macht: Mit dabei sind neben der obligatorischen Charlotte Gainsbourg u. a. Stellan Skarsgård, Shia LaBeouf, Uma Thurman, Willem Dafoe, Jamie Bell und Christian Slater. Mit dem in 8 Kapitel eingeteilten Film versucht von Trier erneut, Porno und Kinofilm einander näherzubringen – so wurden für einige Hardcore-Scenen digital die Genitalien von professionellen Pornodarstellern auf die Schauspielerkörper montiert. Da der Director’s Cut des Films stolze 330 Min. dauert, wird der Film in zwei Teilen in die Kinos kommen (Teil 1: 20.02.2014, Teil 2: 03.04.2014); angeblich in einer entschärften Softcore-Version. Inzwischen gibt es einen Trailer sowie ein paar erste Filmclips zum Finale der „Depression“-Trilogie.

Quellen: Cinema.de / Cinema.de

„Verblendung“ – Gelungene Neuauflage!

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Die schwedische Verfilmung von Stieg Larssons berühmter „Millenium“-Trilogie liegt noch nicht lange zurück, schon erwartet uns eine amerikanische Version des Stoffs. Allerdings hat man nicht nur mit Regisseur David Fincher, der zuletzt mit „The Social Network“ und „Benjamin Button“ punkten konnte, sondern auch mit dem großen Staraufgebot eine gute Auswahl getroffen. Wer die schwedische Version von „The Girl with the Dragon Tattoo“ schon kennt, bekommt hier dank Finchers Einfluss eine optisch und akustisch überaus gelungene Version der allerdings kaum veränderten Handlung, einzig Rooney Mara kann trotz hervorragender schauspielerischer Leistungen Noomi Rapace als Lisbeth Salander nicht das Wasser reichen. Weiterlesen

„Thor“ – Der Donnergott als kunterbunte Comicfigur!

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Thor und Odin, nordische Gottheiten, fröhlich feiernd in Asgard in den düsteren Hallen von Walhalla, wohin die Wikinger kommen, wenn sie im Kampf sterben, ein Szenario, das immer wieder gerne als Grundlage für Filme genommen wurde. Also erwartet man eigentlich einen Film voller raufboldiger Nordmänner, die mit Äxten und Schwertern auf Wikingerbooten die Meere unsicher machen. Weit gefehlt, denn auch an den Gottheiten hat sich die Comicwelt bereits vergangen. „Thor“ bietet zwar seichte Unterhaltung für einen netten Kinoabend, aber trotzdem kann man sich schwer mit der futuristischen, bunten Comicversion anfreunden. Da kann auch der Einfluss von Shakespeare-Fan Kenneth Branagh als Regisseur nicht viel dran ändern. Weiterlesen