„Ready Player One“ – Spielbergs bunte Nerd-Nostalgie-Effekt-Orgie!

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Steven Spielberg ist sicher einer der bedeutendsten Regisseure der 80er und hat nicht zuletzt die Popkultur ins Kino gebracht. Nachdem seine letzten Blockbuster „Indiana Jones 4“ sowie „Tim und Struppi“ in keiner Form an seine kultigen Erfolge aus den 80ern anknüpfen konnten, konzentrierte sich der Regisseur mehr auf historisch und politisch motivierte Filme wie „Lincoln“, „Bridge of Spies“ und zuletzt „Die Verlegerin“, eine Rückkehr zu seiner alten Qualität schien unwahrscheinlich. Mit „Ready Player One“ kehrt Spielberg jetzt allerdings nicht nur mit lautem Knall in die Welt des Popcornkinos zurück, er verfilmte dafür zudem eine Romanvorlage, die sich zentral eben genau um die Popkultur der 80er dreht. Während ich am Anfang noch skeptisch war, ob mich der größtenteils animierte Film tatsächlich seinen Bann ziehen würde, war ich bald voll drin in der wilden Achterbahnfahrt. Denn „Ready Player One“ bietet nicht nur das gute alte „Jugendliche und Bösewichte auf rasanter Schatzjagd“-Thema, der Film ist dermaßen voll von Anspielungen auf die Film-, Musik- und Computerspielwelt der 80er, dass man sicher noch beim dritten Mal neue Anspielungen und Charaktere erkennen würde. Endlich mal wieder gelungenes Spielberg-Popcornkino! Weiterlesen

„Gladbeck“ – Erschreckend realistische Umsetzung!

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Es gibt Kriminalfälle, die Spuren hinterlassen und sich ins Gedächtnis einbrennen. Ich war damals 1988 fast elf Jahre alt, als Rösner und Degowski die Deutsche Bank in Gladbeck überfielen und danach eine der absurdesten Geiselnahmen in der deutschen Geschichte durchführten. 30 Jahre später widmet man sich nun in einem TV-Zweiteiler, der unlängst auch schon auf DVD und Blu-ray erschienen ist, den bis heute unglaublichen Ereignissen. Gerade, wenn man sich im Anschluss die zugehörige Dokumentation anschaut, wird einem nicht nur klar, wie detailgetreu und minutiös recherchiert die Filmemacher ans Werk gegangen sind, es wird einem außerdem auf erschreckende Weise vor Augen geführt, wie chaotisch und fehlerhaft die Polizei damals vorging und warum die schreckliche Ereignisse gar nicht so weit hätten gehen müssen. Ebenso zeigt der Film die absolut verantwortlunglose Vorgehensweise der Presse, die den Entführern ein öffentliches Forum boten und gleichzeitig die Geiseln mehrfach in Gefahr brachten.. Weiterlesen

„Black Mirror“ – Beeindruckende Sammlung dystopischer Kurzfilme!

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Mit „Black Mirror“ folgt eine weitere wirklich sehenswerte Serie, deren vierte Staffel gerade herausgekommen ist. Interessant an der Sammlung dystopischer Geschichte ist, dass die inzwischen 19 Folgen weder zusammenhängend noch chronologisch daher kommen, jede Folge funktioniert wie ein eigenständiger Film. Was die Serie so großartig macht, ist die Erzählweise der völlig unterschiedlichen Episoden. Fast immer folgt man dem Schicksal von einer oder mehrerer Personen durch eine schwere Lebensphase mit der Hoffnung, dass Ihnen eine neuartige Technlogie helfen könnte, sich aber oft eher als Fluch entpuppt. Die Erzählweise ist eher düster, der Stil immer zwischen Drama und Science-fiction. Beeindruckenderweise schafft es aber fast jede Folge, einen immer wieder zu überraschen und die Sicht auf die Dinge und die Personen mitunter vollständig umzukrempeln. Hier wird versucht Kinder per Chip zu überwachen, mit dem künstlichen Abbild eines Verstorbenen zu telefonieren oder sich dessen Bewusstsein in seinen Kopf zu übertragen, in einer von Likes bestimmten Gesellschaft zu überleben oder den brutalen Anweisungen von Cyberkriminellen zu folgen. Jede Geschichte ist interessant und brilliant und erschreckenderweise erstaunlich nah an der Realität. Weiterlesen

„Game of Thrones“ – Was stimmt da nicht in Westeros?

