FlimmerRANKING: Die besten Walt Disney Klassiker (Animation / Zeichentrick)

Ich glaube, bei der Masse an Zeichentrick- und Animationsfilmen aus dem Hause Walt Disney, bei denen wohl jeder seine ganz eigenen Lieblinge hat, ist mein Ranking auch sehr individuell, nicht zuletzt durch meine eigene Kindheit und den neuen Disney-Hype meiner kleinen Töchter geprägt. So haben es Anna und Elsa aber trotzdem nicht auf Platz 1 der über 40 Disney-Filme geschafft, die ich im letzten halben Jahr alle wiederholt oder in vielen Fällen sogar zum ersten Mal geschaut habe. Denn auch, wenn man Disney eigentlich nicht mögen will, es gibt viele Kinderfilme des Mäuse-Konzerns, die sind auch für Erwachsene einfach toll! Die Filme von Pixar sind bewusst nicht dabei und bekommen demnächst ihr eigenes FlimmerRANKING.

Diese Liste soll übrigens nicht Streitpunkt hinsichtlich Vollständigkeit oder Richtigkeit sein, aber gerne dazu anregen, eure eigenen Klassiker und gerne auch eurer komplettes Ranking der Animationsklassiker aus der wohl berühmtesten Zeichentrickschmiede zu nennen. Daher starte ich auch bewusst mit dem ersten und nicht dem letzten Platz. Auf geht’s!

Platz 1:
Vaiana (2016)

Eine Inselprinzessin segelt mit einem Halbgott über das Meer, um ein mystisches Artefakt zurück zu bringen und so die Welt vor der Zerstörung zu retten. – Keine Klischeeprinzessin, grandioses Songpaket mit Ohrwurmcharakter, witzige Charaktere und Situationen, tolle Animationen, bei diesem Film stimmt einfach alles, sodass er auch bei mehrfachem Anschauen immer wieder Spaß macht. Kein anderer Disney-Film hat einen so rundum grandiosen Soundtrack, nicht zuletzt dank Andreas Bourani, und eine so kurzweilige und doch abwechslungsreiche Handlung!

Platz 2:
Rapunzel – Neu verföhnt (2010)

Prinzessin Rapunzel wird seit ihrer Kindheit wegen ihres Zauberhaars von einer Hexe in einem Turm gefangen gehalten und ausgerechnet ein Dieb verschafft ihr ein verrücktes Abenteuer und die Freiheit. – Nach langer Zeit war dieser Film von Disney der erste, der mich wieder richtig zum Lachen bringen konnte. Alexandra Neldel und Moritz Bleibtreu sind als Sprecher großartig besetzt und auch die tierischen Sidekicks sind mal nicht nur putzig, sonder echt originell. Das angestaubte Märchen hat hier eine wirklich tolle Frischzellenkur erhalten.


Platz 3:
Die Eiskönigin (2013)

Königin Elsa hat magische Eiskräfte und will ihre Schwester Anna eigentlich nur davor beschützen, doch selbst als Elsas Kräfte außer Kontrolle geraten, setzt ihre Schwester alles aufs Spiel, um sie zu retten. – Ganz knapp an Platz 2 vorbei, aber insgesamt ein wenig zu düster. Aber Disneys bestes Flaggschiff ist nicht nur für kleine Mädels Pflichtprogramm, der Film bietet eine wirklich spannende Handlung, überraschende Wendungen (wann war der Traumprinz vorher schon mal das Arschloch?) und ganz klar die wohl größten Ohrwürmer aller Zeiten. Wer Anna und Elsa nur als Merchandisingmaschine abtut, verpasst einen wirklich unterhaltsamen Film, bei dem man sich jetzt endlich auf einen zweiten Teil freuen darf.


Platz 4:
Aladdin (1992)

Straßenjunge Aladdin gerät an eine Wunderlampe mit einem abgedrehten blauen Dschinny drin, doch um die Prinzessin zu gewinnen und den bösen Dschafar zu besiegen, ist mehr als Magie und fliegende Teppiche nötig. – Von allen Klassikern holt mich dieser bis heute noch am meisten ab, auf der einen Seite echt spannend, auf der anderen Seite dank dem wohl verrücktesten Dschinny der Filmgeschichte unglaublich witzig, auch nach fast 30 Jahren noch.


