Kurz kritisiert 24: Von Büchern, Bühnen und Toten

Es ist echt verblüffend, wie viele Biopics derzeit im Kino laufen, zu „Bohemian Rhapsody“, „Rocketman“, „Astrid“, „Stan & Ollie“, „Tolkien“, „Vice“, „Brexit“ und „Aufbruch zum Mond“ habe ich ja schon ausführlicher meine Meinung gesagt, aber im ersten Schwung der noch offenen Kurzkritiken will ich kurz noch was zu Filmen über Hape Kerkeling („Ich bin dann mal weg“, „Der Junge muss an die frische Luft“), „Mary Shelley“, Sidonie-Gabrielle „Colette“, „Maria Stuart“, „White Boy Rick“, Bertolt „Brecht“ und seinen „Dreigroschenfilm“, Lyndon B. Johnson („LBJ“), Fritz Honka („Der goldene Handschuh“), Ted Bundy („Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile“) und Vincent „Van Gogh“ sowie die DDR-Ballonflucht („Ballon“) und die Verfolgung von Bonnie & Clyde („The Highwaymen“) loswerden. Weiterlesen

„Jungle“ – Daniel Radcliffe kämpft gegen den Urwald!

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Das Finale der „Harry Potter“-Filmreihe liegt bereits sechs Jahre zurück und noch immer wird Daniel Radcliffe in erster Linie mit dem Zauberer in Verbindung gebracht. Und doch macht er weiterhin alles richtig in seiner Karriere, nach seiner einzigartigen Performance in „Swiss Army Man“ kann er in „Jungle“ erneut in einer absoluten Ausnahmerolle überzeugen. Realistisch, bitter und spannend erzählt der Film die reale Geschichte eines jungen Mannes, der in den 80ern mehrere Wochen alleine im südamerikanischen Dschungel überlebte. Neben einem großartigen Radcliffe, der für die Rolle fast bis auf die Knochen abmagerte, spielen auch Joel Jackson, Kevin Gale und Thomas Kretschmann die Rollen seiner Begleiter auf der Urwald-Expedition wirklich klasse. Der fieseste Darsteller ist allerdings der menschenfeindliche Dschungel selber. Weiterlesen

„Dschungelkind“ – Gefühlvolles aus dem Urwald

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Die besten Geschichten schreibt weiterhin das Leben, in diesem Fall war die Biografie von Sabine Kuegler Vorlage für einen bewegenden deutschen Film mit beindruckenden Bildern aus der Dschungelwelt. Da ich die Buchvorlage leider nicht kenne, kann ich hier keinen Vergleich ziehen, sondern mich nur auf den Film konzentrieren. Aber der konnte mich dank einer gelungen Mischung aus Emotionen, bei denen lustige, spannende, dramatische und traurige Momente zu passenden Teilen vertreten sind, wirklich in seinen Bann ziehen. Weiterlesen

„What A Man“ – Schweighöfer imitiert Til Schweiger

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Matthias Schweighöfer hat oft mit Til Schweiger zusammengearbeitet, gerade auch bei dessen Erfolgen wie „Keinohrhasen“. In seiner ersten Regiearbeit hat er sich jetzt an seinen eigenen kleinen, deutschen Film über Liebe und Beziehungen gewagt. Der ist hier und da recht lustig, aber insgesamt eben doch nur nett. Die Story ist schlicht und vorhersehbar, die Charaktere ein wenig zu überzeichnet und die Nebenrollen mit recht unbekannten Darstellern besetzt. Da fällt es dann leider schon auf, wenn eine Rolle eigentlich perfekt Rolle für Nora Tschirner gewesen wäre, aber hier mit Sibel Kekilli besetzt wurde. Wo Schweigers Filme oft zu derb daher kamen, ist dieser Film leider zu lieb geraten. Weiterlesen

„24“ – Rückblick auf 8 Staffeln in Echtzeit mit Jack Bauer

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Zwei Serien waren es, die mich als absoluten Filmfan zu einem Seriensüchtigen gemacht haben: „Lost“ und „24“! Damals waren bereits drei Staffeln der Actionserie mit Kiefer Sutherland auf DVD erschienen, die ich wirklich in wenigen Tagen durchgeschaut hatte. Der Suchtfaktor war groß, die Grundidee mit der Echtzeit gelungen und die Mischung aus Spannung und Action wirklich einzigartig. Jack Bauer ist inzwischen wohl ein Name, den jeder kennt, kaum jemand hat noch nicht von „24“ gehört oder ist der Serie bereits verfallen. Und doch gab es auch hier von Staffel zu Staffel immer mehr Kritikpunkte, in diesem Jahr läuft auch bei uns die finale achte Staffel, die gerade in der zweiten Hälfte noch einmal zur absoluten Höchstform aufläuft und der Serie nach einigen Rückschlägen einen gelungenen Abschluss verpasst. Weiterlesen

„Operation Walküre“ – Cruise als deutscher Nationalheld

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Ich mag Tom Cruise einfach nicht und die Thematik ist für uns in Deutschland auch nicht gerade neu, aber trotzdem habe ich mir „Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat“ angesehen. Der Film ist zwar mehr Popcornkino als Geschichtsunterricht, aber trotzdem nicht so extrem amilastig wie ich befürchtet habe. Mit einer Masse bekannter Stars, auch aus Deutschland, hat Regisseur Bryan Singer die interessante Thematik für das internationale Kino groß neu inszeniert. Der Film ist gut gemacht, aber irgendwie ist Tom Cruise als Stauffenberg eben doch zu glatt und cool, ein paar Ecken und Kanten hätten da sicher gut getan. Weiterlesen

„Mogadischu“ – Großartiger RAF-TV-Film!

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Durch „Der Baader Meinhof Komplex“ erfreuen sich die RAF und der Deutsche Herbst 1977 wieder großer Beliebtheit. Mit „Mogadischu“ hat die ARD jetzt einen weiteren Film zum Thema gezeigt, der sich ausschließlich mit der Flugzeugentführung der Landshut auseinander setzt und als tolle Ergänzung zur Verfilmung des „Baader Meinhof Komplexes“ gesehen werden kann. Der Film ist so gut gemacht, dass man oft vergisst, dass es sich nur um einen TV-Film handelt. Weiterlesen

„Transsiberian“ – Eisenbahnthriller im Schnee

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In der Osnabrücker Sneak Preview gab es diesmal den Thriller „Transsiberian“ zu sehen. Wobei das Genre allerdings stark wechselt und der Film große Teile lang nur eine Psychologiestudie der Hauptperson ist. Der Film konnte unterhalten und die schönen, leider nicht allzu oft vorkommenden Landschaftsaufnahmen der transsiberischen Eisenbahn im Schnee waren ebenfalls nett anzusehen. Aber leider kränkelt der Film auch an so manchen Dingen, nicht zuletzt an einer nicht zu geringen Portion Vorhersehbarkeit und Unentschlossenheit hinsichtlich des Genres. Weiterlesen