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90% aller Abonnenten vom HBO schauten das Finale der siebten Staffel der Fantasyserie „Game of Thrones“. Neben allen Websites, die auch nur entfernt mit Serien und Filmen zu tun haben, berichten inzwischen wirklich alle großen deutschen Zeitungen online über jede Folge und jedes potentielle Mysterium, um über die Ereignisse, die Intrigen, die Personen und die noch zu lüftenden Geheimnisse zu diskutieren und alles zu analysieren. Denn fast die ganze Welt besteht jetzt aus „Game of Thrones“-Experten. Das kann für die ursprünglichen Fans, die schon vor der Serie die Bücher liebten, mit deren Stil die neuen Staffeln immer weniger zu tun haben, ganz schön nervig sein. Ich gehöre dazu und kann so langsam sogar verstehen, warum man auf die fehlenden Bücher von George R. R. Martin vielleicht ewig warten muss. Weiterlesen

„Gone Girl“ – Thrillige Ehemetapher mit Medienkritik

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David Fincher liefert mit „Gone Girl“ erneut einen gelungenen Thriller ab, der trotz stolzer Laufzeit von 2,5 Stunden niemals langweilig wird. Dabei wird die Spannung nur durch die Geschichte aufrechterhalten und nicht durch Action. Doch trotz der guten schauspielerischen Leistungen wirkt der Film am Ende nicht ganz rund: Man hat z. T. das Gefühl, dass die Buchadaption von Gillian Flynn, die auch das Drehbuch zum Film geschrieben hat, viele Themen anspricht, aber keines wirklich im Fokus steht und von denen sich die meisten zum Schluss verloren haben. Die psychologische Ausgefeiltheit der Figuren hinkt irgendwann leider den übergeordneten Ebenen des Geschehens hinterher. Dennoch ist der Film durchaus sehenswert! Weiterlesen

Wieso hat sich die Blu-ray noch nicht durchgesetzt?

Ich bin immer wieder bei einem Gang durch Elektronikmärkte verblüfft, dass dort immer noch zahlreiche DVDs zu finden sind und diese sogar stärker zur Schau gestellt werden als die entsprechenden Blu-rays. Man hat das Gefühl, als wäre die Blu-ray Disc noch immer nicht der Film- und Serien-Hauptdatenträger, obwohl sie mittlerweile seit Jahren auf dem Markt ist. Wie kommt’s? Mittlerweile stehen bereits die 4k-Fernseher in den Startlöchern! Weiterlesen

Blu-ray – Mein Weg in die neue, blaue Welt von Morgen!

Lange habe ich es herausgezögert, aber der Jahreswechsel hat jetzt auch mich in die blaue, hochauflösende Welt der Blu-ray-Medien einsteigen lassen. Und offensichtlich nicht nur mich, denn ob es nun der Aufschwung, die erschwinglichen Preise oder einfach der technische Fortschritt war, eins ist offensichtlich: Die DVD scheint auf dem absteigenden Ast zu sein. Dabei war es ausgerechnet eine DVD, die mich überzeugt hat. Einziges Problem: Keiner kauft bei eBay mehr meine DVDs, mit denen ich mir eigentlich anteilig die entsprechenden Blu-rays finanzieren wollte. Weiterlesen

„State of Play – Der Stand der Dinge“ – Vorsicht, Presse!

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Ich glaube, das Thema war nicht so unbedingt meins, aber der Film auf jeden Fall gut. „State of Play“ bietet Spannung, eine abwechslungsreiche Story und einige überraschende Wendungen. Zudem spielt er interessant mit dem Szenario, dass ein erfolgreicher Politiker und ein gewitzter Journalist gute Freunde sind und dann plötzlich in der Medienwelt aufeinanderprallen und herausfinden müssen, wo sie die Prioritäten setzen, in der Karriere oder in der Freundschaft. Weiterlesen