Platz 5:
Der König der Löwen (1994)

Simba soll mal seinen Löwenvater Mufasa als König beerben, doch sein böser Onkel tötet diesen und verjagt Simba, der erst nach einer entspannten Zeit mit zwei Faulenzern den Mut aufbringt, seinen Platz einzufordern. – Ein absoluter Klassiker, der natürlich vieles aus den tollen Songs von Elton John zieht, aber auch mit seinen emotionalen Handlung zu bewegen vermag. Aber die wahren Helden sind natürlich Timon und Pumbaa, bis heute die wohl besten Faulenzer der Welt. Hakuna Matata!


Platz 6:
Das Dschungelbuch (1967)

Menschenkind Mogli wächst unter Wölfen, Bären und Panthern im Dschungel auf, doch auch die Bedrohung durch hypnotische Schlangen und fiese Tiger kann ihm das Leben im Menschendorf nicht schmackhaft machen, jedenfall vorerst. – Viele der alten Disney-Filme wirken heute ziemlich angestaubt, doch dieser hat nichts von seinem Schwung eingebüßt. Und das hat nur bedingt was mit Gemütlichkeit zu tun, denn der Film fetzt bis heute, und das nicht nur musikalisch, auch nach über 50 Jahren beste Unterhaltung.


Platz 7:
Ralph reicht’s (2012)

Randale-Ralph hat keine Lust mehr, der Fiesling zu sein und verlässt sein Computerspiel, um in anderen Spielewelten nach einer anderen Bestimmung zu suchen. – Dieser Film brachte die Erkenntnis, dass Disney-eigene Animationsfilme tatsächlich mal Pixar abhängen könnten. Hier sind nicht nur die verrückten Anspielungen auf diverse Computerspielarten originell, auch die Handlung hat mehr Tiefgang, als man dem Film zugetraut hätte. Rasant und abgedreht und doch was fürs Herz, eine wirklich tolle Mischung.


Platz 8:
Küss den Frosch (2009)

Wenn das Mädchen in New Orleans einen verzauberten Prinzen küsst, wird sie plötzlich selber zum Frosch und braucht viel Voodoo und Jazz, um sich doch den Traum vom eigenen Restaurant erfüllen zu können. – Für mich ein absoluter Geheimtipp, den ich vorher so gar nicht auf dem Zettel hatte. Nicht nur die wirklich tolle Jazzmusik zieht einen mit, auch die Handlung ist echt witzig und originell. Disneys letzte Zeichentrickprinzessin hätte deutlich mehr Anerkennung verdient.


Platz 9:
Arielle, die Meerjungfrau (1989)

Die Meerjungfrau Arielle verliebt sich in einen menschlichen Prinzen, doch ihr Vater verbietet jeden Kontakt zu den Menschen und die böse Meereshexe Ursula würde Arielle nur zu gerne für ihre finsteren Pläne benutzen, da müssen dann ein Fisch und eine Krabbe helfen. – So, dann darf auch mal einer von den Kitschfilmen unter den ersten Plätzen mitmischen. Der Film bietet schöne, seichte Unterhaltung, mit eingängigen Songs und einer niedlich romantischen Geschichte. Manchmal darf ein Film auch mal nur so dahinplätschern.


Platz 10:
Mulan (1998)

Chinesin Mulan will nicht einfach verheiratet werden, doch als junger Krieger verkleidet gegen die Hunnen in die Schlacht zu ziehen, stellt sich nicht sofort als kluge Entscheidung heraus. – Auch ein toller Film, den ich vorher nicht gesehen hatte, mitunter für kleine Kinder etwas heftig, aber insgesamt nicht nur spannend, sondern auch mit einer für Disney ungewöhnlichen Frauenfigur, die alle Männer wirklich in den Schatten stellt. Hier funktioniert sogar Otto Waalkes als kleiner Drachenratgeber.


Platz 11:
Die Schöne und das Biest (1991)

Belle ist für ihr Heimatdorf viel zu gebildet und intelligent, doch dass sie ausgerechnet als Gefangene eines riesigen Biests, hinter dem sich ein verzauberter Prinz verbirgt, ihre Liebe findet, hätte sie sich wohl anders vorgestellt. – Und noch einer aus der romantischen Ecke mit viel Stockholm-Syndrom, aber auch mit einer spannenden Handlung, schönen Songs und originellen Einfällen. Manchmal darf es auch mal nur eine nette Liebesgeschichte sein.


