„How To Sell Drugs Online (Fast)“ – Bjarne dealt mit Drogen!

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Bjarne Mädel ist in der neuen deutschen Serie von Netflix zwar nur Nebendarsteller, aber in seinen Szenen stielt er mal wieder allen die Show und zeigt, dass er auch aus einem knallharten Drogendealer einen ganz speziellen Charakter machen kann. Ansonsten überzeugt die Serie über einen Computernerd, der im Internet Drogen verkauft, und die auf wahren Begebenheiten beruht, mit witzigen Einfällen. Besonders gelungen ist die Art und Weise, wie die zentralen Themen „Internet“ und „Soziale Medien“ optisch aufbereitet und in die Handlung mit einbezogen werden. Ansonsten ist das ganze Schulszenario und vor allem die mitunter sehr zum Fremdschämen anregendenen Aktionen des Hauptcharakters teilweise etwas anstrengend, aber insgesamt wird man gut unterhalten. Da die erste Staffel nur 6 halbstündige Folgen umfasst, hat man auch schnell alles gesehen. Für eine zweite Staffel reicht es auf jeden Fall noch, zumal die wahre Geschichte noch einiges zu bieten hat. Danach dürfte die Serie aber ausgedealt haben.

Inhalt

Moritz (Maximilian Mundt) ist ein Computernerd, intelligent und gleichzeitig ein Vollversager, wenn es um den Austausch mit seinem Mitmenschen geht. Als seine Freundin Lisa (Lena Klenke) nach einem Jahr aus den USA zurückkommt, hat sie sich verändert und macht Schluss mit Moritz, was ihn völlig aus der Bahn wirft. Doch als er herausfindet, dass sie angefangen hat, LSD zu nehmen, hält er es für eine gute Idee, den fiesen Drogendealer Buba (Bjarne Mädel) ausfindig zu machen, sich von ihm eine große Menge Drogen zu besorgen, um damit bei Lisa wieder im Kurs zu steigen. Doch als das nicht klappt und Moritz auf den Drogen sitzen bleibt, kommt ihm eine verrückte Idee. Er nutzt das ausgeklügelte und sichere Shopsystem, dass er zusammen mit seinem Kumpel Lenny (Danilo Kamperidis) programmiert hat, um die Drogen online im Darknet zu verkaufen. Als die Absätze durch die Decke gehen, will Moritz immer mehr. Doch mit einem Drogendealer, der noch Geld will, und einem Vater bei der Polizei, steigt immer mehr die Gefahr, dass alles komplett nach hinten losgehen kann.

Review

In meiner behüteten Wahrnehmung ist eine Welt, in der Schüler im großen Stil Drogen konsumieren, natürlich völlig unrealistisch, aber vermutlich bin ich da einfach nur weltfremd. Immerhin lässt die Serie keinen Zweifel daran, dass der Handel und der Konsum mit Drogen nichts Gutes beinhaltet. Wer aber wie ich viel mit Computern, Internet und sozialen Medien zu tun hat, für den bietet der Film viele interessante Anspielungen auf den heutigen Umgang mit diesen Kanälen. Netflix hat mit dieser Serie vermutlich keinen neuen Klassiker geschaffen, aber durchaus gute Unterhaltung für Zwischendurch mit einem mal wieder gut aufgelegten Bjarne Mädel, der nicht nur zeigt, dass er auch den Bösen spielen kann, sondern auch wieder für wirklich unglaubliche Lacher sorgt. Den Vogel schießt die Netflix-Serie aber in dem Moment ab, wenn Jonathan Frakes im originalen „X-Factor“-Stil das Darknet erklärt.

Vielleicht bin ich selber genug Nerd, um mich hier unterhalten zu fühlen, aber für ein paar Lacher und witzige Wendungen ist „HTSDO(F)“ auf jeden Fall gut.

Fazit

Ein Computernerd will seine Ex zurückerobern, indem er Drogen im Internet verkauft. So bekloppt kann nur eine wahre Geschichte sein und enstprechend skurril kommt die Serienumsetzung daher, die vor allem von Nebendarsteller Bjarne Mädel profitiert.

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