„Ralph reichts 2: Chaos im Netz“ – Amüsanter Ausflug ins Internet!

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Für mich war „Ralph reichts“ damals einer der ersten wirklich gelungenen Animationsfilme aus dem Hause Disney, der nicht mehr von Pixar stammte. Nach der immer noch tollen Mischung aus Anspielungen an die Computerspielwelt, witzigen Gags und trotzdem viel Gefühl, war ich echt gespannt auf den zweiten Teil. Dieses kann leider nicht komplett das Feeling vom Erstling wieder aufleben lassen, bietet aber die wohl verrückteste Interpretation davon, wie es im Internet aussehen könnte. Die unzählbaren Anspielungen auf eBay, Amazon, Google, das Darknet und zahlreiche andere Internetphänomene kann man vermutlich nicht mal nach mehrmaligem Anschauen entdecken. „Ralph reichts 2“ setzt bei allem einen drauf, das ist manchmal vielleicht etwas zu viel, wird aber trotzdem jeden begeistern, der den ersten Teil auch schon mochte. Und während es im ersten Teil vorrangig nur um Insiderwissen rund um Spiele ging, hat hier natürlich jeder Zuschauer seine ganz eigenen „Aha“-Momente! Ach ja, natürlich geht es auch hier wieder um Freundschaft, in diesen Momenten geht der Film neben all seinen absurden Ideen auch wieder ans Herz.

Inhalt

Ralph wollte seiner kleinen Freundin Vanellope von Schweetz (Sarah Silverman) eigentlich eine Abwechslung für ihre Rennfahrten bieten, doch am Ende steht ihr Automatenspiel „Sugar Rush“ kurz vor der Abschaltung. Doch im legendären Internet soll man das fehlende Lenkrad für den Automaten kaufen können, also nutzen Ralph und Vanellope den glücklichen Zufall, dass die Spielhalle gerade an das Internet angeschlossen wurde. Doch dort angekommen sind die beiden völlig geplättet von der riesigen Welt voller seltsamer Möglichkeiten. Als sie leider zu spät begreifen, für was für eine riesige Summe sie dann das Lenkrad ersteigert haben, müssen sie schnellstmöglich das benötigte Geld im Internet verdienen. Zum Glück finden sie auch dort Freunden, die sie unterstützen, doch das Internet bietet auch Schattenseiten. Doch nachdem Vanellope die Disney-Prinzessinnen und ein wirklich krasses Online-Autospiel kennenlernt, will sie eigentlich gar nicht mehr in ihre kleine Welt zurück.

Review

Wie in jedem zweiten Teil fällt es auch hier nicht leicht, den Zuschauer so zu bewegen, wie beim ersten Kennenlernen mit den Figuren. Während der erste Teil noch recht bodenständig daher kam, wird hier ein wirklich großes Fass aufgemacht. Das Internet bietet natürlich deutlich mehr Möglichkeiten und man muss sagen, dass die Macher nicht nur aus dem Vollen schöpfen, sondern auf ihre Art schon recht passende Darstellungen entwickelt haben, von den bekannten Portalen bis zur Internetkriminalität, nervigen PopUps und fiesen Kommentaren. Dass das alles optisch richtig was hermacht, muss man erwartungsgemäß kaum erwähnen. Und wenn man von Disney produziert wird, kann man nicht nur fröhlich für die Jungs Elemente aus „Star Wars“ einbringen, sondern für alle Mädels den Traum wahr werden lassen, endlich mal alle Disney-Prinzessinnen von Schneewitchen über Arielle, Rapunzel, Cinderella, Merida bis zu Anna und Elsa aus „Die Eiskönigin“ gemeinsam auftreten zu lassen. Dass diese jetzt schon legendäre Szene die doch recht einseitige Darstellung der Prinzessinnen in den Disney-Filmen sogar recht frech auf die Schippe nimmt, hätte man Disney so sicher auch nicht zugetraut.

Fazit

Auch wenn der zweite Teil sich nicht ganz so ins Herz spielt wie der erste, so bietet auch „Chaos im Netz“ wirklich tolle Animationen, herrlich verrückte Einfälle und eine angenehme Mischung aus Spaß und Gefühl. Ein insgesamt sehr runder zweiter Teil!

Bildergalerie


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