„Tolkien“ – Nicht mal für „Herr der Ringe“-Fans interessant!

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Warum gab es über J.R.R. Tolkien, den Autor von „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“, der rund um diesen Meisterwerke eine komplette Welt mit Jahrtausenden Geschichte, genauer Geografie und eigenen Sprachen entwickelte, eigentlich vorher noch nie ein Biopic? Das ist nach diesem Film absolut klar: Außer seiner schriftstellerischen Leistung war er ein absolut langweiliger Mensch, der eigentlich auch nichts Besonderes erlebte. „Tolkien“ versucht nun auf mitunter recht plumpe Art, eine Liebesgeschichte und Tolkiens Erfahrungen mit Studienfreunden und im Ersten Weltkrieg so zusammenzubasteln, dass ein Bezug zu seinem Werk deutlich wird. Letztendlich ist es aber nicht spannend, wie es das Sprachgenie auf Umwegen doch noch in die richtigen Kurse schafft, seine Freunde bieten wenig Parallelen zu seinen berühmtesten „Gefährten“ und wenn er in den Kriegsgräben in Frankreich statt Flammenwerfern plötzlich Drachen sieht, ist das leider sehr weit hergeholt. Für echte Tolkien-Fans vielleicht interessant, aber wer glaubt, nach diesem Film etwas Neues über Gandalf, Frodo und Bilbo gelernt zu haben, der wird bitter enttäuscht werden. Weiterlesen

„Bridge of Spies“ – Spannendes Kalter-Krieg-Drama!

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Steven Spielbergs Erfolgszeiten liegen schon etwas weiter zurück, seine letzten Filme wie „Lincoln“ oder „Gefährten“ waren eher unscheinbar, doch „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ könnte ihn wieder rehabilitieren. Zusammen mit Lieblingsschauspieler Tom Hanks nimmt sich Spielberg eine interessante Geschichte aus dem Kalten Krieg und bringt diese als eine wirklich spannende Mischung aus Spionage-, Anwalts- und Geschichtsfilm auf die große Leinwand. „Bridge of Spies“ ist ruhig und geht doch unter die Haut, zudem stellt sich der Plot einer Grundfrage, die auch heute noch brandaktuell ist: Wie sehr darf man das Gesetz beugen, nur weil man den Angeklagten nicht als einen der seinen ansieht. Weiterlesen

„Gefährten“ – Spielbergs Pferdefilm voll Kitsch und Pathos

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Vermutlich, weil ich eigentlich alle Filme von Steven Spielberg gesehen habe, habe ich „Gefährten“ jetzt doch noch eine Chance gegeben. Aber der Film entsprach leider genau meinen Erwartungen, eine rührseelige Ansammlung voller Kitsch und Pathos, fast schon eine Beleidigung des Regisseurs, der doch einst mit Filmen wie „Der Soldat James Ryan“ sehr eindrucksvoll zeigte, wie grausam der Krieg sein kann. Ich frage mich wirklich, für wen dieser weichgespülte Film eigentlich sein soll, Männer wollen keinen Pferdefilm, Frauen keinen Kriegsfilm, also? Weiterlesen