„Narcos: Mexico“ – Spin-Off zum mexikanischen Drogenhandel!

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„Narcos“, der spanische Kurzbegriff für „Drogendealer“ stand jetzt schon drei Staffeln lang für den Drogenhandel in Kolumbien, eine erste Staffel über den Aufstieg, eine zweite über den Fall von Pablo Escobar, und eine dritte über die folgenden Kartelle, alle drei brillant in Szene gesetzt. Das gilt jetzt auch für den Auftakt des Spin-Offs „Narcos: Mexico“, der die Anfänge der mexikanischen Drogenkartelle zeigt. Auch hier sind die historischen Daten spannend, brutal und dramaturgisch originell aufbereitet worden, mit Diego Luna und Michael Peña nicht nur gut besetzt, sondern erneut optisch und inhaltlich auf sehr hohem Niveau umgesetzt. Wie in der Originalserie, wurde auch hier alles in Originalsprache gedreht, so wird hier fast ausschließlich Spanisch gesprochen, was auf die Dauer doch etwas anstrengend ist. Dafür gibt es ein kurzes Wiedersehen mit Wagner Moura als Pablo Picasso und einigen anderen Charakteren aus „Narcos“, das Spin-Off startet nämlich zeitlich versetzt Anfang der 1980er und somit zeitweise parallel zur alten Handlung.

Inhalt

Der DEA-Agent Enrique „Kiki“ Camarena (Michael Peña) zieht mit seiner Familie nach Guadalajara in Mexiko, um dort gegen das organisiserte Verbrechen zu kämpfen. Genau zu diesem Zeitpunkt erhebt sich Miguel Ángel Félix Gallardo (Diego Luna) und errichtet ein mächtiges Imperium rund um den Handel mit Cannabis. Mit mächtigen Leuten aus der Regierung im Hintergrund ist Gallardo unantastbar und so beißt sich die DEA regelmäßig die Zähne dabei aus, dem Drogenhandel in Mexiko entgegen zu wirken. Fast immer werden ihnen sogar von der mexikanischen Regierung Steine in der Weg gelegt. Doch Camarena gibt nicht auf, und dann will Gallardo zu weit expandieren und sorgt für großen Unmut in den eigenen Reihen.

Review

Es ist schon von Vorteil, wenn man über die Ereignisse vorher nicht zu viel wusste, bei Escobar war klar, dass es irgendwann geschnappt werden würde, das Schicksal von Camarena und Gallardo kannte ich vorab nicht, was einen Großteil der Spannung ausgemacht hat. Wer schon „Narcos“ mochte, der erlebt auch mit dem Spin-Off keine Qualitätseinbußen, auch hier wird großartig gespielt, die Handlung wurde extrem spannend, immer wieder überraschend und abwechslungsreich in Szene gesetzt, wie gewohnt auch herausragend hinsichtlich Ausstattung und Optik.

Vor allem Diego Luna und Michael Peña sind wirkliche Glücksgriffe, die wirklich einzigartig spielen. Was aber nicht bedeutet, dass auch alle Nebendarsteller wirklich großartig spielen. Doch obwohl ich es schon drei Staffeln gewohnt bin, fiel es mir hier doch irgendwann schwer, fast der kompletten Handlung auf Spanisch mit deutschen Untertiteln zu folgen, wobei ich trotzdem der Ansicht bin, dass die Umsetzung in dieser Form die einzig richtige ist.

Gerade, wenn einem drei Staffeln lang vor Augen geführt wurde, wie Kolumbien im Griff der Drogenkartelle war, ist es umso erschreckender zu sehen, dass die Drogenhändler in Mexiko noch leichteres Spiel hatten und noch mehr die Regierung und anteilig auch die Bevölkerung, die durch ihre Mitarbeit immerhin eine Chance hatten, der Armut zu entkommen, gestützt wurden. Schon bitter, wenn man überlegt, welchen Einfluss die damaligen Ereignisse bis in die heutige Zeit haben.

Wenn man sich also vor Augen führt, dass die krassen Ereignisse in dieser ersten Staffel nur der Anfang des Drogenhandels in Mexiko sind, dann kann man sich noch auf einiges gefasst machen. Schließlich taucht der Name „El Chapo“ hier nur am Rande auf, aber als Handlanger ist einer der mächtigsten Drogenbosse Mexikos auch schon mit in die Ereignisse der ersten Staffel verwickelt. Wobei dieser inzwischen sogar über eine eigene Serie verfügt, die ich mir zeitnah wohl auch mal vornehmen werden.

Fazit

Wer schon von „Narcos“ begeistert war, der wird auch vom mexikanischen Ableger überzeugt sein, der mit gleicher Qualität und tollen Darstellern den Ursprung der Drogenkartelle in Mexiko zeigt.

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