„Aladdin“ – Will Smith macht einen auf Dschinni!

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Nach den zuletzt soliden, wenn auch größtenteils überflüssigen Realverfilmungen der Disney-Klassiker „Die Schöne und das Biest“ und „Das Dschungelbuch“ stand die Neufassung von „Aladdin“ nicht zuletzt aufgrund der Besetzung von Will Smith als blauem Wunderlampengeist noch vor dem Start in der Kritik. Doch verblüffenderweise ist Smith mit das größte Highlight des Films. Da er gar nicht erst versucht, die Zeichentrickversion von Robin Williams zu kopieren, kann er dem Dschinni seine ganz eigene Note und vor allem einen anderen Humor verpassen, der tatsächlich immer wieder zündet. Ansonsten schafft es auch Regisseur Guy Ritchie nicht, eine Realversion zu drehen, die den Zeichentrick-Klassiker überbietet. „Aladdin“ ist bunt, actionreich und kurzweilig, zudem bekommt er hinsichtlich der Story ein wenig mehr Tiefe, aber eben nicht genug, um wirklich anders zu sein. Auch die neuen Songs fügen sich zwar gut ein, toppen aber nicht die bekannten Ohrwürmer. Disney wird zwar diese Linie noch weiter fahren, aber Disney-Fans werden trotz zahlreicher anderer ähnlicher Projekte wohl noch lange warten müssen, bis eine Realverfilmung mal einen der Klassiker toppen kann.

Inhalt

Aladdin (Mena Massoud) schlägt sich in Agrabah mit seinem Affen Abu als Straßendieb durch und doch genießt er seine Freiheit. Doch dann trifft er auf die Prinzessin Jasmin (Naomi Scott), die sich nur heimlich aus dem Palast schleichen kann. Aladdin verliebt sich in sie, ohne zu wissen, wer sie wirklich ist, wird aber vom hinterhältigen Großwesir Jafar (Marwan Kenzari) aufgegriffen. Dieser verspricht Aladdin einen sozialen Aufstieg, wenn er ihm eine Lampe aus einer Wüstenhöhle voller Schätze holt. Doch als dabei alles schief geht, kommt Aladdin selber hinter das Geheimnis der Lampe, in der nämlich ein uralter Dschinni (Will Smith) steckt, der seinem neuen Herrn drei Wünsche erfüllen kann. Aladdin sieht seine Chance, doch noch das Herz der Prinzessin zu erobern, findet in dem Flaschengeist aber auch einen treuen Freund.

Review

Auch hier hat man sich wieder viel Mühe gegeben, optisch so nah wie möglich an die Zeichentrickversion aus den 90ern zu kommen. Das sorgt hier allerdings dafür, dass die Neuauflage manchmal etwas zu bunt und künstlich aussieht. Ansonsten wird man bei der Neuverfilmung gut unterhalten, viele Gags treffen absolut ins Schwarze und die actionreiche Handschrift von Guy Ritchie passt auch gut ins Geschehen. Und doch merkt man wieder, dass es eben nichts bringt, wenn man etwas Bekanntes einfach nur kopiert. Auch „Aladdin“ hat die besten Momente, wenn Will Smith seine Möglichkeiten als Dschinni auslebt und die Rolle völlig neu interpretieren darf. Schlauerweise lässt man ihn nicht die ganz Zeit blau und muskelbepackt herumfliegen, aber auch die Momente werden für ein paar witzige Einfälle genutzt. Ich muss sagen, dass ich auch nicht richtig glauben konnte, dass Will Smith der richtige für die Rolle ist, umso mehr habe ich mich gefreut, dass er mich eines besseren belehrt hat und nach langer Zeit mal wieder als Schauspieler die richtige Rolle bekommen hat.

Nicht-Disney-Fans werden mit der Neuauflage vermutlich auch nicht viel mehr anfangen können, und echte Fans der Klassiker brauchen diese Fassung vermutlich gar nicht, aber letztendlich schadet es auch bei dieser Realverfilmung nicht, sie sich anzuschauen. Außer einem gut aufgelegten Will Smith würde man aber auch nichts verpassen.

Fazit

Die Realverfilmung von „Aladdin“ ist abwechslungsreich und gewinnt vor allem durch Will Smith als Dschinni, trotzdem ist auch diese Neuauflage nicht besser geraten als der gezeichnete Klassiker.

Bildergalerie


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