„Robin Hood“ – Ganz klar kein Treffer ins Schwarze!

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Für mich gibt es eigentlich nur zwei echte „Robin Hood“-Filme, die Version von Disney aus meiner Kindheit und „Robin Hood – König der Diebe“ mit Kevin Costner. Da die letzte und auch nicht gerade gelungene Kinoversion von Ridley Scott mit Russell Crowe auch schon wieder fast ein Jahrzehnt zurück ist, war die Zeit wohl wieder reif für einen weiteren Versuch. Doch wie schon zuletzt „King Arthur“ gelingt eine Wiederbelebung nicht unbedingt, wenn man vorrangig auf wilde Action und geplant coole Sprüche setzt. Taron Egerton kann nicht gegen die langweilige Interpretation des Bogenschützen anspielen und auch Jamie Foxx überzeugt nur bedingt als Little John. Ben Mendelsohn hat als Sheriff von Nottingham noch die besten Momente, und über das maue Spiel von Eve Hewson als Marian müssen wir gar nicht reden. Alles ersäuft in einer Geschichte, die man schon auswendig kennt, aber noch nie so langweilig adaptiert und einer Fülle an nervigen Actionszenen, die mitunter so schnell geschnitten sind, dass man nicht mal richtig erkennt, was eigentlich passiert. Da einem das aber schnell sowieso egal ist, auch nicht weiter schlimm. Hoffen wir mal, dass niemand die Drohung wahr macht, dass dieser Murks nur der Anfang eines ganzen Franchises sein soll. Weiterlesen

„Ralph reichts 2: Chaos im Netz“ – Amüsanter Ausflug ins Internet!

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Für mich war „Ralph reichts“ damals einer der ersten wirklich gelungenen Animationsfilme aus dem Hause Disney, der nicht mehr von Pixar stammte. Nach der immer noch tollen Mischung aus Anspielungen an die Computerspielwelt, witzigen Gags und trotzdem viel Gefühl, war ich echt gespannt auf den zweiten Teil. Dieses kann leider nicht komplett das Feeling vom Erstling wieder aufleben lassen, bietet aber die wohl verrückteste Interpretation davon, wie es im Internet aussehen könnte. Die unzählbaren Anspielungen auf eBay, Amazon, Google, das Darknet und zahlreiche andere Internetphänomene kann man vermutlich nicht mal nach mehrmaligem Anschauen entdecken. „Ralph reichts 2“ setzt bei allem einen drauf, das ist manchmal vielleicht etwas zu viel, wird aber trotzdem jeden begeistern, der den ersten Teil auch schon mochte. Und während es im ersten Teil vorrangig nur um Insiderwissen rund um Spiele ging, hat hier natürlich jeder Zuschauer seine ganz eigenen „Aha“-Momente! Ach ja, natürlich geht es auch hier wieder um Freundschaft, in diesen Momenten geht der Film neben all seinen absurden Ideen auch wieder ans Herz. Weiterlesen

„Christopher Robin“ – Winnie Puuh und das Erwachsenwerden!

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Wenn ich nicht erst vor kurzem „Goodbye Christopher Robin“, ein Biopic über die traurige Wahrheit über den „echten“ Christopher Robin, gesehen hätte, dann hätte mich diese seichte Disney-Produktion vielleicht mehr überzeugen können. So bleiben „Christopher Robin“ zwar einige wirklich putzige Momente und ein paar schöne Botschaften über das Erwachsenwerden und den Umgang mit geliebten Menschen bzw. Wesen. Der Film ist nett, für Kinder streckenweise vielleicht etwas zu depressiv, aber so richtig ins Gedächtnis spielt er sich nicht. Da können auch Ewan McGregor, Haylay Atwell und Mark Gatiss nicht viel rausholen. Für Kinder, die mit „Pu dem Bären“ groß geworden sind, werden hier vielleicht ein paar Erinnerungen wach, aber auch wenn es im letzten Drittel mal etwas schneller durch London geht, hat man das Gefühl, das kürzlich bei „Paddington 2“ in besserer Form gesehen zu haben. Weiterlesen

„Solo: A Star Wars Story“ – Han Solos überflüssiger Einzelfilm!