Platz 12:
Basil, der große Mäusedetektiv (1986)

Wenn der böse Professor Rattenzahn einen Erfinder entführt, um die Mäusekönigin von England zu entthronen, dann kann nur der Mäusedetektiv aus der Bakerstreet helfen: Basil! – Für mich bis heute ein absolutes Highlight meiner Kindheit, die Kinderfassung von Sherlock Holmes, mitunter wirklich spannend und dank der witzigen Bezüge zum menschlichen Detektiv, der über Basil in der Bakerstreet wohnt, bis heute eine echte Perle unter den Klassikern.


Platz 13:
Robin Hood (1973)

Wenn Prinz John und der Sheriff die armen Bewohner von Nottingham um ihr Geld bringen, haben Robin Hood und Little John alle Hände voll zu tun, um es ihnen wieder abzunehmen. – Und gleich der nächste Höhepunkt aus meiner Kindheit. Die tierische Version des legendären Bogenschützen ist für mich bis heute eine der besten überhaupt und kann auch heute noch mit seiner spannenden und witzigen Geschichte überzeugen. Hin und wieder ist bei Disney ja auch mal ein Film für die Jungs dabei!


Platz 14:
Ralph reicht’s 2: Chaos im Netz (2018)

Ralph ist zurück und dieses Mal wagt er sich sogar ins Internet, wo er neben vielen beeindruckenden Welten auch die Schattenseiten erleben muss. – Nicht zuletzt dank vieler wirklich origineller Ideen, wie hier typische Internet-Phänomene dargestellt werden und einer einzigartigen Zusammenkunft aller Disney-Prinzessinnen, kann auch der zweite Teil mit tollen Animationen und einer witzigen, wie auch emotionalen Handlung fesseln.


Platz 15:
Baymax (2014)

Wenn ein intelligenter Junge und ein paar andere Nerds mit einem gepimpten Roboter einem Fiesling mit geklauter Technologie gegenübertreten, kann vieles in die Hose gehen. – Der Roboter Baymax ist wirklich einzigartig und hat mit seiner schlichten, gutmütigen, aber doch sehr trotteligen Art ein paar der witzigsten Momente aus allen Disney-Filmen. So hebt sich der Film trotz Superheldenthematik deutlich von ähnlichen Filmen ab und reiht actiongeladene Szenen und absurde, witzige Momente in loser Folge aneinander.


Platz 16:
Peter Pan (1953)

Wendy und ihre Brüder fliegen mit Peter Pan in das abenteuerliche Nimmerland, wo sie bereits von Feen, Meerjungfrauen, Indianer und dem fiesen Kapitän Hook und seinen Piraten erwartet werden. – Auch ein schöner Klassiker voller amüsanter Momente, dem man allerdings das Alter ein einigen Stellen doch schon anmerkt. Trotzdem kurzweilig genug, um auch heute noch für einen Flug ins Abenteuer gut zu sein.


Platz 17:
Zoomania (2016)

Häschen und Fuchs ermitteln in der tierischen Großstadt und kommen einem Komplott auf die Spur, dass das Zusammenleben von Raub- und Beutetieren ins Chaos stürzen könnte. – Disney schickt gerne mal knuffige Tiere los, aber hier geht es tatsächlich um Grundthemen wie Rassismus und gesellschaftliche Abgründe. Aber das natürlich in erster Linie witzig. Und doch bleibt einem am Ende in erster Linie das genial langsame Faultier im Gedächtnis, der Film selber ist unterhaltsam, aber leider kein Meilenstein.

Platz 18:
Aristocats (1970)

Wenn man als Katzenmama mit Kätzchenrasselbande bei einer reichen Dame aufwächst und sogar als Erben ausgesucht wird, kann ein eifersüchtiger Diener schon mal durchdrehen, sodass man gute Freunde braucht, um den Weg nach Hause zu finden. – In den Jahren gab es so viele ähnliche Filme mit Hunden und Katzen, doch als Katzenfan ist dieser dann der, welcher mir am meisten zusagt und auch heute noch für Kinder gut funktioniert. Ein netter, niedlicher Film für zwischendurch.


