„Carnival Row“ – Menschen, Feen und Fremdenfeindlichkeit!

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Und auch Amazon Prime hat eine interessante und oppulent inszenierte neue Fantasyserie im Programm, die mit Orlando Bloom und Cara Delevingne zwei hervorragend besetzte Hauptdarsteller zu bieten hat. „Carnival Row“ erzählt abwechslungsreich von einer Welt, in der Menschen und Fantasiewesen gezwungenermaßen gemeinsam leben müssen und sich aufgrund gegenseitiger Vorurteile das Leben schwer machen. Parallelen zur Gegenwart sind natürlich nicht zufällig, ungeschöhnt wird eine Welt gezeigt, in der sich Menschengruppen fremde Gebiete aneignen und die dort lebenden Völker ausnutzen und letztendlich zur Flucht aus der eigenen Heimat zwingen, letztendlich aber weder Reue noch Dankbarkeit zeigen, sondern den Flüchtlingen mit Abscheu, Ausgrenzung, Überheblichkeit und Misshandlung begegnen. Um dieses Pulverfass von Grundstimmung webt die Serie einen spannenden Kriminalfall und eine traurige Liebesgeschichte. Insgesamt eine wirklich sehenswerte Kombination. Weiterlesen

„Der dunkle Kristall: Ära des Widerstands“ – Einfach nur großartig!

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Für mich ist „Der dunkle Kristall“ schon seit meiner Kindheit ein absolutes Meisterwerk, Jim Henson hatte damals auf großartige Weise gezeigt, dass mit seinen Puppen viel mehr möglich war als „Muppets“ oder „Sesamstraße“, vor allem nicht zwingend nur für Kinder. Jetzt hat Netflix fast 40 Jahre später eine Prequelserie herausgebracht und die kann man einfach nur als genial bezeichnen. So hat man sich dazu entschieden, den Stil und auch die Puppen dem Original nachzuempfinden, perfekt mit heutigem CGI verbunden, sodass es sich absolut zugehörig anfühlt. Doch abseits davon, dass der Nostalgiefaktor einzigartig greift, wurde die Fantasiewelt um etliche Welten und Lebewesen erweitert und zudem die recht einfache Geschichte des Films von 1982 um eine so abwechslungsreiche, interessante, immer wieder überraschende und zuletzt mitunter keinesfalls für Kinder geeignete Handlung ergänzt, die einen über die kompletten 10 Folgen in ihren Bann zieht. Weiterlesen

„The Boys“ – Fieser, frischer Wind im Superhelden-Overkill!

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Noch nie waren Superheldenfilme und Comicverfilmungen so über die Maßen in TV in Kino präsent wie aktuell. Als ich vor Jahren mal den ersten Comic von „The Boys“ in den Händen hielt, war ich wohl noch nicht bereit dafür, denn die erste Staffel der Serie von Amazon Prime hat mich wirklich unglaublich gut unterhalten. Denn diese ganz spezielle Herangehensweise an das Superheldenthema ist nicht nur deshalb so genial, weil die Helden hier eher große Arschlöcher sind, denen sich ein Trupp Versager in den Weg stellt, sondern die Gesellschaftskritik, die die Serie mit sich bringt. Die provokanten Anspielungen auf Marvel, DC und Disney kommen nicht von ungefähr, „The Boys“ zeigt bewusst eine Welt, in der ein Konzern mit Superhelden in der Lage ist, die Welt in jeder Hinsicht zu dominieren, die Helden sind hier nicht nur Vorzeigeretter, sondern auch Filmstars, Marketingobjekte und auf dem besten Weg, auch Militär und Politik maßgeblich zu beeinflussen. Da diese göttengleichen Wesen hinter ihrer Fassade allerdings echte Arschlöcher sind, braucht es unbedingt ein paar aufrechte Bürger, die der Gefahr für Freiheit und Gesellschaft ohne Rücksicht entgegen tritt. Originell ist dabei auch, dass diese nicht aus gegnerischen Superhelden bestehen, sondern aus einem Trupp echter Versager. Kombiniert mit großartigen Sprüchen, einzigartig überzogener Gewalt und zahlreichen verrückten Ideen ist Amazon Prime ein echter Geniestreich gewonnen, der jetzt schon die Vorfreude auf die nächste Staffel weckt. Weiterlesen

„Good Omens“ – Abgedrehte Serienfassung des Apokalypse-Romans!

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Schon vor über zehn Jahren hatte ich darüber berichtet, dass man sich an die Verfilmung eines meiner Lieblingsbücher, nämlich „Ein gutes Omen“ von Terry Pratchett und Neil Gaiman, machen würde, und doch hat es bis 2019 gedauert, bis Neil Gaiman selber seine Vision des Stoffes als Serie adaptierte. Fans des verrückten Romans über einen Engel und einen Dämon, deren über Jahrtausende andauernde Freundschaft zum entscheiden Ausgang beim drohenden Untergang der Welt wird, kommen bei der Serie auf jeden Fall auf ihre Kosten, die ganzen absurden Ideen rund um Religion, Aberglaube und Mystik erfahren eine runde Übertragung auf das visuelle Medium. Zudem harmonieren Michael Sheen als Engel Erziraphael und David Tennant als Dämon Crowley wirklich großartig und erweisen sich so als perfekte Besetzung. Untermalt mit einem rockigen Soundtrack, guten Effekten und zahlreichen skurrilen Momenten ist die Serie definitiv unterhaltsam, aber sicher trotz seiner mit sechs Folgen uberschaubaren Länge nicht unbedingt massentauglich. Hier muss man sich darauf einlassen, dass einem eine sehr verrückte Form der Geschichte verkauft wird, dann macht die Serie aber auf jeden Fall Spaß. Weiterlesen