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Es ist unfair, einen Film abzustempeln, nur weil die Presse ununterbrochen von der chaotischen Produktion berichtet hat. Davon, dass mit Phil Lord und Chris Miller erneut zwei talentierte Nachwuchsregisseure die Erwartungen von Lucasfilm und Disney nicht erfüllten und mit Ron Howard durch einen Routine-Regisseur ersetzt wurden. Davon, dass Alden Ehrenreich Unterstützung von Schauspielcoaches brauchte, um Harrison Ford besser zu imitieren. Von umfangreichen Nachdrehs und einer kompletten Neuausrichtung des Films. Das alles muss aber nicht bedeuten, dass das Ergebnis schlecht ist, was aber offensichtlich zur Grundannahme sogar bei vielen „Star Wars“-Fans geworden war, sodass der Film weit hinter seinen Erwartungen zurückblieb und gerade der erste richtige „Star Wars“-Flop zu werden scheint. Auch ich habe lange gewartet, den Film überhaupt zu sehen und musste trotz meiner letzten Hoffnung leider feststellen, dass er tatsächlich nicht gut ist und man einem so beliebten Charakter wie Han Solo mit einer Backgroundstory sogar eher schaden kann als ihn interessanter zu machen. Weiterlesen

Disneys „Star Wars“ cancelt alle Spin-off-Filme?

Lucasfilm steckt in der Krise. Nachdem „Solo“ als zweites Spin-off trotz durchschnittlicher Kritiken ein großer finanzieller Flop geworden ist und „The Last Jedi“ noch immer in einem Ausmaß, das nie hätte erahnt werden können, vernichtend von vielen Fans als Todesstoß von „Star Wars“ angesehen wird, scheint sich Disney/Lucasfilm langsam Sorgen um die Zukunft des Franchises zu machen. Nicht nur sind Kathleen Kennedy und Rian Johnson mittlerweile zur Reizfigur geworden, auch der drastische Facebook-Shitstorm gegen Kelly Marie Tran hat für Aufsehen gesorgt. Offiziell waren bisher zwar keine weiteren Spin-off-Filme angekündigt, aber als gesichert galt trotzdem, dass konkret an einem „Kenobi“-Spin-off mit Ewan McGregor von Stephen Daldry und an einem „Boba Fett“-Film von James Mangold gearbeitet worden ist. Laut „Collider“ seien nicht nur diese beiden Filme, sondern generell die Spin-off-Filme, die bisher unter „A Star Wars Story“ geführt worden sind, beerdigt worden. Weiterlesen

„Das Zeiträtsel“ – Völlig konfuse, langweilige Kinder-Fantasy!

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Es gibt immer wieder Kinderfilm, wie „Die Geheimnisse der Spiderwicks“ oder zuletzt „Gänsehaut“, in denen die Abenteuer von Kindern mit der Konfrontation einer Fantasywelt neben der realen Welt so unterhaltsam inszeniert wird, dass auch Erwachsene ihren Spaß daran haben. „Das Zeiträtsel“ hätte auch dazu gehören können, aber trotz bunter Bilder und einem ziemlich überdrehten Universum passt hier irgendwie nichts zusammen. Das beginnt schon damit, dass die Identifikation mit den Kindern so gar nicht funktionieren will, aber auch die Handlung selber stolpert ständig über die eigene Logik und schafft es nicht, einem sinnvollen roten Faden zu folgen. Die kurzen Ausflüge in die Welt der Physik und der Literatur zeigen, dass die Buchvorlage wohl ganz anderen Grundsätzen gefolgt ist, die hier aber dann doch typisch Disney auf Liebe, Familie und weichgespülte Popsongs reduziert werden. Da helfen auch bekannte Stars wie Reese Witherspoon, Oprah Winfrey, Zach Galifianakis oder Chris Pine nicht weiter. Weiterlesen

„Star Wars: Die letzten Jedi“ – Unvorhersehbarkeit macht noch keinen guten Film

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J.J. Abrams hatte sich mit „Episode 7“ geschickt, aber feige mit einem halben „Episode 4“-Remake aus der Affäre gezogen. Rian Johnsons „Episode 8“ musste nun aber liefern – und er wurde nicht müde zu betonen, dass sein Film ja ach so clever, frisch und unerwartet sei. Doch nach Sichtung des Films muss man feststellen: Der Film macht stellenweise Spaß, liefert tatsächlich kein Nostalgie-Fest ab und traut sich Eigenständigkeit, erfüllt aber sämtliche selbst auferlegte Ziele keinesfalls. Das blutrot als düsterer Mittelteil mit schockierenden Enthüllungen angekündigte Meisterwerk entpuppt sich leider als ambitionierte, aber lückenhaft geschriebene Blockbuster-Massenware, die eine kluge Ausgestaltung der Handlung, Figuren und Mythologie vermissen lässt. Der Film überspielt mit plumpem Slapstick und Effekten, dass er erzählerisch ziemlich planlos herumeiert und wenig zu bieten hat. „Star Wars“ ist zur Disney-Routine geworden – und langweilig. Weiterlesen