Platz 19:
Ein Königreich für ein Lama (2000)

Wenn der arrogante Prinz es sich mit der falschen Person verscherzt und in ein Lama verwandelt wird, hat er es nicht leicht, Freunde zu finden, die ihm zurück in den Palast helfen. – Für mich sticht der Film immer noch heraus, weil er Disney damals zu untypisch war, um ihn als großes Weihnachtshighlight zu bewerben. Kein Gesang, keine Liebesgeschichte, dafür originelle, witzige Momente und eine für Disney recht verschrobene Geschichte. Michael Bully Herbigs Stimme geht auch klar, ohne zu überdrehen. Ein amüsanter Zeitvertreib.


Platz 20:
Lilo & Stitch (2002)

Stitch ist ein fieser blauer Alien, der eigentlich eine Bedrohung für die Erde darstellt, doch zusammen mit Lilo und ihrem kleinen Bruder ganz andere Qualitäten entdeckt, die den galaktischen Verfolgern aber erst mal völlig egal sind. – Auch ein witziger kleiner Film mit einer rasanten Mischung aus Zeichentrick und animierten Anteilen, der nicht weh tut und durchaus Spaß macht.


Platz 21:
Hercules (1997)

Eigentlich hatte der fiese Loki Zeus‘ Sohn Hercules aus dem Weg räumen wollen, doch der wächst unter den Menschen auf und kann dank erfolgreicher Heldenausbildung doch noch seinem Vater beistehen, als Loki die Titanen auf den Olymp loslässt. – Disneys Version des griechischen Halbgotts bedient sich recht frei bei den Sagen aus der Griechischen Mythologie. Da hier dann doch einige amüsante Momente und gute Sprüche bei abfallen, ist auch dieser Film noch recht unterhaltsam und nicht mal von Til Schweigers Stimme stark geschwächt.


Platz 22:
Pinocchio (1940)

Als Tischler Gepettos Holzpuppe Pinocchio plötzlich zum Leben erwacht, will sie unbedingt ein kleiner Junge werden, doch die Welt bietet zu viele Verlockungen und Gefahren, die dem Ziel im Weg stehen. – Für das Alter des Films funktioniert er tatsächlich immer noch sehr gut, dank der Vorlage auch erstaunlich abwechslungsreich, für Kinder sind einige Dinge aber schon grenzwertig. Oliver Rohrbeck (Die Drei Fragezeichen) war bei der Neusynchro übrigens gerade mal acht Jahre alt.


Platz 23:
Dornröschen (1959)

Verflucht von einer beleidigten Hexe soll Prinzessin Aurora mit 16 ein schläfriges Schicksal erleiden, das auch drei Feen nicht verhindern können, also muss der Prinz zur Rettung eilen. – Die Filmversion der Grimm’schen Klassikers hat neben den drei putzigen Feen und der Drachenhexe tatsächlich ein paar Aspekte hinzubekommen, die dem Märchen tatsächlich ein schönes neues Gewand verpassen. Im Vergleich zu anderen alten Disneymärchen ist dieser tatsächlich nicht nur langatmig und kitschig, sondern durchaus witzig und spannend.


Platz 24:
Bambi (1942)

Ein niedliches Hirschjunges findet viele putzige Freunde im Wald, die Bambi nach dem Tod seiner Mutter durch einen Jäger zusammen mit dessen Vater zur Seite stehen, bis aus dem kleinen Kitz selber ein Geweihträger geworden ist. – Schon interessant, dass viele meinen, dass Bambis Mutter gleich am Anfang grauenvoll zu Tode kommt, tatsächlich ist da aber schon der halbe Film vorbei und direkt sehen tut man es auch nicht. Gerade die Szenen mit Hase Klopfer, wieder vom kleinen Oliver Rohrbeck gesprochen, und Stinktier Blume sind auch heute noch unglaublich niedlich. Und auch, wenn die drohende Gefahr durch Jäger und Waldbrände mitunter für Kinder schon etwas heftig sein mag, ist der Film doch kindertauglicher, als man selber seit der Kindheit gespeichert hat. Ach ja, Bambi ist übrigens kein Reh!


Platz 25:
Oliver & Co. (1988)

Ein kleines Kätzchen tut sich mit einem Trupp streunender Hunde und einem Kleinganoven zusammen, um gemeinsam ein entführtes Mädchen zu retten. – Und wieder einer der zahlreichen Filme mit Hunden und Katzen, dieses Mal in gemeinsamer Mission. Das ist insgesamt wieder ganz knuffig, aber trotzdem nur einer von vielen nach ähnlichem Schema.


