Villeneuve will mehr als einen „Dune“-Film inszenieren

Der „Arrival„- und „Blade Runner 2„-Regisseur Denis Villeneuve war momentan für alles Mögliche im Gespräch – u. a. für den nächsten James-Bond-Film oder einen „Star-Wars“-Film. Er aber hat den Sci-Fi-Klassiker „Dune“ klar als sein nächstes Projekt benannt. Nun hat er verdeutlicht, dass es wohl mindestens zwei Filme werden sollen, die wahrscheinlich back-to-back gedreht werden. Es wäre ja schön, wenn er trotz des finanziellen Flops von „Blade Runner 2“ tatsachlich die Gelegenheit bekommen würde, mehr als einen Film zu drehen (Es gibt sechs Bücher, wobei allein das erste Buch deutlich zu viel für einen Film beinhaltet). Seine Arbeit schätzt er auf etwa zwei Jahre, aber einen konkreten Drehplan, geschweige denn verpflichtete Darsteller, gibt es noch nicht. Man kann gespannt sein, was dieser Ausnahmeregisseur aus dem Romanstoff macht!

„I, Tonya“ – Margot Robbie unterhält als „Eishexe“

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Die Geschichten berühmter Rivalitäten in der Welt des Sports bringen derzeit viele tolle Filme hervor, nach Rennsport („Rush“) und Tennis („Borg/McEnroe“ und „Battle of the Sexes“) ist jetzt der wohl bekannteste Fall aus der Welt des Eiskunstlaufes dran. Dabei macht die Verfilmung der Karriere von Tonya Harding, die letztendlich durch ihre Verwicklung in einen Angriff auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan zu weltweitem Ruhm gelangte, aus mehreren Gründen Spaß. Zum einen ist die Geschichte Hardings nicht uninteressant, aber die Umsetzung als halbe Dokumentation, in der die Darsteller auch immer mal wieder direkt in die Kamera sprechen, passt bei der herrlich absurden Geschichte wirklich perfekt. Abgerundet wird die zudem mit tollen Aufnahmen auf dem Eis mit wirklich einzigartigen Darstellern. Auch wenn Margot Robbie gerade bei den Oscars leer ausging, spielt sie die rotznäsige Harding wirklich herrlich frech, sodass man sie trotz ihrer patzigen Art fast schon lieb gewinnt. Neben den durchweg atemberaubend tumben Männern in Hardings Umfeld verdient vor allem Allison Janney eine Erwähnung für ihre wirklich krasse Darstellung der rücksichtlosen Mutter Hardings, wofür zu Recht sogar der Oscar als beste Nebendarstellerin drin war. Weiterlesen

„The Death of Stalin“ – Bitterböse Satire!

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Es war schon fast zu erwarten, dass die extrem schwarzhumorige Comicverfilmung über das Machtgerangel nach dem Tod Stalins in Russland nicht unbedingt gut ankommen würde. Denn auch, wenn sich die Vorlage sicher ein paar historische Freiheiten nimmt und die böse überzeichneten russischen Politiker und ihr Intrigenspiel nicht besonders gut dabei wegkommen, steckt in allem schon ein wahrer Kern. Genauso unangenehm dürfte sich vermutlich auch die Darstellung des schonungslosen Umgangs mit dem Volk und die allgegenwärtige Angst davor, plötzlich auf einer Todesliste zu stehen, anfühlen, denn die Satire sorgt nicht selten dafür, dass einem das Lachen im Hals stecken bleibt, so bitter wird die Tyrannei in der Sowjetunion unter Stalin dargestellt. Ob es nun jedoch der richtige Weg ist, dass Russland den Film gleich verboten hat, mag man allerdings auch anzweifeln. Denn letztendlich ist der Film durchaus sehenswert, nicht zuletzt dank der herrlich überzogenen Darbietungen von Steve Buscemi, Jeffrey Tambor, Jason Isaacs und „Monty Python“-Star Michael Palin. Weiterlesen

Oscars 2018 – Alle Gewinner im Überblick!

Selten war ich mit dem Urteil bei den Oscar-Verleihungen so zufrieden wie in diesem Jahr, nicht zuletzt, weil ich tatsächlich fast alle relevanten Filme rechtzeitig sehen und mir ein Urteil bilden konnte. Auch hier werden die Highlights „Shape of Water“, „Die dunkelste Stunde“ und „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ ausreichend gewürdigt und auch gerade bei den ausgezeichneten Haupt- und Nebendarstellern, vor allem bei Gary Oldman und Frances McDormand, bin ich absolut der gleichen Meinung. Schön auch, dass „Dunkirk“ und „Blade Runner“ für die technischen Leistungen bedacht wurden und mit „Coco“ auch endlich mal wieder ein gelungener Pixar-Film im Animationsbereich gewinnt.

Hier alle Gewinner und Nominierten im Überblick: Weiterlesen

„Alles Geld der Welt“ – Besser ohne Kevin Spacey!

