„Der seidene Faden“ – Daniel Day-Lewis‘ großes Finale!

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Regisseur Paul Thomas Anderson konnte mit seinem begnadeten Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis schon in „There Will Be Blood“ ein echtes Meisterwerk präsentieren, entsprechend gespannt konnte man auch auf die neue Zusammenarbeit sein, zumal dies auch noch die letzte Rolle von Daniel Day-Lewis ist, der Hollywood nach diesem letzten Film hinter sich lassen will. „Der seidene Faden“ ist in vieler Hinsicht ein großartiger Film, aber letztendlich doch wieder zu speziell, um eine wirklich große Zielgruppe anzusprechen. Mit Andersons Klassikern „Boogie Nights“ oder „Magnolia“ hat der Film leider auch nicht viel gemeinsam, doch die tollen Schauspieler, die grandiose Ausstattung und die wirklich absonderliche Liebesgeschichte machen den Film trotzdem sehenswert. Weiterlesen

„Insidious 4: The Last Key“ – Schockt nicht mehr!

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Gerade Horrorfilme sind dafür bekannt, dass ein Erfolgsrezept bis zur Endlosigkeit fortgesetzt wird, auch wenn die Klasse des Originals bei weitem nicht mehr erreicht wird. Das gilt auch für das „Insidious“-Franchise, nach einem wirklich außergewöhnlichen ersten Teil, der es sogar unter unsere TOP 10 der gruseligsten Horrorfilme aller Zeiten schaffte, folgt nach einer soliden Fortsetzung, einem bereits völlig überflüssigen Prequel ein weiterer Ableger, der wieder das Medium Elise und ihre Geisterjägerfreunde in den Focus setzt. Da sich der Film auch mit der Kindheit von Elise beschäftigt, fügt er sich zwar grundsätzlich gut in die Reihe ein, aber wirklich brauchen tut den Film keiner. So bieten die düstere Atmosphäre, die Schockmomente und fiesen Wesen aus der übernatürlichen Welt kaum noch etwas Neues. EIn wenig Poltergeist-Feeling kommt zwar hier und da auf, aber insgesamt merkt man, dass der Film noch mal versucht, mit dem erfolgreichen Namen Kasse zu machen, aber eigentlich keine wirkliche Daseinsberechtigung hat. Weiterlesen

Dokus: „Spione im Tierreich“ & „Unser blauer Planet II“

Endlich sind wieder zwei wirklich tolle Naturdokumentationen auf DVD und Blu-ray erschienen, zum einen die lustige Reihe „Spione im Tierreich“, die mit Unterstützung ganz besonderer Kamerawesen völlig neue Einblicke in das Verhalten der Tiere bietet, zum anderen die lang erwartete Fortsetzung „Unser blauer Planet II“, die wie schon die erste revolutionäre Reihe wirklich einzigartige Aufnahmen aus der Welt der Meere zeigt. Beide Dokumentationen sind absolut sehenswert, „Spione im Tierreich“ ist seit dem 23. Februar 2018 und „Unser blauer Planet II“ ist seit dem 23. März 2018 auf DVD und Blu-ray im Handelt erhältlich, die Meeresdokumentation zudem als 4K Blu-ray. Weiterlesen

„Gladbeck“ – Erschreckend realistische Umsetzung!

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Es gibt Kriminalfälle, die Spuren hinterlassen und sich ins Gedächtnis einbrennen. Ich war damals 1988 fast elf Jahre alt, als Rösner und Degowski die Deutsche Bank in Gladbeck überfielen und danach eine der absurdesten Geiselnahmen in der deutschen Geschichte durchführten. 30 Jahre später widmet man sich nun in einem TV-Zweiteiler, der unlängst auch schon auf DVD und Blu-ray erschienen ist, den bis heute unglaublichen Ereignissen. Gerade, wenn man sich im Anschluss die zugehörige Dokumentation anschaut, wird einem nicht nur klar, wie detailgetreu und minutiös recherchiert die Filmemacher ans Werk gegangen sind, es wird einem außerdem auf erschreckende Weise vor Augen geführt, wie chaotisch und fehlerhaft die Polizei damals vorging und warum die schreckliche Ereignisse gar nicht so weit hätten gehen müssen. Ebenso zeigt der Film die absolut verantwortlunglose Vorgehensweise der Presse, die den Entführern ein öffentliches Forum boten und gleichzeitig die Geiseln mehrfach in Gefahr brachten.. Weiterlesen

„Auslöschung“ – Großartiger, intelligenter SciFi-Horror!