Platz 26:
Susi und Strolch (1955)

Die edle Hundedame Susi muss nicht nur mit einem Baby um die Gunst ihrer Besitzer konkurrieren, dann wird sie auch noch ausgesetzt und findet nur dank dem Streuner Strolch und einigen anderen Hunden nach Hause zurück. – Auch hier läuft vieles nach dem typischen Schema der Hunde/Katzen-Filme, aber immerhin auch mit einer netten Story und einigen putzigen Einfällen.


Platz 27:
Der Schatzplanet (2002)

Jim Hawkins gerät an eine Karte, die den Weg zum Schatz des Weltraumpiraten Flint zeigen soll, doch da sich unter die Besatzung des Raumschiffs auch einige fiese Piraten gemogelt haben, wird die Schatzsuche im Weltall gefährlicher als geplant. – Ich liebe Stevensons „Schatzinsel“, so stoßen mir hier bei dieser besonders freien Interpretation natürlich auch einige Dinge übel auf, aber trotzdem ist die Verlagerung der Geschichte in den Weltraum insgesamt gar nicht so schlecht gelungen und funktioniert am besten, wenn man den Film nicht als direkte Adaption des Buches sieht, sondern als witzigen Piraten-SciFi-Film mit einer kultigen Basis.


Platz 28:
101 Dalmatiner (1961)

Dalmatiner verkuppelt sich und sein Herrchen gleich mit, doch weil die fiese Cruella den Nachwuchs dann für das Anfertigen einer Pelzjacke entführt, müssen die Kleinen natürlich gerettet werden und alle anderen entführten Dalmatiner-Babys gleich mit. – Und wieder Hunde, wieder eine Entführung, wieder tun sich alle Hunde zusammen, damit alle wieder den Weg nach Hause finden. Am originellsten ist hier wohl die bekloppte Cruella, alles andere hat man dann doch schon zu oft gesehen.


Platz 29:
Taran und der Zauberkessel (1985)

Der Hirtenjunge Taran muss mit ein paar anderen Freaks ein kleines Schwein vor einem mächtigen Herrscher und seiner Skelettarmee retten. – Es wäre schon toll, mal den kompletten Film zu sehen, bevor er von Disney so sinnlos zerstückelt wurde, als man bemerkte, dass man endlich mal was riskiert und einen gruseligen, spannenden Zeichtrickfilm nicht nur für Kinder zustande gebracht hätte, doch so blieb nur dieses konfuse Stückwerk, einerseits um spannende Elemente beraubt, auf der anderen Seite mit Skelettarmee und düsteren Elementen viel zu heftig für kleine Kinder. Hier war Tim Burton übrigens als Zeichner mit von der Partie und es wurden zum ersten Mal computergenerierte Elemente verwendet. Wenn Disney diese Richtung weiter verfolgt hätte, wäre das schon interessant geworden, doch so kam es ja leider nicht.


Platz 30:
Dinosaurier (2000)

Ein junger Iguanodon wächst bei Affen auf und begibt sich nach einem Meteoritenhagel zusammen mit anderen Dinosauriern auf die Suche nach einem neuen Platz zum Überleben. – Wie man es schaffen kann, mit einem Dinosaurierfilm so am Thema vorbeizuschrammen, ist schon beeindruckend. Was sollen die Affen und wieso ähnelt die Handlung so sehr den damals sehr erfolgreichen Dokus der BBC? Als Mega-Dinofan habe ich mich echt gefreut auf den groß angekündigten, computeranimierten Dinosaurier-Film, war dann aber unglaublich enttäuscht und habe den Film dieses Jahr tatsächlich erst das zweite Mal gesehen. Und wieder hat er mich nicht überzeugen können.


Platz 31:
Pocahontas (1995)

Als die Engländer auf der Suche nach Gold auf dem neu entdeckten Kontinent landen, ist es die Liebe zwischen Abenteurer John Smith und Indianerprinzessin Pocahontas, die den Konflikt zwischen den Völkern knapp verhindern kann. – Der Film hätte eigentlich voll nach dem Prinzip der Disney-Prinzessinnen aufgehen müssen, doch irgendwie will er überhaupt nicht funktionieren. Die Romanze von Smith und Pocahontas, die sich zuerst gar nicht verstehen, das auch noch thematisieren und dann plötzlich doch die gleiche Sprache sprechen, wirkt sehr konstruiert, die Songs sind öde und das eigentlich interessante Szenario rund um die Konfrontation der Invasoren und Ureinwohner Amerikas wird auch nicht besonders originell ausgespielt. Selbst meine Tochter fand den Film langweilig und hat ihn kein zweites Mal sehen wollen.


