„BlacKkKlansman“ – Schwarzer Cop im Ku-Klux-Klan!

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Spike Lee hat in seinen Film schon oft Rassismus und die Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung Amerikas thematisiert, aber sein neuer Film ist ein wahrer Genuss für alle, denen der zunehmende Rechtsruck auf der Welt Unwohl bereitet. Ganz klar liegt der Fokus der Verfilmung der wahren Geschichte des schwarzen Ermittlers Ron Stallworth, der in den 70ern den Ku-Klux-Klan unterwanderte, auf dem rassistischen Umgang mit den Schwarzen und deren Widerstand, aber nicht zuletzt am Ende des Film wird ganz klar auf die Parallelen zur heutigen Zeit verwiesen. Dabei gelingt ihm großartig der Spagat zwischen amüsanten und ernsten Momenten, der Film bietet einige echt witzige Momente, die einen aber nie vergessen lassen, wie bitter die Realität damals aussah und auch heute wieder aussieht. Spätestens wenn die Mitglieder vom Ku-Klux-Klan immer wieder die Worte „America First“ rufen, ist die Botschaft ganz klar angekommen. Weiterlesen

„Predator: Upgrade“ – Der beste „Predator“-Film seit 1987!

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Mit „Predator“ bekam 1987 nicht nur die Filmkarriere von Arnold Schwarzenegger einen enormen Schub, es wurde auch eins der coolsten Filmmonster erschaffen. Und doch wurde mit einer Fortsetzung 1990, zwei „Alien vs. Predator“-Filmen 2004 und 2007 und dem Reboot „Predators“ von 2010 nie wieder die Qualität des kultigen Originals erreicht. Dass nun ausgerechnet „Predator: Upgrade“, von dem während der Produktion nur Schlechtes zu hören war, so rocken könnte, hätte ich absolut nicht erwartet. Doch die neue Fortsetzung startet von Anfang an mit Vollgas und setzt immer noch einen drauf! Was dem Film aber besonders gut tut, ist, dass er sich selber kein Stück ernst nimmt, auf beiden Seiten die größten Machokiller ins Rennen schickt, die mit Waffen wie mit Sprüchen nur so um sich ballern. Das macht den Film ganz klar zu einem Männerfilm und eindeutig mehr zu einem Action- als einem Horrorfilm, aber hier ist die neue Herangehensweise einfach mal herrlich erfrischend. Nun heißt es hoffen, dass die geplanten Fortsetzungen den Level halten können und man vielleicht sogar Schwarzenegger zu einer Rückkehr ins Franchise überreden kann. Weiterlesen

„Die Unglaublichen 2“ – Grandiose Rückkehr von Pixars Superhelden!

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Fast 15 Jahre ist es her, dass Pixar mit „Die Unglaublichen“ eine Familie von Superhelden losschickte und lange vor der Übernahme des Kinos durch Marvel und DC einen herrlichen Actionklamauk im Stil alter Comics auf die große Leinwand schickte. Der Film gehört bis heute zu einem der besten von Pixar und, obwohl eine Fortsetzung immer wahrscheinlich war, hat so lange danach wohl doch keiner mehr damit gerechnet. Aber kann man nach so langer Zeit, gerade in Zeiten von absolutem Superhelden-Überschuss im Kino, tatsächlich ausgerechnet mit „Die Unglaublichen 2“ noch mal einen Knaller zünden? Oh ja, man kann! Regisseur Brad Bird macht mit seiner Fortsetzung einfach alles richtig und bietet eine rasante Actionkomödie voller witziger Einfälle und unterhaltsamer Action. Trotz der langen Zeit dazwischen schließt der zweite Teil nicht nur von der Story her nahtlos an das erste Abenteuer an, der komplette Film ist die perfekte Fortsetzung und hätte genau so auch schon damals gepasst. Wie schon „Die Unglaublichen“ widersteht auch die Fortsetzung der Option, möglichst aktuellen Trends zu folgen und bietet lieber zeitlose Themen, Gags und Action. Dass die Technik aber einen ganzen Sprung nach vorne gemacht hat, merkt man dem Film schon an, die Animationen sind einfach großartig und zeigen, dass man im Animationsfilm im Verhältnis zu den mitunter völlig übertriebenen Actionfilmen der heutigen Zeit eben doch noch einen draufsetzen kann. Weiterlesen

„Sicario 2“ – Brutale Rückkehr in die Welt der Drogenkartelle!