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Regisseur Alex Garland hat schon mit seinem Regiedebut „Ex Machina“ gezeigt, dass man von ihm ganz besondere Filme erwarten kann. Das trifft auch auf sein neues Meisterwerk „Annihilation“ zu, einen sehr ruhigen Science-Fiction-Film mit teilweise recht heftigen Horrorelementen und einer ganz eigenen Interpretation der Frage, wie eine Alieninvasion aussehen könnte. Der Film geht dabei ähnliche Wege wie „Arrival“, kommt aber mit seinem ganz eigenen optischen Stil und einer sehr interessanten Mischung aus Drama, Action und Horror daher. Bis vor wenigen Monaten galt der Film bereits als potentielles Kinohighlight, sodass man tatsächlich nicht verstehen kann, wieso der Filmverleih den Film letztendlich an Netflix verkaufte, wo der Film jetzt in Deutschland seine Premiere fand. Es ist schon erschreckend, wenn ein Film, der nicht der Norm entspricht und ganz offensichtlich Fragen offen lässt, um dem Zuschauer seinen eigenen Interpretationsspielraum zu lassen, als dem Publikum nicht zumutbar eingestuft wird. So kommt man zwar schon früh in den Genuss, den visuell und inhaltlich gelungenen Film mit einer großartigen Natalie Portman im Heimkino zu genießen, die beeindruckenden Bilder hätten aber sicher auch auf der Kinoleinwand eine gute Figur gemacht. Weiterlesen

Danny Boyle wird den 25. James-Bond-Film inszenieren

Nachdem man lange gesucht hat und nun schon länger bekannt ist, dass Daniel Craig ein letztes Mal den 007-Agenten spielen wird, steht mit Danny Boyle nun auch der Regisseur für „James Bond 25“ fest. Der Regisseur ist vor allem durch „Trainspotting 1 und 2“, „The Beach“, „Steve Jobs“, „127 Hours“ oder „Slumdog Millionär“ bekannt. Er wird zusammen mit Autor John Hodge auch das Drehbuch schreiben. Der Film soll am 8. November 2019 in die US-Kinos kommen. Zumindest eine interessante Wahl für den Regieposten.

Villeneuve will mehr als einen „Dune“-Film inszenieren

Der „Arrival„- und „Blade Runner 2„-Regisseur Denis Villeneuve war momentan für alles Mögliche im Gespräch – u. a. für den nächsten James-Bond-Film oder einen „Star-Wars“-Film. Er aber hat den Sci-Fi-Klassiker „Dune“ klar als sein nächstes Projekt benannt. Nun hat er verdeutlicht, dass es wohl mindestens zwei Filme werden sollen, die wahrscheinlich back-to-back gedreht werden. Es wäre ja schön, wenn er trotz des finanziellen Flops von „Blade Runner 2“ tatsachlich die Gelegenheit bekommen würde, mehr als einen Film zu drehen (Es gibt sechs Bücher, wobei allein das erste Buch deutlich zu viel für einen Film beinhaltet). Seine Arbeit schätzt er auf etwa zwei Jahre, aber einen konkreten Drehplan, geschweige denn verpflichtete Darsteller, gibt es noch nicht. Man kann gespannt sein, was dieser Ausnahmeregisseur aus dem Romanstoff macht!

„I, Tonya“ – Margot Robbie unterhält als „Eishexe“

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Die Geschichten berühmter Rivalitäten in der Welt des Sports bringen derzeit viele tolle Filme hervor, nach Rennsport („Rush“) und Tennis („Borg/McEnroe“ und „Battle of the Sexes“) ist jetzt der wohl bekannteste Fall aus der Welt des Eiskunstlaufes dran. Dabei macht die Verfilmung der Karriere von Tonya Harding, die letztendlich durch ihre Verwicklung in einen Angriff auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan zu weltweitem Ruhm gelangte, aus mehreren Gründen Spaß. Zum einen ist die Geschichte Hardings nicht uninteressant, aber die Umsetzung als halbe Dokumentation, in der die Darsteller auch immer mal wieder direkt in die Kamera sprechen, passt bei der herrlich absurden Geschichte wirklich perfekt. Abgerundet wird die zudem mit tollen Aufnahmen auf dem Eis mit wirklich einzigartigen Darstellern. Auch wenn Margot Robbie gerade bei den Oscars leer ausging, spielt sie die rotznäsige Harding wirklich herrlich frech, sodass man sie trotz ihrer patzigen Art fast schon lieb gewinnt. Neben den durchweg atemberaubend tumben Männern in Hardings Umfeld verdient vor allem Allison Janney eine Erwähnung für ihre wirklich krasse Darstellung der rücksichtlosen Mutter Hardings, wofür zu Recht sogar der Oscar als beste Nebendarstellerin drin war. Weiterlesen