„Rambo: Last Blood“ – Blutiger One-Man-Schrott!

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Für die meisten ist „Rambo“ geprägt durch die Amokläufe im zweiten und dritten Teil, so vergisst man gerne, dass der erste Teil tatsächlich ein recht guter Film war, sozialkritisch, spannend und teilweise sogar hintergründig. Bei „Rocky“ gelang es Sylvester Stallone tatsächlich mit „Rocky Balboa“, einen Bogen zum soliden ersten Teil zu schlagen, mit „John Rambo“ gelang das nicht, auch hier wurde nur abgeschlachtet, bis der Arzt kommt. Für den inzwischen fünften Teil will man uns nun wieder verkaufen, die Killermaschine wäre wieder bodenständiger, doch das ist natürlich wieder eine Finte. So verschenkt man über die komplette erste Hälfte an eine dumpfsinnige Handlung um den Bezug zu einem tochterähnlichen Mädchen und fiesen mexikanischen Drogenhändlern, ohne dass eigentlich überhaupt was passiert, dann dreht der Film kurz vor dem Ende noch mal richtig auf und Rambo darf so übertrieben abschlachten, dass selbst „Saw“-Fans ihre Freude haben würden. Die Mischung ergibt einfach nur Zeitverschwendung.

Inhalt

John Rambo (Sylvester Stallone) macht einen auf einsamer Ranchbesitzer, bis die junge Gabriella (Yvette Monreal), die wie eine Tochter für ihn ist, in Mexiko von fiesen Mädchenhändlern geschnappt wird. Wütend zieht er los, um sie zu retten, stellt sich dabei aber so dämlich an, dass er am Ende die bösen Mexikaner auf seine Ranch locken muss und sie dort Stück für Stück in seinem Tunnelkillersystem umbringt.

Review

Was soll bloß dieser Quark. Ja, es ist „Rambo“, aber so schlecht waren nicht mal die anderen Filme. Zunächst versucht man dem fertigen Veteranen sowas wie eine familiäre Bindung anzudichten, mitsamt peinlich-plumpen Dialogen ohne wirkliches Fundament. Dann muss das arme Mädchen extrem darunter leiden, dass John Rambo endlich wieder einen Grund zum Töten braucht. Das hat er aber erst mal völlig vergessen, denn wenn man damit rechnet, dass er endlich den fiesen Mistkerlen eins auf die Fresse gibt und zur Hilfe eilt, dackelt er mit hängender Lippe und dummem Blick mitten in die Höhle des Löwen und lässt sich verhauen. Keine Ahnung, was hinter dem idiotischen Plan steckte. Aber wenn er dann in seinem heimischen Tunnelsystem voller tödlicher Fallen und Waffen endlich die Sau raus lassen kann, begreift man, dass auch hier wieder eigentlich nur eine austickende Killermaschine in Szene gesetzt werden sollte. Die unfassbar brutale letzte halbe Stunde ist dann auch tatsächlich der beste Teil des Films, somit muss man sich fragen, was die Macher davon hatten, erst so spät zu liefern, was alle sowieso erwarten. Die bescheuerte Handlung am Anfang ist einfach nur blöd, langweilig und überflüssig, sie funktioniert so gar nicht. Rambo braucht kein Alibi für ein Massaker, aber auch das braucht tatsächlich keiner mehr. Hoffen wir mal, dass dieser Charakter das letzte Mal die Kinoleinwand vollbluten durfte.

Fazit

Auch bei der vierten Fortsetzung ist nichts von der Klasse des ersten Films erkennbar, dafür müssen Fans vom wild tötenden Rambo dieses Mal auch noch zwei Drittel des Films voller Langeweile durchleben, bis es endlich zur Sache geht. So dürfte hier dieses Mal wirklich keiner auf seine Kosten kommen.

Bildergalerie


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