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Was den Thriller „Sicario“ auszeichnete, war eindeutig die Handschrift von Regisseur Denis Villeneuve. Der Film war vielschichtig, optisch und akustisch beeindruckend, die Charaktere vielschichtig und die Handlung immer wioeeder überraschend und absolut fesselnd. Für das Mittelstück der geplanten Trilogie stand der Regisseur leider nicht zur Verfügung, da er mit „Arrival“ und „Blade Runner 2049“ beschäftigt war, was man „Sicario 2“ leider in vieler Hinsicht anmerkt. Regisseur Stefano Sollima bietet zwar ebenfalls einen spannenden Thriller, in dem Josh Brolin und Benicio Del Toro ein weiteres Mal die Frage aufwerfen, auf welcher Seite eigentlich die Bösen stehen und welche Mittel recht sind, wenn Recht und Moral außer Kraft gesetzt wurden. Aber es fehlt eben das Besondere, die spezielle Optik, die dramaturgischen Überraschungen und vor allem die weibliche Note mit Emily Blunt, „Sicario 2“ ist unglaublich gradlinig und selten wirklich überraschend. Was nicht heißt, dass der Film schlecht ist, aber im Vergleich zum ersten Teil kann er leider nur verlieren. Man kann also nur hoffen, dass beim abschließenden „Sicario 3“ auch Villeneuve und Blunt wieder mit von der Partie sind. Weiterlesen

Kurz kritisiert 22: Von Aliens, Geistern und Indianern

Auf geht’s zur nächsten Runde von Kurzkritiken zu Filmen, die auf jeden Fall kurz erwähnt werden sollten. Dieses Mal sind mit „Die Frau, die vorausgeht“, „Ocean’s 8“, „Isle of Dogs“, „Hotel Artemis“, „Extinction“, „Attraction“, „The First Purge“, „I Kill Giants“, „Ghost Stories“, „Game Night“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ größtenteils Filme aus dem letzten halben Jahr dabei, die teilweise gar nicht in die Kinos gekommen sind. Weiterlesen

„The Equalizer 2“ – Denzel Washington rächt wieder!

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Eigentlich ist Denzel Washington nicht unbedingt der Typ für Fortsetzungen, warum er ausgerechnet bei „The Equalizer“ eine Ausnahme gemacht hat, wird wohl auch immer ein Rätsel bleiben. Der erste Teil war zwar nicht unbedingt ein Flop, aber eben trotzdem nur einer der endlosen Rachethriller mit der Freude am Töten, von denen er derzeit mehr als genug gibt. Aber alles, was der ersten Teil noch originell gemacht hat, ist im zweiten Teil leider voll ins Mittelmaß abgerutscht. Kein innerer Konflikt beim Hauptcharakter, Töten ist wieder ok. Der Junge, den er auf den rechten Pfad führen will, kann sich kein Stück mit Chloe Grace Moretz als leidende Prostituierte im ersten Teil messen, der rote Faden lässt lange Zeit auf sich warten und lässt erst mal Platz für ein paar zusammenhanglose Rache- und Rettungsakte, alles irgendwie nicht wirklich überzeugend. Das Finale mitten im Hurrikan auf einer evakuierten Insel bietet immerhin etwas abwechslungsreichere Atmosphäre. Aber damit sollte auch genug sein, einen weiteren Teil kann die Reihe echt nicht brauchen. Weiterlesen

„Christopher Robin“ – Winnie Puuh und das Erwachsenwerden!

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Wenn ich nicht erst vor kurzem „Goodbye Christopher Robin“, ein Biopic über die traurige Wahrheit über den „echten“ Christopher Robin, gesehen hätte, dann hätte mich diese seichte Disney-Produktion vielleicht mehr überzeugen können. So bleiben „Christopher Robin“ zwar einige wirklich putzige Momente und ein paar schöne Botschaften über das Erwachsenwerden und den Umgang mit geliebten Menschen bzw. Wesen. Der Film ist nett, für Kinder streckenweise vielleicht etwas zu depressiv, aber so richtig ins Gedächtnis spielt er sich nicht. Da können auch Ewan McGregor, Haylay Atwell und Mark Gatiss nicht viel rausholen. Für Kinder, die mit „Pu dem Bären“ groß geworden sind, werden hier vielleicht ein paar Erinnerungen wach, aber auch wenn es im letzten Drittel mal etwas schneller durch London geht, hat man das Gefühl, das kürzlich bei „Paddington 2“ in besserer Form gesehen zu haben. Weiterlesen

„Hereditary – Das Vermächtnis“ – Auf einer Ebene mit „Shining“?

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Vermutlich wäre „Hereditary“ auch an mir einfach vorübergegangen, wenn ich nicht über so viele lobreiche Kritiken gestolpert wäre. Aber ist das Spielfilmdebüt von Regisseur Ari Aster wirklich ein neues Horrormeisterwerk, das sich in eine Reihe mit Psychothrillern wie „Shining“ oder „Rosemaries Baby“ stellen darf? Ganz so weit würde ich nicht gehen, aber der Film ist sicher einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre. Das liegt nicht nur an der traumatischen Geschichte, die sich auch ohne die Gruselmomente schon nachhaltig im Gehirn festsetzt, sondern auch an Asters grandioser Optik und seltsamer Bildsprache und nicht zuletzt an den Schauspielern, bei denen vor allem Toni Colette eine Leistung vollbringt, die sie voll auf Oscar-Kurs katapultieren dürfte. „Hereditary“ ist ein bitterer Film über den Tod und dessen Verarbeitung, der auch ohne den mystischen Teil schon sein Grauen voll entfaltet hätte, durch den übernatürlichen Anteil in der zweiten Hälfte aber noch eine ganze Schippe drauflegen kann. Weiterlesen