„Love, Death & Robots“ – Saucoole Anthology-Serie!

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Die Trailer von „Love, Death & Robots“ ließen schon eine außergewöhnliche Serie erwarten, doch die 18 oft nur wenige Minuten langen Episoden sind mitunter echt kleine Kunstwerke. Natürlich sind nicht alle Folgen gelungen, aber die völlig unterschiedlichen Stile und Richtungen sorgen für wirklich gute Abwechslung und tolle Unterhaltung. Selten hat gerade bei den animierten Episoden so genau hinschauen müssen, um zu erkennen, dass man hier keine echten Aufnahmen sieht. Doch auch Fans von Zeichentrick und Animé kommen hier auf ihre Kosten. Dabei nutzt Netflix hier das Potential einer Serie ab 18 voll aus: Sex und Gewalt werden hier mitunter auf einen echt krassen Level getrieben. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz! Mit der Serie, die auch „Sex, Gewalt und Technik“ hätte heißen können, haben „Fight Club“-Regisseur David Fincher und „Deadpool“-Regisseur Tim Miller als Produzenten ganze Arbeit geleistet, zumal die Episoden völlig unabhängig voneinander sind und aufgrund der kurzen Laufzeit so richtig schön vorbeizischen. Für mich eine der unterhaltsamsten Serien der letzten Zeit, wenn man hier keinen zu großen Anspruch erwartet und einfach Spaß an ein wenig Computerspiel-Intro-ähnlichen Episoden hat.

Inhalt

Eine Frau, die ein Monster per Gedankenkontrolle in Gladiatorenkämpfen führt, eine Frau, die einen ganz speziellen Mord beobachtet, Farmer, die eine Alieninvasion stoppen, Raumschiffe, die in einer entfernten Galaxie stranden, Werwölfe als Soldaten, Archäologen auf den Spuren Draculas, Monster auf dem Schrottplatz, Evolution im Gefrierfach, Joghurts als Weltenlenker und die verschiedenen Tode von Adolf Hitler – die Themen „Liebe“, „Tod“ und „Roboter“ bietet eine Menge Kombinationsmöglichkeiten.

Review

Sicher bewegt sich „Love, Death & Robots“ teilweise auf sehr pubertärem Niveau, übertriebene Gewalt, nackte Brüste, verrückte Technik, Monster, SciFi – hier hätte ich sicher auch schon vor einiger Zeit meinen Spaß gehabt. Da auf die gleiche Anzahl wohlgeformter weiblicher Rundungen im Gegenzug genau so viele verschrumpelte Genitalien von alten Männern kommen, scheint man auch ganz klar nicht unbedingt Frauen ansprechen zu wollen. Wobei man sich dann die alten Dödel auch hätte sparen können. Und auch, wenn ein paar Episoden schon mit Tiefgang und interessanten Twists daher kommen, merkt man schnell, dass die Macher hier einfach Spaß hatten und vor allem die Möglichkeiten aktueller Animationstechniken auszuprobieren und bestmöglich auszureizen. Natürlich gibt es da auch ein paar Graupen zwischen, aber so einige Episoden schocken richtig! Selbst die Episode, die mit Mary Elizabeth Winstead und Topher Grace tatsächlich einen Realanteil hat, ist so orginell und witzig, dass sie sich perfekt einfügt.

Der absolute Pluspunkt ist hier aber ganz klar die Unabhängigkeit der Episoden und der Abwechslungsreichtum, kombiniert mit der kurzen Laufzeit. Hier gibt es keine Cliffhanger, keine wirklichen Längen und immer wieder etwas Neues. Ich würde mich auf jeden Fall über eine zweite Staffel freuen, wenn die auch vermutlich noch einige Zeit auf sich warten lassen wird.

Fazit

Netflix zündet mit „Love, Death & Robots“ eine gelungene Sammlung von Kurzfilmen voller Gewalt, nackter Haut, Monster und SciFi-Technik. Das macht richtig Laune!

Bildergalerie


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