„Bauchgucker“ oder „Kopfgucker“?!

Wie guckt ihr Filme und wie beurteilt ihr sie? Lasst ihr euch einfach von Gefühlen leiten oder achtet ihr in erster Linie auf die Machart des Films? Beurteilt ihr nach objektiven Maßstäben oder nur nach subjektiven Gefühlen? In letzter Zeit ist mir immer mehr aufgefallen, dass man Filmgucker in zwei Kategorien aufteilen kann: „Bauchgucker“ und „Kopfgucker“!

Ich persönlich bin wohl in erster Linie ein „Kopfgucker“, ich beurteile Filme nach Fakten wie Story, schauspielerischer Leistung, Schnitt, Regie, Kamera, Originalität etc., außerdem lese ich andere Kritiken zu dem Film, um am Ende ein verhältnismäßig objektives Ergebnis zu erhalten. Aber schon da würde ich den absoluten Gegensatz zum „Bauchgucker“ festlegen: Dieser will kein Ergebnis, will nichts bewerten, will einfach nur unterhalten werden, und wenn er subjektiv von einem durch die meisten Kritiken als „schlecht“ befundenen Film begeistert war, ist ihm das nicht peinlich.

Ich weiß noch, dass die „Die Wand war doch schon dreimal unten“-Szene am Anfang von „Jäger des verlorenen Schatzes“ die Filmszene war, die mich dazu gebracht hat, Filme kritisch zu sehen. Seitdem gelingt es mir selten, mich einfach nur berieseln zu lassen.

Vermutlich ist in jedem von beidem etwas, aber wenn ihr wählen müsstet, wem würdet ihr euch zuordnen? Und gab’s bei euch auch Filme, die das Ansehen und Bewerten von Filmen verändert haben?

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3 Kommentare

  1. Also ich weiß nicht zu was ich mich jetzt zählen soll. Ich versuche, wenn ich einen Film das erste mal sehe, schon mich von ihm mitreißen zu lassen. Wenn ihm das gelingt, verzeih ich auch mal so kleinere Fehler wie „vorhin war die Windschutzscheibe noch kaputt“ oder „eben hatte er das Teil in der rechten Hand“ oder so, man weiß ja in etwa was gemaint war *g*. Was allerdings dann doch stört sind logische Fehler, d.h. ein Charakter handelt plötzlich völlig unlogisch oder, wie es bei „Loaded Weapon“ auch perfekt parodiert wurde, der Protagonist hat am Ende plötzlich woher auch immer doch den Mikrofilm in der Hand ;) .
    Das Fazit vielleicht in etwa so: Ich bin wohl ein „Kopfgucker“, der lieber ein „Bauchgucker“ ist ^^ , weil man sich viel auch einfach kaputtdenken kann, wozu gibt’s denn sonst Filme.

  2. Ich bin eindeutig ein Bauchgucker. Wenn ein Film mich in 30 Minuten nicht überzeugt hat, dann er seine Chance verspielt. Ich schau mir auch ohne falsche Scham alles Mögliche an Trash an und find es toll.
    Manchmal fallen mir schon Schnitzer in Filmen auf, aber wenn mir der Rest des Films gefällt, dann lass ich mir den Film dadurch nicht vermiesen. Manche Filme brauchen dieses Niveau einfach *g

  3. ich glaube, dass man das nicht wirklich definieren kann. ich schaue einen film, ohne ihn nur nach objektiven kriterien zu beurteilen, glaube aber, dass diese bei mir teils auch unterbewusst meine meinung beeinflussen. also ich wäre vermutlich eher kopfgucker als bauchgucker.

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