„Avengers 3: Infinity War“ – Geniales Marvel-Crossover-Feuerwerk!

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Zehn Jahre und fast 20 Filme lang wurde im MCU auf diesen Film hingearbeitet, „Infinity War“ bringt jetzt (fast) alle Superhelden des Franchise, ihre Sidekicks und die zahlreichen Handlungsstränge zusammen und das auch noch auf so perfekte Art und Weise, dass DC nach dem letzten Combo-Flop „Justice League“ einfach das Handtuch werfen sollte. Die Kalauer und Sprüche funktionieren besser als bei „Thor 3“, was vor allem den „Guardians of the Galaxy“ geschuldet ist, im Gegensatz zu „Avengers 2“ funktioniert hier tatsächlich das Zusammenspiel der übermäßigen Anzahl an Superhelden, die wahllos zusammengewürfelten Teams harmonieren großartig und erstaunlicherweise bekommt sogar jeder Charakter genug Aufmerksamkeit und einen wichtigen Anteil an der Handlung. Mit Thanos tritt die böse Eminenz, die schon seit dem ersten „Avengers“ im Hintergrund die Fäden zieht, endlich richtig in Erscheinung und sorgt dafür, dass die Handlung neben ihren lustigen Momenten so düster wie kaum zuvor abgleitet. Schon früh wird einem klar, dass in diesem Film alles möglich ist und auch nicht alle Helden das Ende lebend erreichen werden, was den Film deutlich spannender werden lässt. Marvel wächst noch einmal über sich hinaus und entlässt einen mit dem größten Cliffhanger des MCU und einem gierigen Verlangen nach „Avengers 4“. Weiterlesen

„Tomb Raider“ – Alicia Vikander ist nicht Angelina Jolie!

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Man kann vor allem über den zweiten alten „Tomb Raider“-Film geteilter Meinung sein, aber dass Angelina Jolie damals die perfekte Besetzung für die gut bestückte Actionabenteurerin Lara Croft war, bezweifelt wohl keiner. Mit Alicia Vikander versucht dieses Reboot nun eine ganz neue Richtung, die aber leider nur bedingt funktioniert. Die talentierte schwedische Schauspielerin ist bisher mit eher anspruchsvollen Rollen wie in „The Danish Girl“ oder „Ex Machina“ aufgefallen, daher war auch hier zu erwarten, dass auch hier schnell ein lukratives Mainstream-Angebot locken würde. Vielleicht ist Vikander als Schauspielerin für die Rolle einfach zu gut, so rennt und kämpft sie sich zwar souverän durch die Handlung, aber irgendwie fehlt einem doch die Abgebrühtheit, die Jolies Darstellung damals auszeichnete. Wenn Lara Croft hier in der letzten Einstellung endlich zum ersten Mal beidhändig ausgestattet mit dicken Waffen und einem riesigen Vermögen in der Tasche präsentiert, will einen das Franchise schon locken, dass es im nächsten Teil so richtig zur Sache gehen könnte, das zeigt aber noch mal, dass es das hier eben leider noch nicht getan hat. Wer einen vollbusigen Actionstar in einer rasanten „Indiana Jones“-Handlung erwartet, wird hier doch eher enttäuscht. Weiterlesen

„Red Sparrow“ – Jennifer Lawrence als russische Spionin!

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Zusammen mit Regisseur Francis Lawrence lieferte Jennifer Lawrence (nicht verwandt!) bereits einiges an Mainstream-Ware mit den letzten „Tribute von Panem“-Filmen ab. Von „Red Sparrow“ hatte man eigentlich mehr erwartet. Dieses mehr wird hier in erster Linie durch Sex und vor allem Gewalt dargestellt, Jennifer Lawrence ist die perfekte Besetzung für das verführerische russische Mädchen, das zum eigenen Überleben Spione und Verräter auf allen Seiten gegeneinander ausspielt und das nicht zuletzt dank ihrem Training im harten „Verführungscamp“! Der Film funktioniert grundsätzlich auch nicht schlecht als Spionagefilm mit ein wenig Bond-Feeling, aber trotzdem mit deutlich mehr Härte. Andererseits kommen die Russen hier fast noch schlechter weg als bei „The Death of Stalin“, was vielleicht nicht mehr ganz so zeitgemäß ist, erschreckenderweise aber vielleicht gar nicht so weit von der Realität weg ist, wenn man dem Autor der Romanvorlage glauben mag. Weiterlesen

„Ready Player One“ – Spielbergs bunte Nerd-Nostalgie-Effekt-Orgie!