„Chernobyl“ – Verstörende Serie über das russische Atomunglück 1986

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Ich werde nie vergessen, wie ich als Grundschüler von der Schule abgeholt wurde und nicht in den „sauren Regen“ durfte, weil in Tschernobyl irgendwas mit einem Atomkraftwerk passiert war, dessen Strahlung selbst bei uns in Norddeutschland Auswirkungen hatte. Die fünfteilige HBO-Serie widmet sich nun im Detail den Geschehnissen von 1986 in der damaligen Sowjetunion, den wirklich schockierenden Horrorszenarien, die zum Glück abgewendet werden konnten, aber auch den Vertuschungsversuchen der Russen. Dabei verzichtet „Chernobyl“ bewusst auf übertriebenen Pathos oder eine plakative Inszenierung, zeigt aber trotz erschreckender Entscheidungen auf sowjetischer Regierungsseite auch, dass es viele Menschen dort gab, die sich dem System widersetzten und zur Rettung von Abertausenden sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten. Weiterlesen

„How To Sell Drugs Online (Fast)“ – Bjarne dealt mit Drogen!

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Bjarne Mädel ist in der neuen deutschen Serie von Netflix zwar nur Nebendarsteller, aber in seinen Szenen stielt er mal wieder allen die Show und zeigt, dass er auch aus einem knallharten Drogendealer einen ganz speziellen Charakter machen kann. Ansonsten überzeugt die Serie über einen Computernerd, der im Internet Drogen verkauft, und die auf wahren Begebenheiten beruht, mit witzigen Einfällen. Besonders gelungen ist die Art und Weise, wie die zentralen Themen „Internet“ und „Soziale Medien“ optisch aufbereitet und in die Handlung mit einbezogen werden. Ansonsten ist das ganze Schulszenario und vor allem die mitunter sehr zum Fremdschämen anregendenen Aktionen des Hauptcharakters teilweise etwas anstrengend, aber insgesamt wird man gut unterhalten. Da die erste Staffel nur 6 halbstündige Folgen umfasst, hat man auch schnell alles gesehen. Für eine zweite Staffel reicht es auf jeden Fall noch, zumal die wahre Geschichte noch einiges zu bieten hat. Danach dürfte die Serie aber ausgedealt haben. Weiterlesen

„Miracle Workers“ – Buscemi und Radcliffe arbeiten im Himmel!

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Wenn Daniel Radcliffe als Engel in der Abteilung für Wünsche die Erde retten muss, weil Steve Buscemi als der wohl dümmste Gott keine Lust mehr auf seine Schöpfung hat, ist das eine amüsante Grundidee. Allerdings bleibt „Miracle Workers“ trotz einiger sehr absurder und amüsanter Einfälle nur gutes Mittelmaß, überspannt mit seinen sieben nicht mal halbstündigen Folgen aber auch nicht den Bogen. So setzt die Handlung bewusst nicht mal ansatzweise auf ein logisches Fundament und konzentriert sich voll und ganz auf sein verrücktes Himmel-Erde-Szenario und vor allem seine tollen Darsteller. Während Daniel Radcliffe mal wieder eine solide Performance abliefert, die seine Leistung in „Swiss Army Man“ natürlich nicht toppen kann, ist Steve Buscemi das absolute Highlight der Serie. Einen so unfassbar dummen Gott hat die Filmgeschichte wohl noch nie gesehen, und doch tut er einem dann leid, wenn selbst sein Eltern und Geschwister seine missratende Schöpfung auslachen. Weiterlesen

„Love, Death & Robots“ – Saucoole Anthology-Serie!

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Die Trailer von „Love, Death & Robots“ ließen schon eine außergewöhnliche Serie erwarten, doch die 18 oft nur wenige Minuten langen Episoden sind mitunter echt kleine Kunstwerke. Natürlich sind nicht alle Folgen gelungen, aber die völlig unterschiedlichen Stile und Richtungen sorgen für wirklich gute Abwechslung und tolle Unterhaltung. Selten hat gerade bei den animierten Episoden so genau hinschauen müssen, um zu erkennen, dass man hier keine echten Aufnahmen sieht. Doch auch Fans von Zeichentrick und Animé kommen hier auf ihre Kosten. Dabei nutzt Netflix hier das Potential einer Serie ab 18 voll aus: Sex und Gewalt werden hier mitunter auf einen echt krassen Level getrieben. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz! Mit der Serie, die auch „Sex, Gewalt und Technik“ hätte heißen können, haben „Fight Club“-Regisseur David Fincher und „Deadpool“-Regisseur Tim Miller als Produzenten ganze Arbeit geleistet, zumal die Episoden völlig unabhängig voneinander sind und aufgrund der kurzen Laufzeit so richtig schön vorbeizischen. Für mich eine der unterhaltsamsten Serien der letzten Zeit, wenn man hier keinen zu großen Anspruch erwartet und einfach Spaß an ein wenig Computerspiel-Intro-ähnlichen Episoden hat. Weiterlesen