Platz 32:
Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei (1977)

Als ein junges Waisenmädchen zur Diamantensuche in die Sümpfe entführt wird, machen sich zwei Vertreter einer weltweiten Mäuseorganisation zur Rettung auf. – Auch so ein Film, der gar nichts für mich war, die ganze Rettungsvereinigung war ein Witz, das Szenario um die Kindesentführung ungewöhnlich heftig, wenn man es mal genauer betrachtet und generell will sich all das zu keiner sinnvollen Handlung zusammenfügen. Dabei ist 1977 eigentlich ein Jahr, das viel Gutes hervorgebracht hat.


Platz 33:
Alice im Wunderland (1951)

Als Alice einem komischen Hasen durch ein Loch folgt, landet sie in einem Land voller verrückter Kreaturen und abgedrehter Gegebenheiten. – Eigentlich können die Macher nur selber auf Drogen gewesen sein, denn dieser Film ist einfach nur völlig überdreht, doch leider irgendwie nicht cool überdreht, sondern die meiste Zeit eher nervig und anstrengend. Die Vorlage bietet sehr interessante Wesen, doch was sie hier abfeiern, macht leider nur bedingt Spaß.


Platz 34:
Cinderella (1950)

Cinderella leidet unter ihrer fiesen Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern, die sie auch nicht zum Ball des Prinzen lassen wollen, doch dank einer netten Fee und ein paar tierischen Freunden, kann sie dem Prinz doch noch ihre gläsernen Schuhe zeigen. – Diese Position einer von Disneys bekanntesten Prinzessinnen können viele sicher nicht verstehen, doch im Vergleich zu Dornröschen wurde hier an der Vorlage nicht viel verändert und die Mäuse mit ihren gepitchten Stimme sind einfach nur nervig! Zu kitschig, nicht gerade originell und eben in jeder Hinsicht sehr angestaubt. Vielleicht für kleine Mädels irgendwie toll, mich reizt daran gar nichts.


Platz 35:
Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937)

Als ihre böse Stiefmutterhexe sie umbringen lassen will, findet Schneewittchen Unterschlupf bei den Zwergen im Wald, doch auch die Hexe ist ihr auf den Fersen, der schicke Prinz aber auch. – Auch dieser Film ist bei den meisten Rankings ganz weit oben, mir war er einfach zu alt, zu langweilig und auf der anderen Seite echt zu abstrus, die Szene im dunklen Wald und die Hexe sind für Kinder damals wie heute vermutlich traumatischer als manch andere düstere oder traurige Szene in anderen Filmen. Irgendwie hat der Fim fast keine Handlung, alles wird ewig ausgedehnt, aber Schneewittchen bekommt unbegrenzt Zeit, um allen zu zeigen, wie großartig Putzen, Waschen und Aufräumen doch sein kann. In jeder Hinsicht altmodisch und so gar nicht mehr zeitgemäß.


Platz 36:
Dumbo (1941)

Ein kleiner Elefant mit Riesenohren wird von seiner Mutter getrennt und von allen gehänselt, bis er allen zeigt, dass er mit seinen Ohren fliegen kann. – Ich glaube, Dumbo ist von keinem wirklich der Lieblingsfilm, kein anderer Disney ist so düster und traurig, da helfen auch ein paar emotionale Momente und große Elefantenbabyaugen nicht. Hinzu kommen psychotische Träume und fiesestes Mobbing, und so richtig toll fühlt sich nicht mal das Ende an. Wenn der Film andere Qualitäten hat, dann haben sie sich mir bis heute nicht erschlossen.


Platz 37:
Cap und Capper (1981)

Ein junger Jagdhund und ein kleiner Fuchs freunden sich an, doch nach jahrelanger Trennung müssen sie lernen, dass sie nicht unbedingt Feinde sein müssen. – So, irgendeiner von den so ähnlichen Tierfilmen muss jetzt das Schlusslicht sein. Hier ist wirklich nichts mehr, was irgendwie besser ist als bei all den anderen Filmen. Die Jagdszenen sind fieser als bei Bambi, selbst die Tierkinder reichen nicht an den normalen Niedlichkeitsfaktor ran. Nur die Botschaft „Auch Erzfeinde können Freunde sein!“ reicht nicht für einen ganzen Film.