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Steven Spielberg ist sicher einer der bedeutendsten Regisseure der 80er und hat nicht zuletzt die Popkultur ins Kino gebracht. Nachdem seine letzten Blockbuster „Indiana Jones 4“ sowie „Tim und Struppi“ in keiner Form an seine kultigen Erfolge aus den 80ern anknüpfen konnten, konzentrierte sich der Regisseur mehr auf historisch und politisch motivierte Filme wie „Lincoln“, „Bridge of Spies“ und zuletzt „Die Verlegerin“, eine Rückkehr zu seiner alten Qualität schien unwahrscheinlich. Mit „Ready Player One“ kehrt Spielberg jetzt allerdings nicht nur mit lautem Knall in die Welt des Popcornkinos zurück, er verfilmte dafür zudem eine Romanvorlage, die sich zentral eben genau um die Popkultur der 80er dreht. Während ich am Anfang noch skeptisch war, ob mich der größtenteils animierte Film tatsächlich seinen Bann ziehen würde, war ich bald voll drin in der wilden Achterbahnfahrt. Denn „Ready Player One“ bietet nicht nur das gute alte „Jugendliche und Bösewichte auf rasanter Schatzjagd“-Thema, der Film ist dermaßen voll von Anspielungen auf die Film-, Musik- und Computerspielwelt der 80er, dass man sicher noch beim dritten Mal neue Anspielungen und Charaktere erkennen würde. Endlich mal wieder gelungenes Spielberg-Popcornkino! Weiterlesen

„Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ – Nostalgischer Kindheitstrip!

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Da „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende mein absolutes Lieblingsbuch als Kind war und ich die Version der Augsburger Puppenkiste unzählbare Male gesehen habe, konnte ich nicht wirklich objektiv an die erste Kinoversion herangehen. Doch wurde meine Erwartungshaltung erfüllt? Wurde die Verfilmung den Helden meiner Kindheit und ihren Abenteuern gerecht? Hat sich das lange Warten auf eine Kinofassung ausgezahlt? Kurz gesagt: Die Verfilmung ist optisch fantastisch gelungen, sie trifft absolut den Nerv der Vorlage und kommt trotz spannender Momente sehr kindgerecht daher. Man kann dem Film nicht vorwerfen, dass er wichtige Aspekte vernachlässigt oder sich durch ausschweifende Änderungen weit von der Vorlage entfernt, doch da liegt die kleine Schwäche des ansonsten wirklich unterhaltsamen Familienfilms. Da er alle Aspekte trotz langer Laufzeit nur anreißen kann und systematisch abhakt, wirkt er leider manchmal etwas oberflächlich und lässt eine spezielle eigene Note vermissen. Sehenswert ist der Film trotzdem, und Lust auf eine Verfilmung der Fortsetzung „Jim Knopf und die Wilde 13“ macht er auch. Weiterlesen

„Star Wars: Die letzten Jedi“ – Unvorhersehbarkeit macht noch keinen guten Film

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J.J. Abrams hatte sich mit „Episode 7“ geschickt, aber feige mit einem halben „Episode 4“-Remake aus der Affäre gezogen. Rian Johnsons „Episode 8“ musste nun aber liefern – und er wurde nicht müde zu betonen, dass sein Film ja ach so clever, frisch und unerwartet sei. Doch nach Sichtung des Films muss man feststellen: Der Film macht stellenweise Spaß, liefert tatsächlich kein Nostalgie-Fest ab und traut sich Eigenständigkeit, erfüllt aber sämtliche selbst auferlegte Ziele keinesfalls. Das blutrot als düsterer Mittelteil mit schockierenden Enthüllungen angekündigte Meisterwerk entpuppt sich leider als ambitionierte, aber lückenhaft geschriebene Blockbuster-Massenware, die eine kluge Ausgestaltung der Handlung, Figuren und Mythologie vermissen lässt. Der Film überspielt mit plumpem Slapstick und Effekten, dass er erzählerisch ziemlich planlos herumeiert und wenig zu bieten hat. „Star Wars“ ist zur Disney-Routine geworden – und langweilig. Weiterlesen