„X-Men: Dark Phoenix“ – Kein Phönix, nur Asche!

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2011 gelang mit „Erste Entscheidung“ ein wirklicher guter Start für den „X-Men“-Neustart. Mit „Zukunft ist Vergangenheit“ entstand dann sogar ein gelungenes Crossover mit den alten Filmen, aber schon „Apocalypse“ hatte nicht mehr viele originelle Ansätze. Mit „Dark Phoenix“ ist nun auch das Ende der Neuauflage gekommen, bevor die „X-Men“ einen weiteren Reboot im MCU erfahren werden. Doch die zahlreichen Nachdrehs und Terminverschiebungen waren leider eindeutige Anzeichen dafür, dass die Superheldenriege alles andere als glorreich abtritt. „Dark Phoenix“ entpuppt sich sogar als einer der schwächsten Filme des kompletten „X-Men“-Franchise.

Inhalt

Von Ausgestoßenen zu Helden, Charles Xavier (James McAvoy) und seine X-Men haben es weit gebracht. So merkt er gar nicht, dass die Missionen seiner Helden immer gefährlicher werden. Als Mystique (Jennifer Lawrence), Jean Grey (Sophie Turner), Beast (Nicholas Hoult), Storm (Alexandra Shipp), Quicksilver (Evan Peters) und Nightcrawler (Kodi Smit-McPhee) ein Team Astronauten retten soll, gerät Jean bei der Rettungsaktion in einen mysteriösen Feuernebel. Doch überraschenderweise überlebt sie dies nicht nur, ihre Kräfte nehmen daraufhin ungeahnte Formen an. Als sie dann dahinter kommt, dass Charles ihr seit ihrer Kindheit einige dunkle Geheimnisse verschwiegen hat, verliert sie die Kontrolle und es passiert ein Unglück. Als Jean auch bei Magneto (Michael Fassbender) nicht die erwartete Hilfe bekommt, ist sie sehr empfänglich für eine außerirische Gestaltwandlerin (Jessica Chastain), die ihr Verständnis vorgaukelt, aber eigentlich nur an ihren Kräften interessiert ist.

Review

Da ich die Comics nicht kenne, konnte ich nie verstehen, warum damals „X-Men: Der letzte Widerstand“ so verrissen wurde. Doch die Kritik an der damaligen Form der „Dark Phoenix“-Geschichte dürfte nicht unbedingt schlechter ausgefallen sein als die an dieser Version. Während Sophie Turner zuletzt in „Game of Thrones“ als Sansa Stark wirklich tolle Momente hatte, kann sie den Konflikt in Jean Grey nur bedingt überzeugend vermitteln. Auch Jessica Chastain will sich als Bösewicht nicht richtig einfügen, nicht mal Jennifer Lawrence, James McAvoy, Nicholas Hoult oder Michael Fassbender können hier wirklich tolle Momente verbuchen. Die Handlung hinkt, die Kämpfe sind langweilig und auch der plump ausgespielte Dramapart will nicht fruchten. Irgendwie schleicht sich der Film so an einem vorbei, kein Held oder Bösewicht kann seine Kräfte originell nutzen, die meisten eigentlich nicht mal den Situationen angemessen.

Selbst der am Ende versuchte Abschluss kann einen absolut nicht befriedigen, Fans der Reihe sollten echt überlegen, ob sie sich „Dark Phoenix“ wirklich antun wollen. Dann lieber noch mal „Logan“ schauen, der gezeigt hat, dass man aus dem Franchise doch noch mehr herausholen kann. Würde „X-Men: New Mutants“ nicht noch krassere Verschiebungen und nachträgliche Anpassungen über sich ergehen lassen müssen, hätte aus dem ersten „X-Men“-Horrorfilm vielleicht noch was werden können. So wird der Film wohl 2020 irgendwo bei Netflix enden.

Fazit

Nach dem guten Start hätte die neue Riege der „X-Men“ einen besseren Abschluss verdient, aber dieser uninspirierte, langweilige Ausklang ist alles andere als ein Grund zum Feiern.

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