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Der Film über die Entführung des Enkels von Öltycoon Paul Getty geriet in erster Linie in die Schlagzeilen, weil sich Regisseur Ridley Scott nach den Vorwürfen der sexuellen Belästung bei Kevin Spacey tatsächlich dafür entschied, seinen bereits fertig gedrehten Film zu überarbeiten und alle Szenen mit Spacey neu zu drehen und den Schauspieler durch Christopher Plummer zu ersetzen. Dieser ist eine so gute Besetzung für den arroganten aber auch erhabenen Getty, dass Spacey niemals so gut hätte sein können. Ein Geniestreich ist der Film trotzdem nicht geworden, aber nicht zuletzt dank Plummer, Michelle Williams und Mark Wahlberg durchaus unterhaltsam. Scott schafft es tatsächlich, die zentrale Entführung des Getty-Enkels in den Schatten eines ganz anderen Themas zu stellen, nämlich dem Verhalten von Menschen, die so reich sind, dass jeder Gedanke und auch jede persönliche Entscheidung mit materiellem Kalkül und dem Fokus auf den eigenen Vorteil gefällt wird. Christopher Plummer schafft dabei das Kunststück, den Millardär trotz seiner unfassbaren Reaktionen einen Stolz einzuverleiben, dass man tatsächlich zwischen Verachtung und Respekt zu schwanken beginnt. Weiterlesen

„Fifty Shades of Grey 3“ – Endlich ist das Elend vorbei!

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Wenn sich selbst Fans der Buchvorlagen schon seit dem ersten Teil der „Fifty Shades of Grey“-Verfilmungen darüber beschweren, dass die zu züchtig daherkommen und auch noch die Hauptdarsteller mies sind, wieso können dann auch noch ein zweiter und ein dritter Teil von diesem Schund erfolgreich im Kino laufen? Es sollte bei dem, was das Internet und die Serienwelt heutzutage bietet, keine verkappten Spanner mehr ins Kino locken, wenn ein Film noch mit Sexszenen zu locken versucht. Was bei der belanglosen Dakota Johnson und dem ekelhaft schmierigen Jamie Dornan ohnehin nicht gerade ein prickelndes Gefühl der Erotik auslösen dürfte. Dass der Sex im dritten Teil noch weit hinter die Themen Hochzeit, Ehe, Schwangerschaft, Entführung und Erpressung geschoben wird, hilft dem vergurkten Finale auch nicht mehr weiter. Story mies, Darsteller mies, Sex mies! Setzen, 6! Zum Glück ist dieser Schund endlich vorbei! Weiterlesen

„Black Panther“ – Marvels bunte Hommage an Afrika

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Wieder mal ist es ein eher unscheinbarer Film aus dem MCU, der Eindruck zu machen versteht. „Black Panther“ ist ganz klar einer der besseren Filme aus der Reihe und bringt zugleich frischen Wind in Marvels Kino-Universum, doch ganz kann ich den weltweiten Erfolg und die rekordbrechenden Besucherzahlen nicht ganz nachvollziehen. Es ist schon eine Auszeichnung, wenn einem Film von vielen Seiten bescheinigt wird, dass die bisher im Kino nahezu gar nicht vorhandene Darstellung der afrikanischen Kulturen hier dann auch noch so überzeugend umgesetzt worden sein soll. Gerade die Handlungsstränge in Wakanda, die einzigartige Inszenierung der Zeremonien und das Augenmerk auf ein völlig ohne Grund im Kino vergessenes Volk eines ganzen Kontinents sind die Höhepunkte des Films. Schon alleine die Grundidee, dass ausgerechnet bei dem von vielen auf der Welt als rückständiger Ort ohne jegliche Technologie oder nennenswerte Entwicklungen in der Zivilisation gesehene Kontinent Afrika der höchstentwickelte Ort des ganzen Planeten versteckt sein soll, ist schon eine coole Idee. Dass ausgerechnet „Black Panther“, der in „Captain America 3“ recht unspektakulär eingeführt wurde, für so eine interessante Welt stehen würde, hätte man tatsächlich nicht erwartet. Würde er nicht gerade zum Ende hin doch wieder so viele Marvel-Klischees bedienen, hätte dieser Film ein echtes Aushängeschild werden können. Weiterlesen

„Greatest Showman“ – Der High School Musical Circus!

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Dass Hugh Jackman nicht nur als „Wolverine“ Krallen ausfahren, sondern auch singen kann, hat er bereits in „Pan“ und vor allem in „Les Misérables“ unter Beweise gestellt, so gibt er gesangstechnisch auch in „Greatest Showman“ alles. Doch das poppige, bunte und durchaus optisch aufwendig inszenierte Musical über den legendären Zirkus-Erfinder P.T. Barnum krankt an vielen anderen Stellen. Gerade wer die tatsächliche Vita von Barnum durchliest, muss sich fragen, warum bei einer so interessanten Geschichte und einem ebenso vielschichtigen Mann so eine oberflächliche, kitschige und jeglicher Logik entsagende Handlung zusammengematscht wurde. Selbst der Hauch Sozialkritik verpufft total, die wahllos bzw. eher sinnlos herausgepickten Elemente aus Barnums Leben werden mit zwar eingängigen und grundsätzlich hörbaren Popsongs sowie gut arrangierten Tanzszenen optisch und akustisch nett aufbereitet, die Handlung selber ist aber unglaublich langweilig, ohne jeglichen Tiefgang und nicht zuletzt durch die Songs an den unwichtigsten Stellen elendig in die Länge gezogen. Man kann auch Musicals deutlich anspruchsvoller gestalten, die Dramaturgie findet hier leider eher auf dem Niveau der „High School Musical“-Filme statt. Schade! Weiterlesen