„Spider-Man: Far From Home“ – Nettes Zwischenspiel im MCU!

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Wie schon Tom Hollands erstes Abenteuer im Spinnenkostüm ist auch „Spider-Man 2“ eher leichte Kost, eine Teenie-Actionkomödie, die nicht unbedingt zu den Highlights zählt, aber nach dem brachialen „Avengers 4“ den MCU-Fans eine kleine Verschnaufpause gönnt. Tom Holland hat ganz klar die besten Momente, zudem kehrt endlich Samuel L. Jackson als Nick Fury zurück und mit einem gut aufgelegten Jake Gyllenhaal hat der Film einen soliden, wenn auch irgendwie nicht so richtig ernst zu nehmenden Neuling zu bieten. Der Film bietet ein paar nette Einblicke in die Welt nach der Rückkehr der aufgelösten Personen und stellt ein paar kleine Weichen für die Zukunft des Franchise, allerdings nicht so bahnbrechende, wie einem vorher suggeriert wurde. Die amüsanten Teenie-Momente machen den größten Charme des Films aus, alles andere plätschert so vorbei und tut nicht weh. „Far From Home“ ist somit eine eher unspektakulärere Zusatzszene nach dem eigentlichen Ende der Phase 3 des MCU mit „Avengers 4“. Weiterlesen

„X-Men: Dark Phoenix“ – Kein Phönix, nur Asche!

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2011 gelang mit „Erste Entscheidung“ ein wirklicher guter Start für den „X-Men“-Neustart. Mit „Zukunft ist Vergangenheit“ entstand dann sogar ein gelungenes Crossover mit den alten Filmen, aber schon „Apocalypse“ hatte nicht mehr viele originelle Ansätze. Mit „Dark Phoenix“ ist nun auch das Ende der Neuauflage gekommen, bevor die „X-Men“ einen weiteren Reboot im MCU erfahren werden. Doch die zahlreichen Nachdrehs und Terminverschiebungen waren leider eindeutige Anzeichen dafür, dass die Superheldenriege alles andere als glorreich abtritt. „Dark Phoenix“ entpuppt sich sogar als einer der schwächsten Filme des kompletten „X-Men“-Franchise. Weiterlesen

Neue Dokus: „Die Kennedy-Saga“ und „Das Wunder der Jahreszeiten“

Wieder mal sind zwei neue Dokumentationen auf DVD erschienen, die wir euch kurz vorstellen möchten. Die sechsteilige Reihe „Die Kennedy-Saga“ bietet einen interessanten Einblick in das Leben und die Intrigen rund um eine der wohl bekanntesten Familien Amerikas. Die vierteilige Naturdoku „Das Wunder der Jahreszeiten“ ist ein wirklich tolles Erlebnis, das einen rund um den Globus zu ganz besonderen Ereignissen im Jahreszyklus der Tierwelt führt. Beide Dokumentationen sind seit dem 28. Juni 2019 im Handel erhältlich. Weiterlesen

„Dumbo“ – Tim Burtons seltsame Neuauflage von Disneys Elefant!

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Gerade erst habe ich beim Realremake von „Aladdin“ bemängelt, dass die „realen“ Neuauflagen der Zeichentrickklassiker zu sehr 1:1 nachgedreht werden, da kommt Tim Burton um die Ecke, der zuletzt mit „Die Insel der besonderen Kinder“ und „Big Eyes“ mal wieder ganz passable Filme abgeliefert hatte, und stülpt der ohnehin nicht gerade tollen Handlung von Disneys 1941er „Dumbo“ so einen absurden Handlungsmurks über, dass ich zugeben muss, von den sehr an der Vorlage bleibenden Versionen doch mehr gehabt zu haben. Auch wenn Burton Danny DeVito und Michael Keaton nach „Batmans Rückkehr“ mal wieder kombiniert und mit Eva Green, Colin Farrell, Alan Arkin und in einer sehr kleinen Nebenrolle sogar Lars Eidinger ein paar gute Darsteller in die Zirkusmanege schickt, will hier gar nichts passen. Fans des Originals erkennen zwar an vielen Stellen die wohl als Hommage gedachten Szenen mit Bezug zum Original, bis zu den rosa Elefanten, aber alles soweit verfremdet, dass Dumbo trotz großer Augen mit extremem Kindchenschema irgendwie nie wie der zentrale Charakter wirkt und gleichzeitig die Kinder, ihr Vater und die Zirkusgang auch nicht so richtig als zentrales Element funktionieren wollen. Optisch ist Burtons Stil wie immer eine Augenweide und der fliegende Babyelefant ist auch sehr gut animiert, aber einen Klassiker, von dem sich wohl kaum einer überhaupt eine Neuauflage gewünscht hätte, dann mit einer derart verschrobenen neuen Handlung noch weniger interessant zu machen, ist dann auch schon eine Kunst. Weiterlesen

„Brightburn“ – Das fiese Superman-Arschlochkind!