Platz 38:
Tarzan (1999)

Der keine Tarzan wächst nach dem Tod seiner Eltern im Dschungel auf und lebt dort unter den Tieren, bis die schicke Jane mit ein paar anderen Eindringlingen den Dschungel besucht und Tarzan ganz wuschig macht. – Es ist ja toll, wenn auch Phil Collins einen Disney-Soundtrack beisteuert, aber warum hat ihn keiner gehindert, seine Songs selber in allen Sprachen einzusingen?! Und ich finde Heike Makatsch echt toll, aber ihre Synchro für ein Affenmädchen ist nur anstrengend. Insgesamt lahmt der Film tierisch, bringt der x-mal verfilmten Tarzan-Legende keine tollen neuen Aspekte und will sich mir so gar nicht ins Gehirn einbrennen, außer mit den bereits erwähnten Negativpunkten.


Platz 39:
Die Hexe und der Zauberer (1963)

Um einmal König werden zu können, wird der junge Arthur vom Zauberer Merlin ausgebildet, doch die Hexe Madame Mim hat mit dem Zauberer noch eine Rechnung offen. – Irgendwie mochte ich den Film als Kind, aber dieses Mal ging er mir total gegen den Strich. Zuerst habe ich mich auf Disneys Version von der Artus-Saga gefreut, nur um festzustellen, dass Merlin hier ein bekloppter Zeitreisender mit Bermudahorts ist, Arthur zum Königsanwärter durch Verwandlungen in Tiere zum König ausgebildet wird und ansonsten so gar nichts passiert. Da hätte man aber echt was Interessanteres draus machen können, so hielt sich meine Begeisterung dann doch sehr in Grenzen.


Platz 40:
Bolt (2008)

Bolt ist als Hund ein Fernsehstar, der glaubt, tatsächlich der Superheld zu sein, den er dort spielt, doch als er die Realität bitter erkennen muss, findet er heraus, welche besonderen Fähigkeiten er wirklich hat. – Ich bin kein Hundemensch und hier war es bei mir schon vorbei, als man den Zuschauern vorgaukelt, eine TV-Show mit dem Kaliber würde mal eben live eingespielt. Alles andere war dann auch nur mau, zu diesem Punkt fühlte ich mich wieder bestätigt, dass Disney für erfolgreiche Animationsfilme doch noch Pixar brauchen würde. Ein Hund als Superheld, da gibt es bestimmt welche, die sich davon toll angesprochen fühlen, ich gehöre nicht dazu.


Platz 41:
Der Glöckner von Notre Dame (1996)

Der entstellte Quasimodo wächst als Kind versteckt in Notre-Dame auf, doch als er als Jugendlicher die schöne Esmeralda entdeckt, erkennt er nicht nur, dass auch ein Freak nicht von allen gehasst werden muss und das die Absichten seines kirchlichen Ziehvaters nicht gerade positiv sind. – Wow, ist der Film heftig, also meine Tochter muss den Film nicht sehen. Von brutalem Muttermord, zu Brandstiftung, Hexenverbrennung und Behindertenmobbing ist hier echt alles dabei. Hier können auch Songs und Sidekicks nichts mehr retten, der Film ist in meinen Augen viel zu heftig für Kinder und viel zu langweilig für Erwachsene. Immerhin kommt die Kirche nicht gut dabei weg, aber das hilft der Gesamtwirkung auch nur bedingt.


Platz 42:
Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt (2001)

Der junge Milo entdeckt das verschollene Atlantis, doch der Trupp Soldaten und Fieslinge, den er mit dabei hat, will die dort immer noch lebende Gesellschaft und ihre Errungenschaften nur ausnutzen, aber dank futuristischer Technik können Milo und die Atlanter erfolgreich zurückschlagen. – Ok, kommen wir zum Schlusslicht! Dieser Film ist echt nur doof, es wird für Disney extrem viel geschossen, gekämpft, intrigiert und verraten. Doch auch der Mythos Atlantis selber bekommt hier eine der wohl lächerlichsten Darstellungen überhaupt, völlig überzogen, unrealistisch und trotzdem unglaublich unoriginell. Hier muss man sich echt durchquälen. Aber da sind sich die meisten Disney-Rankings tatsächlich mal einig: Dieser Film ist immer auf den letzten Plätzen.

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