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Durch seine beiden „Guardians of the Galaxy“-Filme hat Regisseur James Gunn definitiv Eindruck gemacht. So war ich auch gespannt auf den von ihm produzierte Film einer düsteren Version der Superman-Origin-Geschichte. Doch das Ergebnis schafft es trotz einiger origineller Ideen und Abrechnungen mit dem Helden in den roten Unterhosen und teilweise echt derben Gore-Momenten leider keine solide Handlung zu bieten, die tatsächlich über den ganzen Film funktionieren würde. Der Wechsel vom Mustersohn zum fiesen Arschlochkind, dass seine übernatürlichen Kräfte auf Arten einsetzt, bei denen sich auch die meisten Bösewichte aus anderen Superheldenfilmen schütteln würden, geht einfach zu plötzlich und bietet dann auch keine wirklich spannende Entwicklung mehr. Jackson A. Dunn macht seine Sache als fieser Superboy zwar gut und auch Elizabeth Banks und David Denman haben als „Adoptiveltern“ ihre Momente, aber irgendwie wäre bei der echt guten Idee viel mehr drin gewesen. Ach ja, wer die Trailer kennt, weiß sowieso fast alles, was passiert, das hat man hier tatsächlich auch wieder verrissen. Weiterlesen

„Men in Black: International“ – Lieber aus dem Gehirn blitzdingsen!

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Der erste Film der „Men in Black“ mit Will Smith und Tommy Lee Jones von 1997 war ein Geniestreich, doch die Fortsetzung von 2002 ging voll in die Hose. Als man dann aber weitere zehn Jahre später mit „Men in Black 3“ einen gelungenen, dritten Versuch startete, wurde jeder eines besseren belehrt, der das Franchise schon abgeschrieben hatte. Nachdem lange Zeit ein Crossover mit „21 Jump Street“ im Gespräch war, entschied man sich jetzt lieber für eine Fortsetzung mit neuen Darstellern. Das klappt aber irgendwie überhaupt nicht. Trotz der prominenten Neuzugänge Chris Hemsworth, Tessa Thompson, Liam Neeson, Rafe Spall und Rebecca Ferguson schafft es der Film überhaupt nicht, Spannung aufzubauen oder Charme zu vermitteln. Auch der Humor kommt nicht in Gange und wirklich originelle neue Ideen hat „Men in Black 4“ auch nicht zu bieten. Einzig Tessa Thompson macht ihre Sache wirklich gut, trotzdem lohnt sich der Film gerade für Fans der alten Filme nicht wirklich. Kann man schauen, muss man aber nicht. Weiterlesen

„Good Omens“ – Abgedrehte Serienfassung des Apokalypse-Romans!

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Schon vor über zehn Jahren hatte ich darüber berichtet, dass man sich an die Verfilmung eines meiner Lieblingsbücher, nämlich „Ein gutes Omen“ von Terry Pratchett und Neil Gaiman, machen würde, und doch hat es bis 2019 gedauert, bis Neil Gaiman selber seine Vision des Stoffes als Serie adaptierte. Fans des verrückten Romans über einen Engel und einen Dämon, deren über Jahrtausende andauernde Freundschaft zum entscheiden Ausgang beim drohenden Untergang der Welt wird, kommen bei der Serie auf jeden Fall auf ihre Kosten, die ganzen absurden Ideen rund um Religion, Aberglaube und Mystik erfahren eine runde Übertragung auf das visuelle Medium. Zudem harmonieren Michael Sheen als Engel Erziraphael und David Tennant als Dämon Crowley wirklich großartig und erweisen sich so als perfekte Besetzung. Untermalt mit einem rockigen Soundtrack, guten Effekten und zahlreichen skurrilen Momenten ist die Serie definitiv unterhaltsam, aber sicher trotz seiner mit sechs Folgen uberschaubaren Länge nicht unbedingt massentauglich. Hier muss man sich darauf einlassen, dass einem eine sehr verrückte Form der Geschichte verkauft wird, dann macht die Serie aber auf jeden Fall Spaß. Weiterlesen

„Chernobyl“ – Verstörende Serie über das russische Atomunglück 1986

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Ich werde nie vergessen, wie ich als Grundschüler von der Schule abgeholt wurde und nicht in den „sauren Regen“ durfte, weil in Tschernobyl irgendwas mit einem Atomkraftwerk passiert war, dessen Strahlung selbst bei uns in Norddeutschland Auswirkungen hatte. Die fünfteilige HBO-Serie widmet sich nun im Detail den Geschehnissen von 1986 in der damaligen Sowjetunion, den wirklich schockierenden Horrorszenarien, die zum Glück abgewendet werden konnten, aber auch den Vertuschungsversuchen der Russen. Dabei verzichtet „Chernobyl“ bewusst auf übertriebenen Pathos oder eine plakative Inszenierung, zeigt aber trotz erschreckender Entscheidungen auf sowjetischer Regierungsseite auch, dass es viele Menschen dort gab, die sich dem System widersetzten und zur Rettung von Abertausenden sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten. Weiterlesen